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Neuigkeiten Archiv 2

 
  • 05.12.2016 Einblicke in vielfältiges Jugendhilfeangebot

    Was bietet die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche in Frankenthal? Wie werden Kinder und Jugendliche an Entscheidungen in einer Jugendhilfeeinrichtung beteiligt? Und wie werden die Eltern in die pädagogische Arbeit einer Wohngruppe mit einbezogen? Über all diese Themen berichtet die aktuelle Ausgabe von „Fokus Mitmensch", der Beilage der Evangelischen Heimstiftung Pfalz zum „Evangelischen Kirchenboten", die am 4. Dezember erschienen ist.

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    Ebenfalls in der Ausgabe finden sich Informationen zum Umbau der Ausbildungswerkstätten im Jugendhof Haßloch und zur bevorstehenden Neueröffnung eines Mutter-Kind-Hauses im Evangelischen Kinder- und Jugendheim Stauf. Leser erfahren außerdem welche umfangreichen Vorarbeiten erforderlich sind, bis eine neue Wohngruppe eröffnet werden kann. Der stellvertretende Geschäftsführer und Bereichsleiter Kinder- und Jugendhilfe der Evangelischen Heimstiftung Pfalz, Michael Beck, geht in einem ausführlichen Interview auf aktuelle Entwicklungen in seinem Bereich wie die geplante Änderung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes ein.

    „Fokus Mitmensch" erscheint in der Regel zweimal jährlich, meistens im Frühjahr und im Herbst, als Beilage zum „Evangelischen Kirchenboten". Die aktuelle Ausgabe, „Fokus Mitmensch 20", finden Sie auch als PDF im Download-Bereich auf dieser Seite. Mehr zum „Evangelischen Kirchenboten" erfahren Sie unter www.evangelischer-kirchenbote.de.

     
  • 25.11.2016 „Viel für Menschen mit Behinderung aufgebaut"

    Roland Balthasar, langjähriger Leiter der Wichern-Werkstätten, in den Ruhestand verabschiedet

     
    Bei der Verabschiedung von Roland Balthasar in DeidesheimMit einer Feier in seinem Heimatort Deidesheim hat die Evangelische Heimstiftung Pfalz heute den langjährigen Einrichtungsleiter ihrer Wichern-Werkstätten, Roland Balthasar, in den Ruhestand verabschiedet. Insgesamt 30 Jahre hatte Balthasar die Werkstätten für Menschen mit psychischer Behinderung bei der Evangelischen Heimstiftung Pfalz geleitet. Mit seinem Willen, immer wieder Prozesse anzustoßen, seiner Tatkraft und seinem starken Charakter habe Balthasar vieles in den Wichern-Werkstätten zum Wohle der dort beschäftigten Menschen mit Behinderung aufgebaut, würdigte Oberkirchenrat Manfred Sutter das „große Engagement und reife Lebenswerk" des scheidenden Einrichtungsleiters.

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    „Die Wichern-Werkstätten und Roland Balthasar, das waren bisher zwei Seiten einer Medaille, die zusammengehören. Es fällt schwer, sich vorzustellen, dass es jetzt nicht mehr so ist," so Sutter weiter in seiner Laudatio. Der Vorstandsvorsitzende der Heimstiftung erinnerte daran, dass die Wichern-Werkstätten unter Balthasars Leitung kontinuierlich gewachsen seien und heute an ihren Standorten in Haßloch, Ludwigshafen, Landau, Speyer und Bellheim mehr als 500 Menschen mit psychischer Behinderung die Teilhabe am Arbeitsleben ermöglichen. Dieses Wachstum sei jedoch nicht vergleichbar mit der Expansion eines Wirtschaftsunternehmens, sondern vor allem eine Reaktion auf den steigenden Bedarf an Werkstatt-Arbeitsplätzen für Menschen mit psychischer Behinderung. „Menschen die Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen, die dazu außerhalb der Werkstatt keine Chance hätten, gehört zum diakonischen Auftrag, dem sich die Heimstiftung verpflichtet weiß", betonte Sutter. An der Verwirklichung dieses Auftrags habe Balthasar in all den Jahren sehr tatkräftig mitgearbeitet.

    Dr. Michael Köbler, Mitglied im Vorstand der Landearbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen Rheinland-Pfalz e.V., nutzte sein Grußwort zu, einer Standortbestimmung für den Bereich der Werkstätten. Bei ihrer Gründung in den 1970er Jahren als sozialpolitischer Meilenstein gefeiert, seien die Werkstätten für Menschen mit Behinderung zurzeit mehr denn je in die Kritik geraten. Vorgeworfen werde ihnen vor allem eine mangelnde Durchlässigkeit auf den ersten Arbeitsmarkt sowie fortwährend steigende Kosten aufgrund einer stetig wachsenden Zahl von Werkstatt-Beschäftigten. Übersehen werde dabei, dass für die meisten der bundesweit derzeit rund 300.000 Werkstatt-Beschäftigten die Werkstatt für Menschen mit Behinderung die einzige Möglichkeit sei, berufliche und gesellschaftliche Teilhabe zu erleben. Die Wichern-Werkstätten seien nicht zuletzt dank Roland Balthasar ein gutes Beispiel für die Durchlässigkeit, Bildungs- und Teilhabeorientierung einer modernen Werkstatt für Menschen mit Behinderung.

    Stellvertretend für die Einrichtungsleiter-Kollegen bei der Heimstiftung erinnerte der Leiter des Evangelischen Kinder-und Jugendheims Stauf Jürgen Freund an die langjährige Zusammenarbeit. Wie Freund erzählte, hätten er und Balthasar 1982 fast gleichzeitig im damals gerade erst gestarteten Wichern-Institut angefangen, Balthasar als Schreinermeister, Freund als Bezugstherapeut im Wohnbereich. Auch nachdem er an eine andere Einrichtung gewechselt sei, habe er das stete Vorwärtskommen der Wichern-Werkstätten, gepaart mit wirtschaftlichem Erfolg, immer beobachtet und bewundert, so Freund weiter An seinen langjährigen Kollegen gewandt sagte er: „Dein Name wird lange mit dem Erfolgsmodell Wichern-Werkstätten verbunden sein."

    Auch die MAV-Vorsitzende der Wichern-Werkstätten, Gudrun Weber, konnte auf eine lange gemeinsame Geschichte mit ihrem Einrichtungsleiter zurückblicken. Vor 32 Jahren, berichtete sie in ihrem Grußwort, habe sie bei Roland Balthasar eine Schreinerlehre begonnen. Dabei habe sie gelernt, wie Handwerk und soziales Handeln miteinander verknüpft werden können. Aus der damals kleinen Werkstatt habe Balthasar eine renommierte Einrichtung gemacht, die er mit seinen Visionen geprägt habe. Dabei sei er stets ein guter Chef gewesen, der sicher manche Ecken und Kanten hatte, andererseits aber oft auch für schnelle und menschliche Lösungen offen gewesen sei. Als Vertreter des Werkstattrats bedankte sich Peter Platz für die gute Zusammenarbeit mit der Interessenvertretung der in den Wichern-Werkstätten beschäftigten Menschen mit Behinderung und wünschte dem scheidenden Einrichtungsleiter, er möge die Zeit seines Ruhstandes so bunt gestalten wie es seine Kleidung immer war.

    In seinem mit besonders lang anhaltenden Beifall bedachten Schlusswort bedankte sich Roland Balthasar für alle Arten von Begegnungen in den hinter ihm liegenden Jahren. Seinem Nachfolger Stefan Schreiber, bisher als Technischer Leiter bei den Wichern-Werkstätten insbesondere für Auftragsakquise und Angebotskalkulation verantwortlich, wünschte er eine glückliche Hand bei seinen Entscheidungen.


    Unterbrochen wurden die Grußworte durch Video-Einspielungen, in denen Mitarbeiter und Beschäftigte aus den Werkstätten von gemeinsamen, oft heiteren Erlebnissen mit Balthasar berichteten und dabei mehr als einmal den trockenen Humor erwähnten, der diesen ausgezeichnet habe. Für die musikalische Umrahmung sorgte die in Frankenthal lebende Sängerin Jana Siebert mit vier gefühlvoll vorgetragenen deutschen Pop-Songs.

     
  • 23.11.2016 Wichern-Werkstätten erstmals beim Deidesheimer Weihnachtsmarkt

     
    Nur eines von zahlreichen Modellen der laWi-KollektionIhre laWi-Taschenkollektion werden die Wichern-Werkstätten in diesem Jahr erstmals auch auf dem Deidesheimer Weihnachtsmarkt anbieten. Die Angebotspalette der farbefrohen, aus hochwertigem Tuchloden in Handarbeit hergestellten Taschen beinhaltet neben Umhängetaschen in verschiedenen Größen auch passende Modelle für Handy, Tablet oder E-Book-Reader.
     

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    „Wir freuen uns sehr, dass wir die Zusage für einen der begehrten Stände beim Deidesheimer Advent bekommen haben," freut sich Stefan Schreiber, Leiter des Technischen Dienstes der Wichern-Werkstätten und ab 1. Dezember deren Einrichtungsleiter. Schließlich habe die Weihnachtsmarkt-Kommission die Werkstätten für Menschen mit psychischer Behinderung aus einer sehr großen Zahl von Bewerbern ausgewählt.

    Die „la Wi"-Taschen werden seit 2010 in der Stickerei und Taschenmanufaktur der Landauer Zweigstelle der Wichern-Werkstätten produziert. Besonderer Clou der Taschenfamilie sind die verschiedenfarbigen Taschenklappen, die sich bei den meisten Modellen dank eines Klettverschlusses beliebig austauschen lassen und es so ermöglichen, die Taschen farblich auf den individuellen Stil oder den jeweiligen Anlass abzustimmen. Eine Übersicht über die laWi-Taschenkollektion finden Sie hier

    Der Deidesheimer Weihnachtsmarkt findet an den vier Adventswochenenden jeweils von Freitag bis Sonntag statt und ist freitags ab 17 Uhr, samstags ab 14 Uhr und sonntags ab 11 Uhr geöffnet. Die Stände schließen an allen Tagen jeweils um 21 Uhr.

     

     
  • 15.11.2016 Abschied nach dreißig Jahren Werkstatt-Leitung

     

    Geht Ende November in RuhestandDreißig Jahre hat Roland Balthasar die Werkstätten für Menschen mit psychischer Behinderung bei der Evangelischen Heimstiftung Pfalz geleitet. Aus einem Werkstattbereich mit 20 Arbeitsplätzen, der ursprünglich an das Ludwigshafener Wichern-Institut angegliedert war, hat sich in dieser Zeit mit den Wichern-Werkstätten eine eigenständige Einrichtung entwickelt, die heute mehr als 500 Menschen mit psychischer Behinderung die Teilhabe am Arbeitsleben ermöglicht und Standorte in Haßloch, Ludwigshafen, Landau, Speyer und Bellheim unterhält. Ende des Monats geht Balthasar nun in den Ruhestand. Am 25. November wird er in einer Feierstunde im „Schmieders" in Deidesheim offiziell verabschiedet.

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    Als Gruppenleiter in der Schreinerei des Ludwigshafener Wichern-Instituts hatte Balthasar am 1. August 1982 bei der Evangelischen Heimstiftung Pfalz angefangen. Nicht nur für den frisch gebackenen Schreinermeister und ausgebildeten Vermessungstechniker war die Arbeit mit psychisch kranken Menschen damals Neuland. Auch das Wichern-Institut selbst hatte erst wenige Monate zuvor als bundesweites Modellprojekt für die medizinisch-berufliche Rehabilitation von psychisch kranken Menschen seine Arbeit aufgenommen. „Ich wollte damals nicht mehr unbedingt ins klassische Handwerk zurück. Das mit der Stelle im Wichern-Institut habe sich dann so ergeben und war von mir erst mal nur für ein Jahr geplant," erzählt der 63-jährige im Rückblick.

    Dass daraus schließlich 34 Jahre wurden, habe viel damit zu tun, dass es ihm die ganzen Jahre über möglich gewesen sei, Prozesse zu gestalten und immer wieder Neues anzufangen. „Ich bin kein Verwalter. Mir war wichtig, dass immer etwas voran geht", beschreibt Balthasar sich selbst. So wurde ihm 1986 die Werkstattleitung im Wichern-Institut übertragen. Um dem steigenden Bedarf an Werkstatt-Arbeitsplätzen für Menschen mit psychischer Behinderung gerecht werden zu können, eröffnete ein Jahr später in Speyer die erste Außenstelle. In den Folgejahren kamen weitere Standorte in Speyer, Bellheim und Landau dazu. Schließlich entschied der Stiftungsrat der Heimstiftung, den Werkstattbereich zum 1. Januar 2000 aus dem Wichern-Institut auszugliedern und als eigene Einrichtung weiterzuführen. Zum Einrichtungsleiter wurde Roland Balthasar ernannt.

    Stetig verändert hätten sich neben der Werkstatt über die Jahre auch die Rahmenbedingungen, sagt Balthasar: „Übergänge auf den ersten Arbeitsmarkt sind für die Beschäftigten heute deutlich schwieriger als früher. Im Gegenteil: der Arbeitsmarkt drängt immer mehr Leute raus." Seit etwa zehn Jahren kämen außerdem immer mehr jüngere Menschen mit psychischer Behinderung in die Wichern-Werkstätten. Auch dank seiner Ämter in überregionalen Gremien hatte Balthasar dabei immer die aktuellen Entwicklungen im Blick. So war er lange aktiv beim Bundeverband evangelische Behindertenhilfe, nahm mehrmals als Delegierter an der Jahreshauptversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen teil und leitete als Vorsitzender die Arbeitsgruppe Werkstätten für Menschen mit Behinderung bei der Arbeitsgemeinschaft Diakonische Behindertenhilfe und Psychiatrie Rheinland-Pfalz.

    Die letzte große organisatorische Veränderung, bei der Balthasar selbst mitgewirkt hat, war Anfang des Jahres die Einweihung des neuen Werkstattgebäudes in Haßloch und die Verlegung der zentralen Verwaltung von Ludwigshafen an den neuen Standort. Nun will er in seinem Ruhestand erst einmal ein Stück Distanz gewinnen zu seiner bisherigen Arbeit: „Nach 34 Jahren gibt es da doch eine dichte emotionale Bindung zu den Wichern-Werkstätten, das muss ich erst mal etwas auf Abstand bringen." Außerdem will sich der Deidesheimer nun vor allem den Dingen widmen, die einfach gut tun. Wer sein Nachfolger bei den Wichern-Werkstätten wird, steht bereits fest: Stefan Schreiber, der seit 2013 als Technischer Leiter bei den Wichern-Werkstätten insbesondere für Auftragsakquise und Angebotskalkulation verantwortlich war, wurde vom Stiftungsrat der Evangelischen Heimstiftung Pfalz zum neuen Einrichtungsleiter ernannt.

     

     
  • 11.11.2016 Fachtagungen zu den Themen „Sucht und Psychose" und „Legal Highs"

    Der Einrichtungsleiter des Rehabilitationszentrums am Donnerberg in Kirchheimbolanden, Dr. Uwe Reinert, hat in Zusammenarbeit mit Dr. Gerlinde Piepenhagen vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen Rheinland-Pfalz, am 26. Oktober eine Fortbildung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedener Krankenkassen aus Rheinland-Pfalz und Saarland durchgeführt. Thema der Veranstaltung, die im Rehabilitationszentrum am Donnersberg stattfand, war die medizinische Rehabilitation bei Rehabilitanden mit Doppeldiagnosen in Kirchheimbolanden.

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    Anhand von Fallbesprechungen und durch die Vorstellung zweier Rehabilitanden erläuterte Dr. Reinert das neue Rehabilitationskonzept seiner Einrichtung, insbesondere das Modul Sucht und Psychosen, und beantwortete viele Fragen. Anschließend konnten die Krankenkassen-Mitarbeiter bei einer Führung durch die Räumlichkeiten das Rehabilitationszentrum am Donnersberg näher kennenlernen. Die Teilnehmer waren von der Veranstaltung und dem Rehabilitationszentrum sehr begeistert.

    Eine weitere hochkarätige Veranstaltung – diesmal zum Thema „Legal Highs" - fand am 28. Oktober im Justizministerium in Mainz statt. Auch hier gehörte Dr. Uwe Reinert vom Rehabilitationszentrum am Donnersberg zu den Referenten, außerdem Dr. Jörg Röhrich vom Institut für Rechtsmedizin der Universität Mainz sowie Sandra Neu, Oberstaatsanwältin beim rheinland-pfälzischen Justizministerium. Im Mittelpunkt des Referats von Dr. Reinert standen praktische Erfahrungen mit den neuen psychoaktiven Substanzen (NPS) und synthetischen Drogen im Rahmen der stationären medizinischen Rehabilitation. Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fachtagung waren Richterinnen und Richter der Strafgerichtsbarkeit und Dezernentinnen und Dezernenten verschiedener Justizvollzugseinrichtungen.

     
  • 03.11.2016 Vernetzung von Suchtkrankenhilfe und Behindertenhilfe diskutiert

    Beratungsstellenbesuch Matthias RöschMöglichkeiten zu einer besseren Vernetzung von Behindertenhilfe und Suchtkrankenhilfe, aber auch aktuelle Probleme bei der Finanzierung der Suchtberatungsstellen standen im Mittelpunkt eines Gesprächs von Vertretern der Landesstelle für Suchtfragen mit dem rheinland-pfälzischen Landesbeauftragten für die Belange behinderter Menschen, Matthias Rösch, das am 26. Oktober in der Fachstelle Sucht in Landau stattfand.

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    „Rösch war auf Einladung der Landesstelle für Suchtfragen nach Landau gekommen, um sich über die Arbeit der Suchtberatungsstellen zu informieren. Insgesamt 1272 Klienten hätten die drei Suchtberatungsstellen der Evangelischen Heimstiftung Pfalz in Landau, Frankenthal und Neustadt an der Weinstraße im vergangenen Jahr betreut, berichtete deren Leiterin Meike Gottinger, die am Beispiel ihrer Einrichtung exemplarisch die Arbeit in der Suchtberatung erläuterte. Neben der Regelberatung gebe es in den Einrichtungen der Heimstiftung spezielle Fachdienste für pathologisches Glücksspiel, frauenspezifische Suchtarbeit, Prävention sowie Niedrigschwellige Angebote. Ute Zillmann, Bereichsleitung Suchttherapie in der Nidro Beratungsstelle Germersheim, informierte ergänzend über die Beratungstätigkeit des Therapieverbundes Ludwigsmühle. Das Angebot an Selbsthilfegruppen und die Präventionsarbeit des Blauen Kreuzes in Landau stellte dessen Vorsitzender, Rainer Hehl, vor. Menschen mit Behinderung seien sowohl in der Beratungsstelle als auch in den Selbsthilfeangeboten bisher eher selten anzutreffen, so die Erfahrung von allen dreien.

    Informationsmaterialien in leichter Sprache, Kontakte mit dem Landesverband der Gehörlosen wegen dem Einsatz von Gebärdendolmetschern, eine Erhebung über den Stand der Barrierefreiheit in den Beratungsstellen oder eine Zusammenarbeit mit den regionalen Behindertenverbänden, all das könnten für Matthias Rösch erste Schritte sein, um mögliche Barrieren abzubauen, die Menschen mit Behinderung bisher den Zugang zu den Angeboten der Beratungsstellen erschweren. Rudi Barth, Referatsleiter Psychiatrie und Sucht beim Caritasverband für die Diözese Trier, benannte darüber hinaus auch strukturelle Probleme: „Bisher denken wir Suchthilfe und Behindertenhilfe noch zu sehr als separate Säulen in der Hilfelandschaft. Das müssen wir aufbrechen." Im Bereich der stationären Suchtkrankenhilfe sei die Durchlässigkeit zwischen beiden Bereichen schon weiter ausgeprägt, insbesondere psychische Behinderungen seien dort bereits stärker im Blick, so die Erfahrung von Sibylle Reiter, Bereichsleiterin für den Bereich Suchtkrankenhilfe bei der Evangelischen Heimstiftung Pfalz. Bessere Chancen für Suchtkranke, Angebote der Eingliederungshilfe zu nutzen, wünschte Regina Seibel-Schnell, stellvertretende Vorsitzende der Liga der freien Wohlfahrtspflege. Sinnvoll seien etwa die Öffnung von Integrationsbetrieben und die Möglichkeit einer unterstützenden Beschäftigung auch für Suchtkranke.

    In der Suchtberatung geht uns finanziell langsam die Luft aus", benannte der Vorsitzende der Landesstelle für Suchtfragen, Achim Hoffmann, gleich zu Beginn eines der derzeit drängendsten Probleme des Arbeitsbereichs. Ursache sei der hohe Anteil von im Schnitt 40 Prozent der anfallenden Kosten, den die Träger von Suchtberatungsstellen selbst übernehmen müssten. Die Landesstelle fordere deshalb, dass die Träger Einnahmen, die sie durch zusätzliche fachliche Angebote wie Ambulante Rehabilitation oder Führerscheinkurse erzielen, in vollem Umfang zur Finanzierung ihres Eigenanteils nutzen können. Momentan dürfe ein Träger maximal 15 Prozent seines Eigenanteils über solche Erträge erwirtschaften. Erzielt er höhere Erträge, würden diese bei der Bezuschussung abgezogen. „Nach unserer Auffassung ließe die Landeshaushaltsordnung eine solche Regelung durchaus zu", so Hoffmann. „In Baden-Württemberg, das eine vergleichbare Haushaltsordnung hat, gibt es die von uns geforderte Regelung bereits."

     

     
  • 28.10.2016 Suchtprävention im Kino

    Rund 1200 Schüler bei zweiten Ludwigshafener JugendFilmTagen

    Hier sprechen die Jugendlichen z. B. über Motiven zum Konsum von Alkohol und NikotinMit Kinofilmen und Mitmach-Aktionen Schüler über die Gefahren von Alkohol und Nikotin aufklären – das wollen die JugendFilmTage, die von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) jetzt zum zweiten Mal in Ludwigshafen veranstaltet wurden. Rund 1200 Schüler aus Ludwigshafen, Frankenthal und dem Rhein-Pfalz-Kreis kamen dazu am 27. und 28. Oktober in den CineStar-Filmpalast im Ludwigshafener Walzmühl-Center. Die Fachstelle Sucht Frankenthal der Evangelischen Heimstiftung Pfalz war einer der lokalen Kooperationspartner bei der Veranstaltung.

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    „Schon die ersten Jugendfilmtage vor vier Jahren kamen sehr gut an. Jetzt haben wir noch mal mehr Resonanz. Wir sind quasi ausgebucht", freute sich Annette Schilling, die im Haus der Diakonie Ludwigshafen für die Suchtprävention zuständig ist, beim Pressegespräch zur Eröffnung. „Wir konnten diesmal auch viele Förderschulen und Realschulen Plus erreichen, außerdem werden zwei Flüchtlingsgruppen teilnehmen."

    Zwischen 200 und 250 Schüler waren zu den einzelnen Filmen jeweils angemeldet. Bereits eine Stunde vor der Filmvorführung konnten sie sich im Kino-Foyer an acht Mitmach-Stationen mit den Themen Nikotin und Alkohol auseinandersetzen. „Die Filme selbst sind keine Präventionsfilme im eigentlichen Sinn, sondern deutsche und amerikanische Spielfilme, die mit ihrer Handlung an die Lebenswelt von Jugendlichen anknüpfen und zur Auseinandersetzung mit dem Thema Rauchen und Alkohol anregen", erläuterte Bettina Brünner von der BZgA. „Auf jeden Fall brauchen die Filme dann noch eine Nachbereitung im Unterricht." Bereits im September hatte deshalb eine Schulung für Lehrkräfte stattgefunden, bei der diese mit Methoden der Suchtprävention vertraut gemacht wurden und ein Manual zur Nachbereitung der Filmwoche erhielten. Weitere Materialien gab es am Info-Point für Lehrkräfte, der während der beiden Tage im Kino-Foyer eingerichtet war.

    Multiplikatorenschulungen seien generell ein Schwerpunkt bei der Präventionsarbeit, erläuterte Anja Grey vom Fachdienst Prävention der Fachstelle Sucht Frankenthal. Ein Beispiel sei das Projekt MOVE zur motivierenden Kurzzeitintervention bei konsumierenden Jugendlichen, bei dem Kontaktpersonen von Jugendlichen in der Gesprächsführung über Suchtverhalten geschult werden. „Hier bei den Jugendfilmtagen haben die Schüler die Möglichkeit, die Ansprechpartner vor Ort kennen zu lernen, an die sie sich bei Suchtproblemen wenden können", so Grey weiter. „Das senkt die Hemmschwelle, sich bei Bedarf dort dann auch Hilfe zu suchen."

    „Mit den Jugendfilmtagen wollen wir auch als Stadt ein Zeichen dafür setzen, dass uns das Thema Suchtprävention wichtig ist.", betonte Verena von Hornhardt vom Rat für Kriminalitätsverhütung der Stadt Ludwigshafen. Erfolgreiche Präventionsarbeit sei gleichzeitig nur machbar durch möglichst viele Kooperationen. Kooperationspartner bei den JugendFilmTagen war neben dem CineStar-Filmpalast unter anderem die pronova BKK, die sich bereit erklärt hatte, die Eintrittsgelder in Höhe von drei Euro pro Person zu übernehmen. An den Mitmachständen waren Studierende der Ludwigshafener Fachschule für Sozialwesen und Auszubildende der BASF im Einsatz. „Das sind Tutoren, die wir in jedem unserer Ausbildungsjahrgänge als Ansprechpartner für die Suchtprävention wählen", erläuterte Oliver Eichhorn von der Sozialberatung der BASF. „Wenn jemand Suchtprobleme hat, bekommt das erfahrungsgemäß sein direktes Umfeld am schnellsten mit und es ist hilfreich, wenn dann auch aus der Peer-Group Ansprechpartner da sind, die helfen können."

    „Dass Präventionsarbeit wirkt, zeigen die Zahlen der jüngsten Drogenaffinitätsstudie", so Bettina Brünner. „Rauchen gehört in Deutschland nicht mehr zum Lebensgefühl junger Menschen. Der Anteil rauchender junger Menschen hat sich in den letzten 15 Jahren um zwei Drittel verringert und liegt mit einer Raucherquote von 7,8 Prozent bei den 12- bis 17-jährigen derzeit auf einem historischen Tiefstand." Der Konsum von E-Zigaretten und Shisha werde von der BZgA kritisch beobachtet, weil diese Produkte als Einstieg in den Zigarettenkonsum dienen könnten. Auch der Alkoholkonsum nehme bei den Jugendlichen erfreulicherweise kontinuierlich ab, und zwar sowohl die Zahlen beim Rausch-Trinken als auch die der wöchentlich Alkohol konsumierenden Jugendlichen.

     
  • 05.10.2016 Gesundheitstag zum Thema „Rücken Vital"

     

    Wie kann ich bei der Arbeit oder zu Hause meinen Körper entspannen und trainieren? Wie vermeide oder beseitige ich Verspannungszustände und Rückenleiden? Diese Fragen beschäftigten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Evangelischen Jugendhilfezentrums Worms beim diesjährigen Gesundheitstag der Einrichtung.

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    Referentin Sandra Zebrowski, ausgebildete Yogalehrerin und häufig in Firmen für Gesundheits-Workshops angefragt, verschaffte sich während der Vorstellungsrunde zunächst ein Bild über die Tätigkeiten und körperlichen Belastungen der einzelnen Mitarbeiter. Nach Informationen zum Aufbau der Wirbelsäule und deren Funktion für den Körper und dessen Bewegungsmöglichkeiten folgte dann der praktische Teil: anhand von einfachen Übungen demonstrierte Sandra Zebrowski, was jeder einzelne tun kann, um im Verlauf des Arbeitsalltags oder in seiner Freizeit seinen Körper zu entspannen, zu trainieren und Verspannungszustände oder gar ein Rückenleiden zu vermeiden.

    Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten viel Spaß bei den Übungen und diskutierten rege mit der Referentin. Am Ende des Gesundheitstages gingen alle Teilnehmer ganz entspannt an ihre Arbeitsplätze zurück. Die Mitarbeitervertretung des Evangelischen Jugendhilfezentrums Worms, die den Gesundheitstag organisiert hatte, plant, in Kooperation mit der Einrichtungsleitung auch im nächsten Jahr wieder einen Gesundheitstag anzubieten.

     
  • 23.09.2016 Getrommelte Anfeuerung beim Nibelungenlauf

     

    Inzwischen schon ein fester Bestandteil beim Wormser Nibelungenlauf
    Am Sonntag, 11. September 2016, fand in Worms der 13. Nibelungenlauf statt. Auch das gruppenübergreifende Trommelensemble des Evangelischen Jugendhilfezentrums Worms durfte hierbei nicht fehlen. Wie schon in den Jahren zuvor hatte der Veranstalter die Gruppe eingeladen, sich wieder zu beteiligen.

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    Um 10 Uhr begann der Lauf durch die Wormser Innenstadt. Die Trommelgruppe begeisterte bei sonnigem Wetter die Teilnehmer und das Publikum sowohl mit eingeübten als auch mit spontan improvisierten Trommeleinheiten. Elf Kinder und Jugendliche feuerten die 2160 Läuferinnen und Läufer mit energetischen Rhythmen an. Besonders die Schüler unter den Läufern wurden dabei lautstark unterstützt.

    Für die Kinder der Trommlergruppe ist es immer wieder ein besonderes Highlight, mitten in Worms trommeln zu dürfen und die zahlreichen Läufer, meist applaudierend oder mit hochgereckten Daumen, auf sich zukommen zu sehen. Auftritte dieser Art sind wichtiger Bestandteil der pädagogischen Arbeit, zeigen sie doch den Kindern auf, wofür es sich lohnt am Ball zu bleiben und kontinuierlich zu üben. Neben dem Spaß, tanken die jungen Trommler auch noch jede Menge Selbstvertrauen, und ein Eis darf es an so einem heißen Tag natürlich auch noch sein.

     
  • 21.09.2016 Wormser Trommelgruppe bereichert Mittelalter-Spektakel in Waldsee

     

    Auftritt beim Mittelalterspektakel in Waldsee  Einen ganzen Sonntag über zeigten die Kinder aus der Trommelgruppe des Evangelischen Jugendhilfezentrums Worms und ihre Betreuer auf dem Mittelalter-Spektakel in Waldsee ihr Können. Nur durch kurze Pausen unterbrochen begeisterten sie spürbar die Besucher. Immer wieder hörte man anerkennende Beifallsbekundungen und rhythmisches Mitklatschen. Von den Organisatoren der Veranstaltung gab es dafür ein großes Dankeschön: der Gesamterlös der Veranstaltung wurde in diesem Jahr an das Evangelische Jugendhilfezentrum Worms gespendet.

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    Begeistert von den Darbietungen der Trommelgruppe bei früheren Auftritten hatten die Organisatoren des Mittelalterfestes die Kinder und Jugendlichen für einen Auftritt in diesem Jahr gebucht. Mit ihrer Leistung, der guten Laune und ihrem Durchhaltevermögen erspielten sich die jungen Trommler auch in Waldsee die Anerkennung der Besucher. Auch an die zur Veranstaltung passende Kleidung hatte die Trommlergruppe gedacht und schon Wochen vorher Kostüme geschneidert und angepasst.

    Immer wieder bezog die Trommelgruppe Kinder aus dem Publikum mit ein, die sich an den Rhythmusgeräten ausprobieren konnten. Hemmschwellen wurden dabei dank der motivierenden Einladungen durch die Trommler und ihre Betreuer spielend überwunden. Begeisterte Augen der Neumusiker und stolze Eltern waren das Ergebnis. Auch von den Kindern aus Worms hatten sich viele Eltern auf den Weg nach Waldsee gemacht, um ihre Darbietung zu unterstützen. Überhaupt stieß das Mittelalter-Spektakel auf reges Interesse. Der Besucherandrang am Sonntag war groß und die Veranstalter sehr zufrieden.

    Selbstverständlich konnten auch die Teilnehmer der Trommelgruppe selbst in die Welt des Mittelalters eintauchen und sich an den Darbietungen erfreuen. Besondere Begeisterung zeigten sie bei den Vorführungen von Schwertkämpfen und asiatischer Kampfkünste. Daneben gab es Einblicke in die Schmiedetechnik zur Fertigung der Schwerter, Vorführungen der Spindeltechnik zur Herstellung von Stoffen, aber auch das mühsame Flechten von Tragegefäßen mit Originalwerkzeugen weckte Interesse für die mittelalterliche Zeit. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt. Schupfnudeln mit Krautsalatwaren waren dabei der Renner und rundeten die Veranstaltung ab.

    Das Üben für Auftritte wie in Waldsee ist integraler Bestandteil bei der didaktischen Wochenplanung für die Kinder der Trommelgruppe. Diese werden in zwei Tagesgruppen des Evangelischen Jugendhilfezentrums Worms betreut. Weil es den Kindern neue Erfahrungen ermöglicht, eine erhöhte Selbstwirksamkeit erleben lässt und ein verbessertes Sozialverhalten auf der Grundlage eines gesteigerten Selbstwertes fördert ist Trommeln dort schon seit einigen Jahren ein wichtiger Bestandteil der pädagogischen Arbeit.

    Möglicherweise werden die Trommler aus Worms übrigens auch im nächsten Jahr wieder in Waldsee dabei sein, wenn das Mittelalter-Spektakel dann zum sechsten Mal stattfinden wird.

     
  • 19.09.2016 Ausflug und Telefonsprechstunde zum Aktionstag Glücksspielsucht

     

    Eine Telefonsprechstunde zum Thema Glücksspielsucht bietet die Fachstelle Sucht Neustadt an der Weinstraße am 28. September in der Zeit von 9 – 12 Uhr an. Das Angebot der Fachstelle Sucht findet im Rahmen des landesweiten Aktionstags Glücksspielsucht des Landes Rheinland-Pfalz statt. statt. Es richtet sich an alle, die entweder selbst von übermäßigem Glücksspiel, Computerspiel oder suchtartiger Internetnutzung betroffen sind oder sich Sorgen um Angehörige und Freunde machen.

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    Unter der Telefonnummer 06321 / 927498-20 steht Beraterin Jeanette Kriegel im Rahmen der Telefonsprechstunde für Informationen und eine erste Beratung zur Verfügung. Ebenso können zeitnah Termine für ein persönliches Gespräch vereinbart werden. Bei Bedarf ist auch eine Beratung in Englisch, z.B. für Menschen mit Migrationshintergrund, möglich.

    Ebenfalls im Rahmen des landesweiten Aktionstages Glücksspielsucht hatten die Fachdienste Glücksspielsucht der Evangelischen Heimstiftung Pfalz in Neustadt an der Weinstraße sowie der Diakonie Pfalz in Kaiserlautern, Bad Dürkheim und Ludwigshafen am ersten September-Wochenende für von Glücksspielsucht Betroffene, ihre Angehörigen und Freunde einen Ausflug in den Mannheimer Luisenpark organisiert.

    Beraterin Jeannette Kriegel (Fachstelle Sucht Neustadt) und ihre Kollegen Kay Toewe (Fachstelle Sucht Ludwigshafen) und Christoph Einig (Fachstelle Sucht Kaiserslautern) hatten den Ausflug organisiert, weil es nach ihrer Erfahrung für Betroffene von Glücksspielsucht manchmal gar nicht so einfach ist, ihre Freizeit zufriedenstellend zu gestalten. Auch nachdem Abstinenz vom Spielen erreicht ist, bleibt das Geld oft noch knapp, ist kein Auto vorhanden oder fehlen Freunde und Bekannte, die Verständnis haben und nicht selbst spielen.

    Ihre Erlebnisse an diesem Tag beschreibt ein Ehepaar aus der Neustadter Gruppe so: „Nach einem gemütlichen selbst mitgebrachten Frühstück und nach kurzem Kennenlernen spazierten wir teils barfuß durch den wunderschönen Luisenpark. Große Abenteuer, wie Hängebrücken, Wasser und Felsen wurden locker gemeistert. Danach wurden noch die tollen Pflanzen bestaunt und das Schmetterlingshaus besucht. Der Abschluss des gemeinsamen Tages endete bei netten Gesprächen und beim Chillen auf einer Wiese."

    Groß sei in der Gruppe auch das Erstaunen gewesen, dass für wenig eingesetztes Geld so viel geboten wurde, berichten die Organisatoren. „Vielleicht hat hier eine gemeinsame Tradition ihren Anfang genommen", empfanden nicht nur sie den Ausflug als eine lohnende Aktion: „Beim Abschied wurde von den Teilnehmern für nächstes Jahr ein Wiedersehen an gleicher Stelle gewünscht."

     
  • 07.09.2016 Dreimal Gold für Schillerhain-Mitarbeiter

     

    Seit 25 Jahren gilt das Engagement von Eva Schottek, Cornelia Trautmann und Andreas Kuhnle den Kindern und Jugendlichen im Heilpädagogium Schillerhain. Dafür werden die drei am 11. September mit dem Goldenen Kronenkreuz der Diakonie geehrt. Landesdiakoniepfarrer Albrecht Bähr persönlich wird im Gottesdienst um 10 Uhr in der Kirchheimbolandener Paulskirche die Auszeichnung überreichen, die das Diakonische Werk für eine langjährige Tätigkeit im Bereich der Diakonie verleiht.

     

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    „Der Tag ist schön, wenn ein Kind lacht", ist für Eva Schottek eine ihrer pädagogischen Grundsätze. Die Arbeit mit den acht Mädchen und Jungen in ihrer Wohngruppe „Schwalben" ist der Erzieherin auch nach 25 Jahren immer noch ein Herzensanliegen. Bereits als Berufspraktikantin war Eva Schottek 1991 zu den „Schwalben" gekommen und ist dieser Wohngruppe – einer von insgesamt 16 auf dem Gelände des Heilpädagogiums Schillerhain – all die Jahre über treu geblieben. Unzählige Ferienfreizeiten „ihrer" Gruppe hat sie seitdem begleitet. Der Herausforderung, zwei Wochen lang während der Sommerferien mit einer Schar von Kindern und Jugendlichen zwischen sechs und sechzehn Jahren unterwegs zu sein, stellt sie sich immer noch gerne. Denn unterwegs zu sein mit Kindern, ihnen die Welt zu zeigen und zu erklären, ist für die 46-jährige eine sehr erfüllende Aufgabe. Auch bei den jährlichen Sommerfesten des Heilpädagogiums Schillerhain ist Eva Schottek übrigens kaum wegzudenken, ist sie es doch, die regelmäßig die Maschine für die Zuckerwatte organisiert.

    Noch ein Jahr länger als ihre Kollegin arbeitet Cornelia Trautmann im Heilpädagogium Schillerhain. Mit viel Begeisterung bringt sie insbesondere ihr kreatives Talent bei der Arbeit ein. Egal ob es um das Dekorieren der Wohngruppe passend zur Jahreszeit geht, um Schattenspiel, Puppentheater, Henna-Malerei oder Schmuck basteln: Cornelia Trautmann hat immer eine passende Idee parat. Zugute kommt ihr dabei nicht zuletzt die Begabung, auch mit wenig Material ansprechende Kreationen schaffen zu können. So gelingt es Cornelia Trautmann, eine angenehme, kindgerechte Atmosphäre zu schaffen, in der sie sich konsequent und einfühlsam um die Belange der Kinder und Jugendlichen kümmert. Gerade deshalb möchte die Erzieherin auch die Eltern der Kinder und Jugendlichen möglichst intensiv bei der pädagogischen Arbeit mit einbeziehen und ihnen dabei verdeutlichen, welch große Bedeutung sie für ihre Kinder haben.

    Für Andreas Kuhnle ist das Heilpädagogium Schillerhain nicht nur Arbeitsplatz, sondern auch Wohnort. Seit seinem ersten Arbeitstag am 1. Mai 1991 lebt er in einer Wohnung auf dem Gelände der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung. Seine eigene Begeisterung für die Natur gibt der Heilpädagoge und Erzieher gerne an die Kinder und Jugendlichen der Einrichtung weiter. Häufig sieht man ihn mit Kindern draußen auf dem Weg in die Stadt oder in den Wald, beim Steine sammeln im Steinbruch oder beim Sammeln von Kräutern und Pilzen, die anschließend weiterverarbeitet werden. Ebenso ansteckend ist seine zweite große Leidenschaft, das Fotografieren. Kuhnles besonderes Engagement für die Interessen und Belange der Kinder und Jugendlichen zeigt sich nicht zuletzt in der für ihn so charakteristischen Frage „darf ich mal ehrlich sein", mit der er immer wieder scheinbar Selbstverständliches hinterfragt, Erklärungen einfordert und wichtige Anstöße für Veränderungen gibt. Es ist ein besonderes Anliegen von Andreas Kuhnle, ausgehend von den Stärken der Kinder zu arbeiten.

    Die Verleihung der Goldenen Kronenkreuze durch Landesdiakoniepfarrer Albrecht Bähr erfolgt im Rahmen des Sonntagsgottesdienstes der Protestantischen Kirchengemeinde Kirchheimbolanden. Predigt und Liturgie übernimmt Gemeindepfarrer Gerhard Ehrlich. Anschließend findet ein kleiner Stehempfang statt.

     

     
  • 01.09.2016 Neue Kursangebote der Erziehungsberatung Kirchheimbolanden

     

    Die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche (Erziehungs- und Familienberatung) im Haus der Diakonie in Kirchheimbolanden bietet in diesem Herbst drei Kurse bzw. Gruppen für interessierte Eltern oder deren Kinder an. Die Angebote haben unterschiedliche Schwerpunkte, versuchen aber immer, gemeinsam mit den Ratsuchenden Wege für ein leichteres und positiveres Miteinander zu finden.

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    Im ersten Gruppenangebot für Kinder aus Trennungs- und Scheidungsfamilien stehen die betroffenen Kinder im Mittelpunkt. In einer kleinen Kindergruppe haben sie die Möglichkeit, ihre eigene Trennungssituation mit anderen Kindern unter fachlicher Begleitung und Anleitung zu bearbeiten. Die Kinder sollen lernen, mit den Veränderungen in der Familie zu recht zu kommen und einen eigenen Standpunkt zu finden. Geplant sind 10 wöchentliche Treffen zu je einer Stunde mit einem zusätzlichen Vor- und Nachgespräch mit den einzelnen Familien. Die Gruppe soll Ende September beginnen.

    Das zweite Angebot ist ein Erziehungstraining für ratsuchende Eltern („Elternschule"), in dem Eltern nach neuen Ideen und Wege suchen, um die Eltern-Kind-Beziehung zu stärken, durch Erweiterung der eigenen Kompetenzen und besseren Nutzung der eigenen Ressourcen. Neue Erziehungsstrategien werden vermittelt und eingeübt. Geplant sind 5 wöchentliche Treffen mit einem Vorgespräch für nähere Informationen. Die Gruppe startet Ende Oktober. Die letzte Gruppe beginnt Anfang Oktober und richtet sich an Mädchen zwischen 12 und 14 Jahren. In einem geschützten Rahmen können sie sich unter fachlicher Begleitung austauschen. Die Gruppe bietet dabei einen „FreiRaum", um über altersspezifische Themen.

     
  • 18.08.16 Im Praxis-Workshop soziale Kompetenzen trainiert

    Teilnehmerin beim Workshop der FAI

     

    Erstmals haben die Fachdienste für Arbeit und Integration (FAI) mit fünf jungen Teilnehmern, die eine Qualifizierung auf den ersten Arbeitsmarkt absolvieren, in ihren Räumlichkeiten in Ludwigshafen einen Trainings-Workshop zum Thema „Soziale Kompetenzen" durchgeführt.

     

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    Nach einer ersten Vorstellungsrunde wurden Konfliktsituationen, die am Arbeitsplatz und in der Freizeit entstehen können, erarbeitet und der Umgang mit ihnen in praktischen Beispielen geübt. Anschließend konnte das Gelernte beim Besuch eines Eiscafé umgesetzt werden.

    Die Teilnehmer aus dem Bereich Persönliches Budget Berufsbildungsbereich absolvieren ihre berufliche Qualifizierung statt in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung in einem Betrieb des ersten Arbeitsmarktes. Je nach ihren individuellen Fähigkeiten werden sie für einen bestimmten Arbeitsplatz, z.B. in der Küche oder in einer Bäckerei, qualifiziert.

    Ziel ist es, dass sie nach der 2 Jahre und 3 Monate dauernden Qualifizierung in ein reguläres Arbeitsverhältnis übernommen werden. Die Fachdienste für Arbeit und Integration koordinieren den gesamten Prozess, und sind für die Qualitätssicherung sowie Schulung der Teilnehmer zuständig.

    Die Fachdienste planen, in Zukunft weitere Trainings-Workshops zu Themen durchzuführen, die den Teilnehmern an ihrem Arbeitsplatz begegnen.

    Oliver Karfus