Nicht jeder Lebenslauf verläuft gerade. Auch manche Kinder erleben schon früh Krisen und herausfordernde Lebenssituationen. In unseren intensivpädagogischen Wohngruppen haben sie Raum, um sich für ihr weiters Leben zu stabilisieren.
Die Wohngruppen im Jugenddorf Sickingen ist spezialisiert auf eine intensivpädagogischer Betreuung, eine unserer Wohngruppen ist traumapädagogisch ausgerichtet. Wir haben eine hohe Anzahl an Betreuern pro Gruppe und werden zusätzlich von einem Mitarbeiter des heilpädagogisch-psychologischen Fachdienstes betreut. Durch unsere intensiv- und traumapädagogische Betreuung, die auch psychologische und heilpädagogische Ansätze enthält, bieten wir Kindern und Jugendlichen einen stabilisierenden Rahmen. Ziel ist es, bisherige krisenhaften Entwicklungsverläufe zu bewältigen und den weiteren Weg positiv zu beeinflussen. So schaffen wir die Grundlage für eine spätere Aufarbeitung und beugen weiteren Fehlentwicklungen vor.
Plätze: 6
Wir begleiten Jungen auf ihrem Lebensweg und geben ihnen ein verlässliches Zuhause, in dem sie sich sicher fühlen, wachsen und neue Fähigkeiten entwickeln können. Dabei berücksichtigen wir ihre individuellen Persönlichkeiten, Fähigkeiten und Lebenslagen. In der Regel verbringen die Kinder und Jugendlichen zwei bis drei Jahre in unserer Wohngruppe. Unser Wunsch ist es, sie entweder auf eine Rückkehr in ihre Herkunftsfamilie oder auf ein selbstständiges Leben vorzubereiten.
Tagesablauf
Ein klar strukturierter Alltag gibt den Jungen Sicherheit und unterstützt sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Neben Schule und Alltagspflichten legen wir großen Wert auf eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung, die soziale Kompetenzen stärkt und neue Erfahrungen ermöglicht.
Arbeitsweise
Jeder Betreuer steht den Kindern als Ansprechpartner zur Verfügung, zusätzlich hat jedes Kind einen Bezugsbetreuer, der sich besonders intensiv um seine individuellen Bedürfnisse kümmert. Unser oberstes Ziel ist eine vertrauensvolle und stabile Beziehung, die auch Konflikte und Herausforderungen aushält. Ein individuell erstellter Stufenplan (Punkteplan) hilft den Kindern, ihre Fortschritte zu verfolgen. Gemeinsam reflektieren wir am Abend das Tagesgeschehen, erkennen Erfolge an und besprechen Herausforderungen.
Die Integration in das öffentliche Leben ist uns besonders wichtig. Neben gemeinsamen Aktivitäten außerhalb des Jugenddorfs fördern wir die Teilnahme an örtlichen Vereinsangeboten, sodass die Jungen Schritt für Schritt mehr Selbstständigkeit gewinnen.
Haus und Umgebung
Unsere Wohngruppe befindet sich in einem neu renovierten, kindgerecht und gemütlich gestalteten Einfamilienhaus auf dem Gelände des Jugenddorfs Sickingen. Fünf Einzelzimmer und ein Doppelzimmer bieten den Jungen ausreichend Rückzugsraum. Die meisten Kinder besuchen die Förderschule direkt auf dem Gelände.
Alter: 5-11 Jahre
Plätze: 6
Unser Wunsch ist es, den Jungen, die zu uns kommen, eine Zeit ihres Lebens zu begleiten und ihnen ein zuverlässiges Zuhause zu bieten, in dem sie sich wohlfühlen, lernen und sich entwickeln können. In der Wohngruppe Jonathan streben wir die positive Identitätsbildung der Kinder- und Jugendlichen sowie eine Rückführung in die Herkunftsfamilie bzw. eine Verselbständigung der Jugendlichen an. Wir nehmen jeden Jungen mit all seinen Stärken und Defiziten an. In einem geschützten Rahmen können sie bei uns Erfahrungen machen, die sich mit den bisherigen Lebenserfahrungen zu einem neuen Lebenskonzept entwickeln können.
Tagesablauf
Der klar strukturierte Tagesablauf und die bestehenden Gruppenregeln dienen als tragfähiges Gerüst für eine so weit wie möglich lebensweltorientierte Pädagogik. So bestehen feste Zeiten für die gemeinsam eingenommenen Mahlzeiten, für Hausaufgaben, Gruppengespräche und Ausgänge. Es gibt klare Vorgaben im Hinblick auf die Bildschirmaktivitäten und das Zubettgehen. Wesentliche Schwerpunkte unserer Arbeit liegen in der schulischen und lebenspraktischen Förderung. Regelmäßig wiederkehrende Pflichten (Tischdienste, Wäschedienste, Reinigungsdienste usw.) sind fester Bestandteil einer Wohngruppenwoche. In der festinstallierten Hausaufgabenzeit erhalten die Jungen einen gezielten, auf die individuelle Problematik abgestimmten Förderrahmen. Bestimmte Lern- und Leistungsstörungsbilder werden dabei in enger Kooperation mit der einrichtungsinternen Hermann-Nohl-Schule bearbeitet.
Arbeitsweise
Die Schaffung individueller Betreuungsarrangements stellen die Basis unserer pädagogischen Arbeit dar. Jedes Kind hat eine Bezugsbetreuerin oder einen Bezugsbetreuer, die oder der sich speziell um seine persönlichen Belange kümmert und dabei von einem Mitarbeiter unseres heilpädagogisch-psychologischen Fachdienstes unterstützt wird. Ein gruppenspezifisches Regelwerk bildet den Rahmen des Zusammenlebens. In Gruppengesprächen wird ein Teil dieser Regularien mit den Kindern und Jugendlichen gemeinsam erarbeitet. Jeder Einzelne erhält hier die Möglichkeit, sich auszuprobieren, seine Anliegen und Bedürfnisse angemessen vorzutragen und sich in der Findung von Kompromissen zu üben. Die Gestaltung sozial förderlicher Bedingungen ermöglicht den Kindern und Jugendlichen das Erlernen von selbstverantwortlichem Handeln und schafft die Voraussetzung, ihre Anliegen sozial angemessen zu realisieren.
Wir orientieren uns an verhaltenstherapeutischen und systemischen Ansätzen. Somit ist auch die Arbeit mit den Familien ein zweiter wesentlicher Bestandteil unserer pädagogisch-therapeutischen Arbeit. Zusammen mit den Eltern wird die Intensität der Arbeit festgelegt. Die Zusammenarbeit mit dem Familientherapie- und Familienberatung durchführenden Fachdienst der Einrichtung ist dabei von besonderer Bedeutung.
Es ist uns ein großes Anliegen, Kinder in das öffentliche Leben zu integrieren. Zunächst geschieht dies durch Aktivitäten außerhalb des Jugenddorfes in der Gruppe. Mit zunehmendem Grad der Verselbstständigung ist es möglich, Kinder in ortansässige Vereine einzugliedern und so den Weg für die Teilhabe an der Gesellschaft zu ebnen.
Haus und Umgebung
Unsere Wohngruppe befindet sich in einem neu renovierten, kindgerecht und gemütlich eingerichteten Einfamilienhaus auf dem Gelände des Jugenddorfs Sickingen. Für jeden Bewohner steht ein eigenes Zimmer zur Verfügung. In der Regel besuchen die Jungen unserer Wohngruppe die Förderschule auf dem Gelände des Jugenddorfs.
Plätze: 6
Unser Ziel ist es, die Jungen auf ihrem Lebensweg zu begleiten und ihnen ein verlässliches Zuhause zu schaffen, in dem sie sich sicher fühlen, wachsen und neue Fähigkeiten entwickeln können. Dabei berücksichtigen wir die individuellen Persönlichkeit, Fähigkeiten und Lebenslage unserer Bewohner. Die Kinder und Jugendlichen leben in der Regel zwei bis drei Jahre bei uns. Im Idealfall bereiten wir sie auf eine Rückkehr in ihre Herkunftsfamilie oder auf ein Leben in Selbstständigkeit vor.
Tagesablauf
Durch einen klar strukturierten Alltag schaffen wir günstige Rahmenbedingungen für Lernprozesse und Persönlichkeitsentwicklung, was auch durch eine sinnvolle und abwechslungsreiche Freizeitgestaltung gefördert wird.
Arbeitsweise
Prinzipiell ist jeder Betreuer Ansprechpartner für die Bewohner. Jedes Kind hat jedoch auch einen Bezugsbetreuer, der sich nochmals speziell um seine persönliche Belange kümmert. Unser oberstes Ziel in der Arbeit mit den uns Anvertrauten ist die Entwicklung einer vertrauensvollen und tragfähigen Beziehung, die auch den alltäglichen Konflikten und Auseinandersetzungen standhält. Zur Förderung entwickeln wir einen individuellen Stufenplan (Punkteplan) für jedes Kind, in dem die grundlegenden Ziele festgehalten und Fortschritte kontrolliert werden. Mit jedem Kind wird am Abend eine Reflexion des Tages mithilfe des Stufenplanes durchgeführt. Hierbei findet man gemeinsam Zeit, die Stärken und Schwächen des Verhaltens am Tage zu besprechen. Jedes Kind erhält so eine direkte Rückmeldung über sein gezeigtes Verhalten.
Es ist uns ein großes Anliegen, Kinder in das öffentliche Leben zu integrieren. Neben Aktivitäten außerhalb des Jugenddorfes in der Gruppe können die Jungen mit zunehmendem Grad der Verselbstständigung ortsansässigen Vereine beitreten.
Unsere Fachkräfte verfügen über Zusatzqualifikationen als Jugend- und Heimerzieher, Erlebnispädagogen, Hochseilgarten-Trainer, Übungsleiter Klettern & Kanu/Kajak, Systemische Berater, Praxisanleiter Erziehung und Soziales sowie Anleiter Werken und Arbeiten an Maschinen.
Haus und Umgebung
Unsere Wohngruppe befindet sich in einem neu renovierten, kindgerecht und gemütlich gestalteten Einfamilienhaus direkt auf dem Gelände des Jugenddorfs Sickingen. Für die Jungen stehen fünf Einzelzimmer und ein Doppelzimmer zur Verfügung. Die meisten Kinder unserer Wohngruppe besuchen die Förderschule auf dem Gelände des Jugenddorfs.
Alter: ab 5 Jahren
Plätze: 6
In unserer Wohngruppe kümmern wir uns besonders um Kinder mit Traumata oder Bindungsbeeinträchtigungen. Wir wollen den Jungen ein sicheres Zuhause bieten, in dem sie wachsen und lernen können. Dazu haben wir in unserer Wohngruppe ein eigenes Konzept entwickelt, das besonders auf die speziellen Bedürfnisse der hier betreuten Jungen abgestimmt ist und ihnen helfen soll, ihre persönlichen Ziele besser zu erreichen.
Arbeitsweise
Die Wohngruppe Kiwi arbeitet mit Hilfe mehrerer Verstärkerpläne. So werden die Kinder mit Belohnungssytemen sowie einem Respektverfahren bei abweichendem Verhalten täglich reflektiert und bewertet. Die Erfahrung zeigt, dass durch dieses Konzept die Kinder angemessene Eigenmotivation bei der Verwirklichung ihrer persönlichen Ziele entwickeln. Jeder Junge hat eine Bezugsbetreuerin oder einen Bezugsbetreuer, die oder der sich speziell um seine persönlichen Belange kümmert und dabei von einem Mitarbeiter unseres heilpädagogisch-psychologischen Fachdienstes unterstützt wird. Dieser bietet auch weitere psychologische und heilpädagogische Therapiemöglichkeiten für die Bewohner an. Unser Team verfügt über Zusatzqualifikationen in konfrontativer und traumazentrierter Pädagogik, Deeskalationstechniken sowie Erfahrung in der Elternarbeit und familienorientierten Interventionen.
Haus und Umgebung
Untergebracht sind wir in einem neu renovierten, kindgerecht und gemütlich eingerichteten Einfamilienhaus auf dem Gelände des Jugenddorfs Sickingen. Für jeden Jungen steht ein eigenes Zimmer zur Verfügung. Außerdem gibt es in unserer Gruppe einen Entspannungsraum, der zur emotionalen Stabilisierung im Alltag genutzt werden kann.
Zur Zielgruppe unserer Wohngruppen zählen Kinder im Alter von 5-17 Jahren mit Verhaltensauffälligkeiten und psychischen Störungsbildern, aus häufig überlasteten Familiensituationen. Zu den vorliegenden Diagnosen gehören u. a. Posttraumatische Störungen, Autismus-Spektrum Störungen, Hyperkinetische Störungen, Störungen des Sozialverhaltens, Angst- und Zwangsstörungen, Bindungsstörungen, psychotische Störungen, affektive Störungen und Ticstörungen.
Die Unterbringung der Kinder erfolgt nach § 27 ff (Hilfe zur Erziehung), nach § 34 KJHG (Heimerziehung, sonstige betreute Wohnformen), § 35 KJHG (Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung) oder § 35 a KJHG (Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche). Im Vorfeld wird gemeinsam mit den Eltern und dem Jugendamt eine Auftragsklärung vorgenommen, bei der Inhalte und Ziele festgehalten werden.
Unser Ziel ist es, die Jungen die mittelfristig wieder in ihre Herkunftsfamilien zurückzuführen oder in Regeleinrichtungen (ggf. auch Pflegefamilien) zu reintegrieren. Manche Bewohner begleiten wir auch in die Verselbständigung. Wir verstehen unsere Aufgabe als unterstützende und begleitende Hilfe in einem verhaltenstherapeutisch orientierten, klar strukturierten Betreuungsrahmen. Die einzelnen Maßnahmen passen wir an die Individualität der Kinder, Jugendlichen und deren Familien an.
In unseren Wohngruppen wollen wir mit den Kindern und Jugendlichen negative Erlebnisse aufarbeiten, ihnen grundlegende sozialer Kompetenzen mitgeben und sie zu eigenverantwortlichem Denken und Handeln befähigen. Dabei ist uns ganzheitliches Denken wichtig.
Wir wollen die elterliche Erziehungskompetenz stärken. Daher ist uns eine enge Zusammenarbeit besonders wichtig. In Familientherapie und Familienberatung begleiten wir engmaschig. Beispielsweise legen wir gemeinsam die Intervalle der Heimfahrten fest und bereiten diese zusammen nach. Auch sonst wird eine große Transparenz zwischen Elternhaus und Wohngruppe angestrebt.
Wir möchten schulische und berufliche Perspektiven fördern. Dafür arbeiten wir eng mit der einrichtungsinternen Herman-Nohl-Schule zusammen. Diese ist eine staatlich anerkannte Ersatzschule mit dem Förderschwerpunkt sozial-emotionale Entwicklung. Durch gemeinsame Fallbesprechungen werden individuelle schulische Ziele unter Berücksichtigung der aktuellen Lage des Kindes erarbeitet.
Neben Traumapädagogik, Kriseninterventionen und heilpädagogischen Interventionen besteht auch die Möglichkeit einer Psychotherapie im Einzelsetting. Auch diese Maßnahme trägt zu unseren Zielen wie dem Aufbau eines positiven Selbst- und Weltbildes, Aufarbeitung von Traumata Förderung der Beziehungsfähigkeit und Lebensweltorientierung bei.
In den Wohngruppen arbeiten gemischtgeschlechtliche, multiprofessionelle Teams mit unterschiedlichen und bedarfsorientierten Qualifikationen. Alle Mitarbeiter bilden sich stetig in verschiedenen für ihre Arbeit relevanten Bereichen fort.
Einrichtungsleitung
Evangelische Heimstiftung Pfalz
St. Klara-Koster-Weg 7
67323 Speyer