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23.02.2017 Dank Inklusionsberater wieder vermittelbar auf dem Arbeitsmarkt

Neues Angebot der Fachdienste für Arbeit und Integration für Langzeitarbeitslose mit gesundheitlichen Problemen


Einrichtungsleiterin der Fachdienste für Arbeit und IntegrationDie Chancen von Menschen mit gesundheitlichen Problemen auf dem Arbeitsmarkt verbessern – das ist die Aufgabe des Inklusionsberaters. Die Fachdienste für Arbeit und Integration bieten diese neue Beratung für die Stadt Ludwigshafen, den Rhein-Pfalz-Kreis, die Stadt Kirchheimbolanden und den Donnersbergkreis an. „Das Projekt Inklusionsberater bietet Vorbereitungsmaßnahmen für arbeitslose Menschen mit gesundheitlichen Problemen zur beruflichen Wiedereingliederung an", erklärt Meike Gottinger, Einrichtungsleiterin der Fachdienste für Arbeit und Integration. „Das Angebot richtet sich gezielt an arbeitslose Menschen, die wegen ihrer Krankheit die Angebote der Arbeitsagentur schon lange nicht mehr sinnvoll nutzen können."


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Um das Angebot der Inklusionsberatung in Anspruch nehmen zu können, sind keinerlei besondere Nachweise erforderlich. Einzige Voraussetzung ist, dass der Hilfesuchende seinen Wohnsitz in Ludwigshafen, dem Rhein-Pfalz-Kreis oder dem Donnersbergkreis hat. Auch hinsichtlich der Kosten gibt es keine Hürden für Ratsuchende, denn die Beratung kostenfrei.

„Zu uns kommen zum Beispiel Menschen, die psychisch krank sind oder ein Suchtproblem haben," berichtet Gottinger. Wenn sich Personen an den Inklusionsberater wenden, analysiert dieser im Erstgespräch zunächst die Situation des jeweiligen: Welche gesundheitlichen Probleme liegen genau vor? Welche persönlichen Interessen und Fähigkeiten bringt der Ratsuchende mit? Welche realistischen beruflichen Perspektiven erlaubt die aktuelle, gesundheitliche Situation?

„Dann kann ein genaues Profil der Hilfe zum Barriereabbau erstellt werden", erläutert die Leiterin der Fachdienste den weiteren Ablauf. Dazu gehört die Unterstützung bei der Überwindung von gesundheitlichen Problemen, etwa indem der Inklusionsberater bei der Kontaktaufnahme zu Ärzten oder Therapeuten hilft. Neben gesundheitlichen Problemen können aber auch Herausforderungen im persönlichen Umfeld des Hilfesuchenden eine Rolle spielen. „In diesem Fall unterstützen wir bei Bedarf die Person beim Gespräch mit der Familie oder stellen auch den Kontakt zur Schuldnerberatung her", erklärt Gottinger. „Wir vermitteln beispielsweise auch in Praktika, damit die betreffende Person ihre Belastbarkeit testen kann", erzählt die Einrichtungsleiterin weiter. Durch die langjährige Arbeit der Fachdienste bei der Begleitung von Menschen mit Handicap im Arbeitsleben haben die Fachdienste-Mitarbeiter bereits gute Kontakte zu Firmen unterschiedlicher Branchen aufgebaut.

Dabei wird der Inklusionsberater nur in dem Umfang aktiv, in dem der Ratsuchende es möchte. Die Dauer der Unterstützung richtet sich dabei nach dem Bedarf des Klienten. Da die Leistung auf freiwilliger Basis erfolgt, kann der Klient die Hilfe jederzeit beenden.

Die Idee zur Inklusionsberatung stammt vom Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung Rheinland-Pfalz. Ziel ist es, so genannte „Leistungsketten" zu bilden. An die Arbeit des Inklusionsberaters soll sich die Arbeitsvermittlung durch die Arbeitsagentur oder das Jobcenter als nächste Leistung anschließen.

Daher endet das Aufgabengebiet des Inklusionsberaters bei der Praktikumsvermittlung und -Betreuung. „Wir bereiten diese Menschen auf die Arbeitsvermittlung vor, vermitteln sie aber nicht", betont die Leiterin der Fachdienste. Die Klienten können dann bei Bedarf im Anschluss das Angebot unseres Fachvermittlungsdienstes in Anspruch nehmen.

Finanziert wird das Angebot zu großen Teilen vom Land Rheinland-Pfalz. Außerdem leistet die Evangelische Heimstiftung Pfalz als Träger der Fachdienste für Arbeit und Integration einen Eigenanteil.

 

Kontaktdaten:
Fachdienste für Arbeit und Integration
Wredestr. 19
67059 Ludwigshafen
Telefon: 0621 / 510011
E-Mail: fai.lu@evh-pfalz.de
Sprechzeiten Mo-Fr 9.00 - 15.00 Uhr und nach Vereinbarung

Fachdienste für Arbeit und Integration
Gasstr. 13 (Ärztehaus)
67292 Kirchheimbolanden
Telefon: 06352 / 6483
E-Mail: fai.lu@evh-pfalz.de
Sprechzeiten nach Vereinbarung


Margarete Galvas

 

 

20.02.2017 „Mit System zum Erfolg"

Neuer Einrichtungsleiter der Wichern-Werkstätten Stefan Schreiber setzt auf Teilhabe, Kommunikation und neue Tätigkeitsfelder

 

„Mit System zum Erfolg“„Es hat sich aus meiner Perspektive einiges geändert. Kollegen, mit denen ich vorher auf einer Hierarchieebene zusammen gearbeitet habe, erhalten jetzt Anweisungen von mir. Der Umbruch in den gesetzlichen Rahmenbedingungen erforderte viel Einarbeitungszeit für mich", fasst Stefan Schreiber seine ersten Monate als neuer Einrichtungsleiter der Wichern-Werkstätten zusammen. Seit dem 01. Dezember 2016 trägt der 40-Jährige die Verantwortung für die sechs Zweigstellen der anerkannten Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) in Haßloch, Ludwigshafen, Speyer, Landau und Bellheim. Rund 500 Beschäftigten, die aufgrund ihrer psychischen Behinderung derzeit nicht in der Lage sind, einer Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt nachzugehen, bieten die Wichern-Werkstätten die Möglichkeit zur Teilhabe am Arbeitsleben.


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Als Einrichtungsleiter ist Schreiber außerdem Vorgesetzter für die 116 Mitarbeiter, die zum Beispiel als Gruppenleiter, im begleitenden Dienst oder in der Werkstattverwaltung tätig sind. Zuvor war Schreiber drei Jahre lang technischer Leiter der Wichern-Werkstätten. „Ich bin Quer-Einsteiger, habe Bauingenieurwesen studiert", erzählt der Familienvater über den Anfang seiner beruflichen Laufbahn. Danach hat er 12 Jahre in einem Ingenieurbüro gearbeitet. Der Südpfälzer erklärt, dass sein früherer Beruf sich zwar inhaltlich von der Arbeit der Wichern-Werkstätten stark unterscheide, betont jedoch gleichzeitig, dass er in seinem damaligen Ingenieurbüro auch mit organisatorischen Aufgaben vertraut war. Ein besonderer Punkt hierbei war das Qualitätsmanagement – organisatorische Maßnahmen, die die Prozessqualität verbessern.


Diese gesammelten Erfahrungen kamen Schreiber bei seiner ersten Position als technischer Leiter der WfbM sehr zugute, denn auch hier spielt die Organisation eine wichtige Rolle: „In dieser Funktion war ich für die Beschaffung von Produktionsaufträgen und deren Abwicklung zuständig". Dazu gehörte auch die Korrespondenz mit Kunden, die mit ihren Aufträgen für die Wichern-Werkstätten die sinnvolle Beschäftigung der Menschen mit psychischer Behinderung sichern. Zusätzliche Einblicke in die Organisations-Struktur der Wichern-Werkstätten erhielt der Südpfälzer dadurch, dass er im Leitungsteam vertreten war.


All seine vorherigen Aufgaben als technischer Leiter halfen Schreiber bei seiner Position als Einrichtungsleiter. Gegenüber vorherigen Tätigkeiten sind jetzt neue, übergeordnete Aufgaben wie das Aufnahmeverfahren, der Berufsbildungsbereich und der Arbeitsbereich der Werkstatt im Fokus. Auch mit Personalangelegenheiten und der Auswirkung von gesetzlichen Vorschriften auf den Werkstatt-Alltag muss er sich verstärkt auseinander setzen.


Besonderen Wert legt der neue Einrichtungsleiter darauf, für seine Mitarbeiter nah und greifbar zu sein sowie aktiv an der Arbeit in den verschiedenen Werkstattgremien teilzunehmen. Was ihn an seiner neuen Tätigkeit als Einrichtungsleiter sehr am Herzen liegt, ist der Bereich „Kommunikation als Führungskraft". „Das ist spannend und gleichzeitig knifflig", freut sich Schreiber angesichts der neuen Herausforderung. Darüber hinaus legt er großen Wert auf den Gesamtprozess der Teilhabe im Sinne des Leitbildes der Evangelischen Heimstiftung Pfalz. „Systematisches Vorgehen, das Ordnen und Einordnen von Sachverhalten macht mir Freude. Ein gut funktionierendes Qualitätsmanagementsystem halte ich dabei für ein nützliches Werkzeug", erklärt der Südpfälzer.


Für die Zukunft hat der 40-Jährige vor, die vielen bereits gut laufenden Prozesse in den Zweigstellen der Wichern-Werkstätten zu fördern und weitere Tätigkeitsfelder zu erschließen. Dabei ist er sich einiger Herausforderungen durchaus bewusst:"Die Digitalisierung wird sicherlich Auswirkungen auch auf unsere Arbeitsbereiche haben. Ich bin mir aber sicher, dass der Bedarf an Werkstatt-Arbeitsplätzen für Menschen mit psychischer Behinderung weiter steigen wird und die Wichern-Werkstätten auch in den nächsten Jahren einen wichtigen Beitrag für deren Teilhabe am Arbeitsleben leisten können."

Margarete Galvas

26.01.2017 Neujahrsempfang des Berufsbegleitenden Dienstes Kirchheimbolanden

 

Corinna Besand und Meike Gottinger beim VortragUnter dem Titel „Dann geh' doch mal in Reha ..." hat der Berufsbegleitende Dienst Kirchheimbolanden am 18. Januar 2017 seine Klienten zu einem thematischen Neujahrsempfang in den Ratssaal der Kreisverwaltung eingeladen. Dabei konnten sich diese bei einem Vortrag über Voraussetzungen, Inhalte und Antragsverfahren zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation informieren.

 

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„Fragen zu diesen Themengebieten werden uns täglich in den Beratungsgesprächen gestellt", so die zuständige Fachberaterin im Donnersbergkreis, Corinna Besand. ,„Deshalb kamen wir auf die Idee, dieses Thema in einem größeren Vortrag aufzugreifen." Wie Meike Gottinger, Einrichtungsleitung der Fachdienste für Arbeit und Integration, berichtet, hätten die vielen Rückfragen außerdem deutlich gemacht, dass die Klienten bereits unterschiedliche Erfahrungen zu dem Thema gesammelt hätten. „Durch die Veranstaltung konnten wir alle auf einen gleichen Informationsstand bringen, was dann auch Einfluss auf die weitere Beratung haben wird." Die Fragerunde habe darüber hinaus gezeigt, dass weitere Themengebiete, wie etwa Krankengeld, gebe, zu denen sich die Klienten einen Austausch und Information wünschten. Daher seien weitere Veranstaltungen denkbar.

Der Berufsbegleitende Dienst Kirchheimbolanden ist Teil der Fachdienste für Arbeit und Integration der Evangelischen. Heimstiftung Pfalz und begleitet im Auftrag des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung Rheinland-Pfalz Menschen mit gesundheitlichen Problemen im Arbeitsleben. Beratungstermine sind nach vorheriger Vereinbarung sowohl in Kirchheimbolanden als auch in Rockenhausen und Eisenberg möglich.


Kontaktdaten:

Fachdienste für Arbeit und Integration
Gasstraße 13
67292 Kirchheimbolanden
Tel.: 06352/ 6483
Link zur Seite des Berufsbegleitenden Dienstes Kirchheimbolanden