Willkommen bei der EVH Pfalz


Neuigkeiten Archiv 1

 
  • 27.04.2017 Mit dem Lama durch die Weinberge

     

    Höhepunkt im Ferienprogramm der Tagesgruppe RobinsonWeihnachten 2016 stand vor der Tür und wie jedes Jahr stellte sich die Frage nach einem Geschenk für die Kinder aus der Tagesgruppe des Evangelischen Jugendhilfezentrums Worms. Nach einigen Überlegungen erwähnte ein Mitarbeiter, dass er schon mal von einer Lama-Wanderung gehört habe. Nach kurzer Internetrecherche war eine ganze Herde Lamas in der Umgebung gefunden, und nach einem Telefonat mit dem Pfälzer Urgestein Michael Börstler stand fest: die Gruppe begibt sich in den Osterferien auf diese Trekkingtour.

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    Nun war es so weit, die Kinder und Betreuer fuhren in den Osterferien nach Ungstein, einen Stadteil von Bad Dürkheim. Einige skeptische Blicke zeigten sich, als es hieß, das Ziel sei erreicht und man sich mitten in einem Wohngebiet befand. Nach einer herzlichen Begrüßung durch Michael und Anja Börtler, die Eigentümer der Lama-Herde, führten sie die Gruppe an einem Weg neben ihrem Haus entlang auf mehrere Weiden. Dort standen zahlreiche Tiere. Schnell bemerkten die Kinder, dass die Tiere unterschiedlich groß sind und die Frage kam auf, ob dies am Alter lege. Doch Michael Börtler erklärte, dass es sich bei den Tieren um unterschiedliche Rassen handele und hier nicht nur Lamas, sondern auch Alpakas ständen.

    Nach einer Einweisung im Umgang mit den Tieren, wurden diese gehalftert und jedem Kind wurde die Verantwortung für ein Tier übertragen. Durch das Striegeln der Lamas und Alpakas konnten sich alle mit ihrem Tier vertraut machen. Und schon ginge es bei strahlendem Sonnenschein los durch die Weinberge rund um Bad Dürkheim. Auf dem Weg war darauf zu achten, dass die Tier in einer Reihe, hintereinander laufen und nichts vom Wegrand fressen. Das ruhige, kontaktfreudige und freundliche Wesen der Tiere sorgte schnell für Vertrautheit. Selbstbewusst, motiviert und entspannt führte jedes Kind sein Lama oder Alpaka.

    Nach der Hälfte des Weges machten alle eine Pause. Während Michael Börtler die Tiere mit den Kindern zum Fressen von Gras und Blättern festband, tischte Anja Börtler eine große Pfälzer Brotzeit auf. So kamen alle auf ihre Kosten. Nach drei Stunden waren wir zurück auf der Weide der Familie Börstler und der Abschied von den Lamas und Alpakas fiel allen schwer. Zur Erinnerung an die erfolgreich abgeschlossene Lama-Wanderung erhielten sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen eine Urkunde, mit der sie zu Lameros ernannt wurden.

    An diesem Tag konnten alle Teilnehmer nicht nur viel Wissen über Lamas und Alpakas mitnehmen, etwa, dass sie nur Pack- und Begleittiere sind, nur Spucken, wenn sie geärgert werden oder sich bedroht fühlen, sie es unnötig machen, den Rasen zu mähen und Unkraut zu zupfen, eine Toilette benutzen und das Fell kuschlig weich ist. Sie konnten auch ihre eigenen Stärken wahrnehmen und entdecken.

     

    Jennifer Bunn
    Tagesgruppe Robinson Worms

     
  • 25.04.2017 Bundesweit einmaliges Hilfsprogramm für auffällige Jugendliche in Mainz gestartet

    „Multisystemische Therapie“ setzt auf intensive therapeutische Arbeit mit den Familien

     

    Was tun mit Jugendlichen, die immer wieder durch aggressives Verhalten auffallen, Drogen konsumieren, den Schulbesuch verweigern und schon die eine oder andere Straftat begangen haben? Seit Anfang des Jahres soll in Mainz ein neues Angebot dabei helfen, dass auch diese Jugendlichen eine Zukunftsperspektive haben. „Multisystemische Therapie" (MST), nennt sich das Konzept, das auf eine mehrmonatige, höchst intensive pädagogische und psychologische Arbeit mit den Familien von sogenannten sozial auffälligen Jugendlichen setzt. Ein Team des Heilpädagogiums Schillerhain aus Kirchheimbolanden hat damit begonnen, MST in Mainz zu etablieren.

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    Entwickelt wurde das Konzept der Multisystemischen Therapie vor rund 30 Jahren in den USA. In vielen Bundesstaaten der USA, aber auch in Kanada, Australien, Neuseeland, Chile und einer Reihe von europäischen Ländern wie der Schweiz, den skandinavischen Staaten, Großbritannien, Belgien und den Niederlanden wird MST schon seit einigen Jahren erfolgreich eingesetzt. Deutschland hingegen war bisher ein weißer Fleck auf der MST-Landkarte: das Mainzer MST-Team ist das erste und bisher einzige in der Bundesrepublik. Und das, obwohl das MST-Konzept offensichtlich erfolgreich ist. „MST ist wissenschaftlich so gut untersucht und evaluiert wie keine andere Jugendhilfemaßnahme. Inzwischen gibt es weltweit rund 500 lizensierte MST-Teams, die mit jährlich 23.000 Jugendlichen arbeiten. Und alle diese Fälle werden evaluiert. Zahlen aus der Schweiz belegen zum Beispiel, dass über 80% der Jugendlichen auch 1 ½ Jahre nach Abschluss der Maßnahme weiter in ihren Familien leben, eine Schule besuchen oder eine Ausbildung machen und keine strafbaren Delikte mehr begangen haben," berichtet der Einrichtungsleiter im Heilpädagogium Schillerhain, Gert Geister.

    Geister sieht deshalb in der MST eine sinnvolle Ergänzung zum bisherigen Hilfeangebot seiner Einrichtung, die in Mainz und Alzey schon länger Tagesgruppen sowie ambulante Hilfen für Familien anbietet und an ihrem Stammsitz im nordpfälzischen Kirchheimbolanden ein breites Angebot von Wohngruppen mit unterschiedlichen pädagogischen Konzepten sowie eine Förderschule mit dem Schwerpunkt sozial-emotionale Entwicklung vorhält. In Mainz ist zunächst ein dreiköpfiges Team für das MST-Angebot zuständig, das seinen Sitz in der Saalestraße 1 im Stadtteil Gonsenheim hat. Für die organisatorische Leitung des Teams verantwortlich ist Psychologin Sarah Stucky, Bereichsleiterin für den Psychologisch-Therapeutischen Dienst des Heilpädagogiums, dem das MST-Team organisatorisch zugeordnet ist.

    Für Barbara Weil, die Teamkoordinatorin des Mainzer MST-Teams, unterscheidet sich die MST in mehreren Punkten von anderen Jugendhilfe-Konzepten. „Zunächst mal ist die MST sehr, sehr intensiv. Im Schnitt drei Mal pro Woche, im Bedarfsfall aber auch fast täglich, sind die MST-Mitarbeiter vor Ort in der Familie. Während der vier bis sechs Monate, die eine Maßnahme läuft, sind sie außerdem rund um die Uhr für die Familien erreichbar," berichtet die Psychologin. Ein weitere Unterschied: die MST-Mitarbeiter arbeiten vorrangig nicht mit den Jugendlichen selbst, sondern mit deren Umfeld, vor allem mit den Familien. „Die Jugendlichen haben meist gar keinen Leidendruck, etwas zu verändern. Gerade bei Störungen des Sozialverhaltens geht es aber oft darum, dass Eltern nicht in ausreichendem Maß Regeln aufgestellt und durchgesetzt oder Erwartungen ausgesprochen haben," erläutert Weil den Ansatz.

    Schließlich: bei der MST arbeiten die Mitarbeiter nach einem vorgegebenen, klar strukturierten Programm: „Zunächst werden mit der Familie klare, messbare Ziele festgelegt. Bei jedem Punkt schauen wir zusammen mit der Familie dann genau: welche Faktoren spielen für das auffällige Verhalten des Jugendlichen da eine Rolle? Wo gibt es Stärken in der Familie, die bei einer Veränderung hilfreich sein können? Welches Ziel muss zuerst in Angriff genommen werden? Durch welche konkreten Maßnahmen kann hier eine Veränderung erreicht werden?" beschreibt Weil das Vorgehen. „Jede vereinbarte Maßnahme wird möglichst umgehend auf ihre Wirksamkeit hin überprüft. Und wir achten darauf, die Eltern immer aktiv in Handlung zu halten. Schließlich sollen sie ja in der Lage sein, am Ende der Maßnahme Probleme selbst zu lösen und eigenständig das Handwerkszeug, das sie während MST bekommen haben, anzuwenden," so die Psychologin.

    Jeder einzelne Schritt wird dabei von den MST-Mitarbeitern genau dokumentiert. Jede Woche bespricht Weil mit den Teammitgliedern die einzelnen Fälle. Ihre Aufgabe als Teamkoordinatorin ist es, darauf zu achten, dass die MST-Systematik konsequent eingehalten wird. Hinzu kommen wöchentliche Fallbesprechungen des Teams mit einer erfahrenen MST-Expertin in den USA, die vor allem die Einhaltung der MST-Prinzipien und des MST-Prozesses in jedem einzelnen Fall überprüft. Monatliche Entwicklungsgespräche sind ebenfalls fester Bestandteil des Konzeptes. „Natürlich ist das viel Dokumentation," gesteht Weil ein, „aber gerade die ständigen Feedback-Schleifen helfen uns, effizient zu arbeiten und die Prinzipien einzuhalten, mit denen der Erfolg der Maßnahme steht und fällt."

    Weil und Geister sind zuversichtlich, MST bald nicht nur in Mainz anbieten zu können. Außer dem Mainzer Jugendamt haben bereits schon weitere Jugendämter ihr Interesse bekundet, MST in das Spektrum ihrer ambulanten Hilfen zur Erziehung aufnehmen zu wollen. Mehr als 45 Minuten Anfahrt sollten allerdings wegen der intensiven Betreuung der Familien nicht anfallen, betonen sie. Geplant ist, bei entsprechender Nachfrage das Team um zwei weitere Mitarbeiter zu vergrößern. Bis zu 16 Fälle gleichzeitig könnten dann in Mainz und Umgebung betreut werden. „Selbstverständlich werden wir unsere Erfahrungen mit dem neuen Konzept kontinuierlich auswerten," betonen die beiden. Außerdem habe schon eine Universität Interesse an einer wissenschaftlichen Begleitung bekundet.

     

     
  • 12.04.2017 Geburtstagsfeier mit Langzeit-Effekt

    Evangelisches Jugendhilfezentrum Kaiserslautern pflanzt zum Einrichtungsjubiläum sechs Obstbäume

     

    Zusammen mit Kindern und Mitarbeitenden aus dem Evangelischen Jugendhilfezentrum Kaiserslautern freuen sich Revierförster Klaus Platz (oberste Reihe, ganz links), Volksbank-Vorstand Alexander Kostal (rechts daneben) sowie Einrichtungsleiterin Elke Lambert (Reihe davor, ganz links) über den ersten gepflanzten BaumDas 60-jährige Bestehen ihrer Einrichtung feiern und gleichzeitig einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten – das wollten die Verantwortlichen im Evangelischen Jugendhilfezentrum Kaiserslautern. Mit einer Baumpflanzaktion am Kaiserslauterer Vogelwoog haben sie diese Idee jetzt umgesetzt. Sechs kleine Obstbäume - je ein Baum für jedes Jahrzehnt, in dem die Einrichtung existiert – stehen seit 11. April an der Sitzgruppe in der Nähe des Waldparkplatzes am Kaiserslauterer Vogelwoog.

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    Über 30 Kinder und Jugendliche sind an diesem Morgen mit ihren Erziehern an den Vogelwoog gekommen. Sie besuchen die fünf Tagesgruppen oder leben in den zwei Wohngruppen, die das Evangelische Jugendhilfezentrum Kaiserlautern verteilt über das gesamte Stadtgebiet betreibt. Auch aus der Tagesgruppe in Ramstein und den beiden Wohngruppen in Enkenbach-Alsenborn ist eine Abordnung da. „Unsere Kinder kennen diesen Platz ziemlich gut", erzählt Elke Lambert, die seit 18 Jahren die Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung der Evangelischen Heimstiftung Pfalz leitet. „Erst letzte Woche hat unsere Tagegruppe ‚Drachenzauber' hier während der Lautrer Kehrwoche wieder sauber gemacht. Und auch sonst sind unsere Gruppen regelmäßig hier."

    Mit von der Partie sind an diesem Morgen auch Alexander Kostal vom Vorstand der Volksbank Kaiserslautern und seine Mitarbeiterin Kathrin Weiß. Die Volksbank hat die je zwei Apfel-, Birnen- und Pflaumenbäume gestiftet, die gleich am Hang zwischen dem Vogelwoog und der oberhalb gelegenen Sitzgruppe am Holzweg gepflanzt werden sollen. „Wir unterstützen sehr gerne Aktionen, bei denen das Thema Nachhaltigkeit im Mittelpunkt steht. Als Genossenschaftsbank haben wir dieses Thema ja quasi schon in unseren Statuten. Und welche Aktion hat mehr mit Nachhaltigkeit zu tun, als wenn es um Kinder geht und darum, Bäume zu pflanzen?" begründet Kostal, warum die Volksbank nicht lange überlegen musste, um ihre Unterstützung zuzusichern.

    Bevor die eigentliche Arbeit beginnt, erklärt zunächst Revierförster Klaus Platz seinen jungen Zuhörern, warum er die Aktion für etwas ganz Besonderes hält: „Von den Bäumen, die wir heute pflanzen, haben in den nächsten 60, 70 Jahren ganz viele etwas," berichtet er von Wildbienen und Hummeln, die von den von den Pollen der Obstbaumblüten leben, von Rehen und Wildschweinen, die sich von den Früchten ernähren, und von Vögeln und Fledermäusen, die dann, wenn die Bäume alt geworden sind, in Asthöhlen einziehen können. „Und ihr selbst könnt in ein paar Jahren auch die Früchte von diesen Bäumen ernten und mit nach Hause nehmen," schließt er. Allerdings, mahnt Platz, bräuchten die Bäume, besonders, so lange sie noch jung sind, auch Pflege und Unterstützung: „Im Moment ist es sehr trocken im Wald. Wenn ihr nicht jede Woche herkommt und den kleinen Bäumen einen Eimer Wasser bringt, gehen sie wahrscheinlich kaputt."


    Eifrig machen sich die Kinder anschließend unter Anleitung des Försters an die Arbeit. Gleich an mehreren Stellen begannen sie, Löcher für die jungen Bäume auszuheben. Durch die vielen Wurzeln und Steine im Untergrund wird das Graben zu einer echten Herausforderung. Aber mit etwas Unterstützung durch die Erwachsenen sind schon bald die ersten Löcher tief genug, um bepflanzt zu werden. „Ganz toll macht ihr das," lobt Platz, „Ihr müsst jetzt die Wurzeln ganz fest mit der Erde verbinden und dann ganz viel Wasser drauf tun, der Baum hat Durst", gibt er gleich die nächsten Anweisungen, bevor er sich daran macht, mit dem Vorschlaghammer einen Stützpfahl in den Boden zu treiben. „Ohne die Stütze würden die jungen Bäume bei einem Sturm oder bei starkem Schnee leicht abbrechen", erklärt er seinen jungen Zuhörern. Zum Schluss kommt noch eine Baumschutzspirale aus Kunststoff um den Stamm. „Die verhindert, dass Rehböcke die Rinde zerstören, wenn sie sich mit ihrem Gehörn an der rinde scheuern", liefert der Förster auch hierfür sofort die Begründung.


    Während oben am Hang noch die letzten Bäume ihren Bestimmungsort finden, werden unten am See schon eifrig Tische gedeckt. So viel Arbeit macht schließlich hungrig. Deshalb wartet am Ende der Aktion ein gemeinsames Picknick auf die fleißigen Baumpflanzer.

     
  • 10.04.2017 Türen zu mehr Gerechtigkeit öffnen

     

    Sie eröffneten die Ausstellung Türen öffnen – Gerechtigkeit in SpeyerKreativ, kritisch, weltoffen: Im Reformationsjahr 2017 laden die Evangelische Kirche der Pfalz und die Stadt Speyer unter dem Motto „Ich bin so frei ..." zu Kirchen-Kultur-Tagen ein. Zum Auftakt ist am Freitag die Ausstellung „Türen öffnen. Gerechtigkeit leben." eröffnet worden. Bis zum 11. April zeigen Einrichtungen der Diakonie Pfalz an verschiedenen Orten in der Stadt kreativ gestaltete Thesentüren. Die Entstehungsgeschichte der einzelnen Türen sowie die Gedanken, die dahinter stecken, sind an jedem Exponat angebracht. Begleitet wurde die Ausstellungseröffnung zum einen von der Trommelgruppe des Evangelischen Jugendhilfezentrums Worms, zum anderen von der Landauer Bläserkantorei unter der Leitung von Landesposaunenwart Christian Syperek.

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    Die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler sprach davon, vor allem die Türen öffnen zu wollen, die dabei helfen, Armut einzudämmen, Gesundheit und Pflege für alle gleichermaßen zu fördern und jedem faire Chancen zu bieten. „Gerechtigkeit ist der Kern der Sozialpolitik", zog sie eine Parallele zum Thema der Ausstellung. „Wer Gerechtigkeit Türen öffnen will, der muss damit anfangen, Menschen gerecht zu behandeln. Dafür tragen wir alle Verantwortung."

    Über 170 Türen waren von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern der Diakonie im Zuge der Kampagne bundesweit gestaltet worden, davon alleine 30 in der Diakonie Pfalz. „Die Türen sind ein gutes Medium, um mit anderen ins Gespräch zu kommen", zeigte sich Albrecht Bähr, Landespfarrer für Diakonie, überzeugt von der Außenwirkung. Überwältigt war er zudem von der hohen Beteiligung der Mitarbeiter. „Die gemeinsame Arbeit hat bewirkt, dass wieder mehr über die Wurzeln unseres Tuns nachgedacht wurde", stellte Bähr fest.

    Der Diakoniedezernent der Evangelischen Kirche der Pfalz, Oberkirchenrat Manfred Sutter, sah die kreativ gewordenen Menschen als Multiplikatoren. „Mich hat beeindruckt, wie viele vielfältigen Gedanken sich am Ende in den einzelnen Türen widerspiegeln", betonte er. Staunen und Verwunderung lösten die Kunstwerke bei den Betrachtern aus, hatte Bähr feststellen dürfen. Hinsichtlich des Ausstellungstitels wies der Landespfarrer darauf hin, als Diakonie dort barmherzig zu sein, wo die Not vorhanden ist. Wie die Diakonie versucht, für gerechte Verhältnisse zu sorgen, fasste Sutter zusammen: „Wir möchten den Reichtum der Gesellschaft vermehren. Daher treten wir für eine Gerechtigkeit ein, die gratis ist."

    Aus der Praxis berichtete Tanja Gambino, Leiterin des Referats Offene Sozialarbeit der Diakonie, von der Entstehungsgeschichte der Tür in ihrer Gruppe. „Wir haben unsere Arbeit einmal mit etwas Abstand beleuchtet und dabei überlegt, was Gerechtigkeit für uns bedeutet", erklärte sie und fügte an: „Das hat sehr gut zu unserer täglichen Arbeit gepasst." Gewerkelt, gemalt und geklebt wurde auch im Atelier „Zitronenblau" in Kaiserslautern. Monika Brandstetter war als Vertreterin zur Eröffnung der Ausstellung gekommen und stolz auf das Ergebnis. „Insbesondere hat es Spaß gemacht, zusammen etwas zu gestalten und dabei ein gemeinsames Ziel zu verfolgen", hob sie hervor.

    In einem „Türhaus der Gerechtigkeit" sollen die Kunstwerke gipfeln. Entstehen lässt das der Düsseldorfer Architekt Martin Ritz-Rahman auf dem Kirchplatz in der Lutherstadt Wittenberg. Zehn Türen aus der Pfalz werden in dem Ensemble zu sehen sein. Das Richtfest ist auf den 16. Mai terminiert.



    (Quelle: Pressemitteilung 71/ 2017 der Evangelischen Kirche der Pfalz)

     

     
  • 10.04.2017 Besuch aus dem Bundestag bei den Wichern-Werkstätten

     

    Außerdem auf dem Bild (v.r.n.l.): Zweigstellenleiterin Kirsten Zepperitz, Heimstiftungs-Geschäftsführer Joachim Schieb, Verwaltungsleiter Bastian Schwalb und Einrichtungsleiter Stefan Schreiber.Besuch aus dem Bundestag erhielt am vergangenen Donnerstag die Haßlocher Zweigstelle der Wichern-Werkstätten. Der Bad Dürkheimer Bundestagsabgeordnete Johannes Steiniger (CDU) informierte sich im Gespräch mit dem Geschäftsführer der Evangelischen Heimstiftung Pfalz, Joachim Scheib, dem Einrichtungsleiter der Wichern-Werkstätten, Stefan Schreiber, Zweigstellenleiterin Kerstin Zepperitz sowie Verwaltungsleiter Bastian Schwalb über die Arbeit der Werkstatt für Menschen mit psychischer Behinderung der Evangelischen Heimstiftung Pfalz.

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    Wie bekomme ich einen Arbeitsplatz bei den Wichern-Werkstätten? Woher kommen die Beschäftigten? Und wie sehen die Rahmenbedingungen in Haßloch überhaupt aus? Das waren nur einige der Fragen, für die sich Steiniger bei seinem ersten Besuch in der Haßlocher Werkstatt interessierte. „Oft erfahren unsere Beschäftigten bei einer Reha oder über die Ämter, bei denen sie Eingliederungshilfe beantragen, von der Möglichkeit, bei uns zu arbeiten", berichtete Einrichtungsleiter Stefan Schreiber. Wer sich für einen Arbeitsplatz bei den Wichern-Werkstätten interessiere, setze sich am besten mit deren zentraler Aufnahmestelle in Verbindung. Die letzte Entscheidung über den Antrag auf Aufnahme in die Werkstatt treffe ein Fachausschuss, bestehend aus Vertretern der Kostenträger und der Werkstatt.

    „Derzeit arbeiten hier in Haßloch 65 Menschen mit Behinderung. Der Einzugsbereich des Standorts umfasst vor allem den Raum Ludwigshafen, Neustadt und Bad Dürkheim," so Schreiber weiter. Das Durchschnittsalter beim Eintritt in die Werkstatt liege derzeit bei knapp 30 Jahren. Die meisten Menschen, die in die Werkstatt kämen, hatten in der Regel vorher bereits einen Beruf auf dem ersten Arbeitsmarkt ausgeübt, dem sie wegen ihrer Krankheit nicht mehr nachgehen könnten. „Gerade in letzter Zeit kommen jedoch immer mehr junge Leute in die Werkstatt, die oft noch keine abgeschlossene Ausbildung haben," berichtete Zweigstellenleiterin Kirsten Zepperitz. Das stelle noch einmal vor neue Herausforderungen bei der beruflichen Bildung. „Wir versuchen außerdem, unseren Beschäftigten z.B. über Praktika oder Außenarbeitsplätze immer wieder Übergänge auf den ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Unsere beiden Integrationsassistenten verfügen da über gute Kontakte zu Betrieben."

    „Was die Rahmenbedingungen der Werkstätten betrifft erleben wir derzeit durchaus bewegte Zeiten", erklärte Heimstiftungs-Geschäftsführer Joachim Scheib. Nachdem das neue Bundesteilhabegesetz verabschiedet sei beginne jetzt dessen praktische Umsetzung, die eine ganze Reihe von Veränderungen und auch administrativen Aufwand mit sich bringe. Gleichzeitig sei von Seiten des Landes eine neue Rechtsverordnung für die Werkstätten in Vorbereitung. „Da ist vieles noch unklar, was uns die Planungen derzeit ziemlich erschwert," so Scheib weiter.

    Erfreut zeigte sich Scheib hingegen über die positive Aufnahme der Werkstatt in Haßloch sowohl seitens der Kommune als auch in der Bevölkerung: „Wir sind hier mit offenen Armen empfangen worden." Für die Beschäftigten, die meist mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen und von der Werkstatt ein Jobticket erhalten, sei die Nähe zum Bahnhof ein entscheidender Pluspunkt, so Verwaltungsleiter Bastian Schwalb. Weil Haßloch zentral zu den übrigen Standorten der Wichern-Werkstätten liege habe man sich außerdem dafür entschieden, die zentrale Verwaltung der Einrichtung aus Ludwigshafen hierher zu verlagern.

    Dass in Haßloch Verpackungsarbeiten ausgeführt und Spezialpaletten produziert werden und außerdem die Möglichkeit besteht, in den Bereichen Textilpflege, Aktenvernichtung, und Elektroprüfservice zu arbeiten erfuhr Steiniger beim abschließenden Rundgang durch das Werkstattgebäude. Der brachte am Ende seines anderthalbstündigen Besuchs seine Anerkennung für die Arbeit, die in den Wichern-Werkstätten geleistet wird, zum Ausdruck:

    „Was hier entstanden ist und getan wird hat mich sehr beeindruckt."

     

     
  • 07.04.2017 „Türen der Gerechtigkeit" aus Einrichtungen der Heimstiftung bei Ausstellungen in Speyer und Wittenberg

     

    "Türen öffnen. Gerechtigkeit leben" heißt die Kampagne der Diakonie zum Reformationsjubiläum. Die Diakonie Pfalz hat sich mit 30 Beiträgen an der Aktion beteiligt. Fünf der Türen entstanden in Einrichtungen der Evangelischen Heimstiftung Pfalz. Sie sind in der Zeit vom 6. bis 11. April im Rahmen der Kirchen-Kultur-Tage in Speyer an verschiedenen Standorten zu sehen. Die Ausstellung wird am Freitag, 7. April, im Beisein von Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, um 16.45 Uhr vor dem Historischen Rathaus in der Maximilianstraße eröffnet. Dabei wird auch die Trommlergruppe aus dem Evangelischen Jugendhilfezentrum Worms mitwirken. Drei der Heimstiftungs-Türen wurden außerdem von einer Jury aus bundesweit 170 Türen ausgewählt, um nach Abschluss der Speyerer Ausstellung bei der Errichtung eines drei-etagigen "Türhauses der Gerechtigkeit" in Wittenberg Verwendung zu finden.

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    Das Türhaus wird während des gesamten Reformationssommers auf dem Kirchplatz direkt gegenüber der Stadtkirche Sankt Marien zu sehen sein und soll Kirchennahen und Kirchenfernen Türen zu den vielfältigen Engagementfeldern der Diakonie öffnen. Zur Jury, die die Türen für das Türhaus ausgewählt hat, gehörten die Reformationsbotschafterin Prof. Margot Käßmann, Vorstandsmitglied der Bodelschwinghschen Anstalten Bethel, Dr. Johanna Will-Armstrong, der Kulturbeauftragt der EKD, Dr. Johann Hinrich Claussen, der Architekt Martin Ritz- Rahman sowie der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie.

    Gestaltet im Rehabilitationszentrum am DonnersbergEine der bundesweit ersten Türen überhaupt entstand im Rehabilitationszentrum am Donnersberg. Drei Rehabilitanden aus der Kirchheimbolandener Klinik für suchtkranke Menschen hatten die Tür gemeinsam mit den Ergotherapeuten Kristina und Stefan Weyand bereits im Juni 2016 als Pilotprojekt zur eigentlichen Diakonie-Kampagne gestaltet.


    In speyer ausgestellt in der buchhandlung Oelbermann in der Wormser StraßeIntegration, Emanzipation, Inklusion:
    – das waren nur einige Antworten auf die Frage, was die Teilenehmenden am Testworkshop mit dem Begriff Gerechtigkeit assoziierten. Doch wie Gerechtigkeit bildlich darstellen? Gerechtigkeit könnte als Überschrift auf der Tür stehen. Ein Regenbogen als Ausdruck von Freude, Fröhlichkeit und Integration. Zwei Fenster, eines mit Gitterstäben wie in einem Gefängnis, gegenüber ein offenes Fenster mit Blumen und Klappläden als Sinnbild für ein schönes Leben. Ergotherapeut Axel Weyand hatte sich für das Türenprojekt außerdem noch etwas Besonderes einfallen lassen: Gemeinsam mit einer Gruppe anderer Rehabilitanden hatte er aus einer alten, ausrangierten Tür drei ineinander verschachtelte Türen mit unterschiedlichen Höhen, Formen und Türgriffen geschaffen. Ein kleines Kunstwerk, das mit seinen runden und eckigen Konturen nicht nur die orientalische und die westliche Welt symbolisieren soll, sondern auch für Barrierefreiheit und Chancengleichheit steht.

    Ausstellungsort in Speyer: Buchhandlung Oelbermann, Wormser Str. 12;
    Ausgewählt für das „Türhaus der Gerechtigkeit" in Wittenberg

    Gleich vier Türen entstanden bei einem gemeinsamen Projekt von Pfrimmtal-Realschule Plus in Worms und Evangelischem Jugendhilfezentrum Worms. Beide Einrichtungen kooperieren bereits seit der Einführung der Ganztagsschule im Jahr 2005 und haben seitdem zahlreiche gemeinsame Projekte durchgeführt, so etwa ein gemeinsames Zirkusprojekt, Arbeitsgemeinschaften im Bereich der Ganztagsschule, im Bereich Erlebnispädagogik oder einen Praxistag.

    Gestaltet wurden die vier Türen von Schülerinnen und Schülern der Klasse 10a aus der Realschule Plus. Im Vorfeld hatten diese im fächerübergreifenden Unterricht Kunst/ Ethik das Thema „Gerechtigkeit leben" erarbeitet. Zu den von ihnen gestalteten Türen haben die Schülerinnen und Schüler die folgenden Erläuterungen verfasst:

    Wird auch in Wittenberg zu sehen seinTür „Feminismus": „Diese Tür soll zum Feminismus beitragen. Sie soll aussagen, dass Frauen genau die gleichen Rechte haben wie alle anderen. Niemand sollte diskriminiert werden wegen seines Geschlechtes. Die Tür zeigt eine Frau (Feminist) die einen Regenschirm hält der sie vor dem Regen schützt. Der Regenschirm symbolisiert einen Schutz gegen Ungerechtigkeit und abwertende Kommentare."
    Ausstellungsort in Speyer: Geschirrplätzel (gegenüber Dreifaltigkeitskirche)
    Ausgewählt für das „Türhaus der Gerechtigkeit" in Wittenberg

    Gemeinschaftsprojekt von Pfrimmtal Realsschule Plus und Ev. Jugendhilfezentrum WormsTür „Die Farben des Regenbogens": „Wir sind der Meinung, dass ein Regenbogen Frieden symbolisiert. Die Figuren sollen Yin und Yang darstellen um zu symbolisieren, dass es immer Gute und Böses im Mensch gibt. Der Regenbogen zeigt, dass kein Krieg nötig ist um Gerechtigkeit zu erlangen sondern, dass auch friedlichere Lösungen geben kann. Nach einem großen Sturm kann auch etwas Schönes passieren.
    Ausstellungsort in Speyer: Geschirrplätzel (gegenüber Dreifaltigkeitskirche)
    Ausgewählt für das „Türhaus der Gerechtigkeit" in Wittenberg

    Ausgestellt auf dem Geschirrplätzel gegenüber der Speyerer DreifaltigkeitskircheTür „Gleichberechtigung": „Mit unserer Tür wollte unsere Gruppe ausdrücken, dass alle Menschen gleich sind. Ganz besonders wollten wir mit unserer Schwarz-Weiß Tür zum Ausdruck bringen, dass es egal ist ob jemand eine dunkle Hautfarbe hat oder eine weiße. Natürlich wollen wir auch darauf aufmerksam machen, dass es egal ist welche Religion ein Mensch angehört. Das Friedenszeichen (Peace) soll in der Mitte der Tür den Frieden zwischen allen Hautfarben und Kulturen symbolisieren."
    Ausstellungsort in Speyer: Geschirrplätzel (gegenüber Dreifaltigkeitskirche)

    Gestaltet von Schülern aus der 10. Klasse der Pfrimmtal Realschule PlusTür „Viele Wege führen zum Glück": „Unser Türbild soll aussagen, dass es zwei Wege gibt. Einmal den guten Weg, und einmal den schlechten Weg. Nur wer das Licht bewegen lernt kann den Schatten bezwingen. Man sollte seinen richtigen Weg gehen und nicht den falschen denn er führt ins Unglück."
    Ausstellungsort in Speyer: Geschirrplätzel (gegenüber Dreifaltigkeitskirche)

     
  • 06.04.2017 Baumpflanzaktion zum Einrichtungsjubiläum

     

    In diesem Jahr feiert die Einrichtung  ihr 60-jähriges JubiläumMit einer Baumpflanzaktion am Vogelwoog erinnert das Evangelische Jugendhilfezentrum Kaiserlautern am Dienstag, den 11. April an das 60-jährige Bestehen der Einrichtung in der Dornenstraße 25 in Kaiserslautern. Sechs Obstbäume – je einen Baum für jedes Jahrzehnt, in dem die Einrichtung existiert – werden die vom Jugendhilfezentrum betreuten Jungen und Mädchen gemeinsam mit Revierförster Klaus Platz ab 10 Uhr an der Sitzgruppe am Waldlehrpfad einpflanzen. Gestiftet wurden die je zwei Apfel-, Birnen- und Pflaumenbäume von der Volksbank Kaiserslautern.

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    „Wir wollten gerne unser Einrichtungsjubiläum mit einer Aktion verknüpfen, die einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leistet," erläutert Einrichtungsleiterin Elke Lambert. Angeregt durch die Aktion „Plant for the Planet" - eine Kinder- und Jugendinitiative, deren Ziel es ist, ein Bewusstsein für globale Gerechtigkeit und den Klimawandel zu schaffen und letzteren aktiv durch Baumpflanzaktionen zu bekämpfen – sei schließlich die Idee mit der Baumpflanzaktion entstanden. Für die konnte Lambert anschließend auch Revierförster Klaus Platz und die Verantwortlichen bei der Volksbank gewinnen. „Vor allem der Aspekt der Nachhaltigkeit hat alle sofort begeistert", freut sich die Einrichtungsleiterin über die positive Resonanz. Den Vogelwoog habe man bewusst für die Baumpflanzung gewählt: „Für unsere Kinder ist das ein wichtiger Bezugsort, dort sind sie häufig bei Gruppenaktivitäten und dort reinigen sie zum Beispiel auch während der Lautrer Kehrwoche."

    Als im August 1956 die Arbeiten am Einrichtungssitz des Evangelischen Jugendhilfezentrums Kaiserslautern in der Dornenstraße 25 begannen, war der „Pfälzische Evangelische Erziehungsverein" Träger der Einrichtung. Beim Neubau des Kinderheims im Osten, das im Oktober 1957 eingeweiht werden konnte, leisteten damals auch Pioniere der US-Armee tatkräftige Unterstützung. Zum 1. Januar 1980 übernahm die Evangelische Heimstiftung Pfalz das damalige „Evangelisches Kinder- und Jugendheim Kaiserslautern" und ist bis heute Träger der Einrichtung.

    Inzwischen beschränken sich die Aktivitäten des Evangelischen Jugendhilfezentrums Kaiserslautern längst nicht mehr auf das Stammhaus in der Dornenstraße. „Aus dem Kinderheim von damals ist heute eine moderne Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung mit einer breiten Palette unterschiedlicher Hilfen entstanden," berichtet Lambert. Die zwei Wohngruppen für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und siebzehn Jahren - eine dritte ist gerade in Planung - sowie die fünf Tagesgruppen des Evangelischen Jugendhilfezentrums Kaiserslautern verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet. Dazu kommen zwei weitere Wohngruppen in Enkenbach-Alsenborn – davon eine in Kooperation mit den Diakonissen Speyer-Mannheim – sowie eine Tagesgruppe in Ramstein. „Außerdem biete die Einrichtung eine breite Palette an ambulanten Hilfen zur Unterstützung und Beratung von Familien bei sich zuhause. Rund 150 Kinder und Jugendliche mit ihren Familien würden von den 70 Mitarbeitenden der Einrichtungen derzeit betreut.

    Viele davon werden auch bei der Baumpflanzaktion am 11. April mit dabei sein und anschließend am Vogelwoog gemeinsam picknicken. Sein 60-jähriges Bestehen wird das Evangelische Jugendhilfezentrum Kaiserslautern außerdem mit zwei weiteren Veranstaltungen feiern. Am Freitag, den 19. Mai 2017 organisiert die Einrichtung einen Fachtag in der „Alten Eintracht". Diplom-Psychologin Astrid Keweloh wird dabei in einem praxisorientierten Workshop Methoden vorstellen, die nicht zuletzt Mitarbeitende in helfenden Berufen dabei unterstützen können, „alltägliche Problemtrancen in Lösungswelten zu transportieren". Am 29. September schließlich sind die von der Einrichtung betreuten Kinder, Jugendlichen und Eltern zum Herbstfest in den Garten der Dornenstraße 25 eingeladen.

     

     
  • 29.03.2017 Neues Mutter-Kind-Haus in Stauf eröffnet

     
    EPlatz für sechs Mütter und ihre Kinderin eigenes Mutter-Kind-Haus hat das Evangelische Kinder- und Jugendheim Stauf am 1. März eröffnet. Bis zu sechs junge Mütter, die Hilfe und Unterstützung während der Schwangerschaft, bei der Bewältigung des Alltags mit ihrem Kind sowie bei der Orientierung in ihrem Lebensumfeld. brauchen, können dort zusammen mit ihren Kindern betreut werden.

     

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    Eine Mutter-Kind-Gruppe für bis zu vier Mütter gab es zwar bereits seit 16 Jahren in der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung im Eisenberger Ortsteil Stauf. Bisher war diese jedoch im Haupthaus der Einrichtung untergebracht, zusammen mit zwei anderen Wohngruppen der Einrichtung, in denen Kinder und Jugendliche betreut werden. Durch den Ankauf eines Hauses direkt gegenüber dem Haupthaus konnte die Einrichtung ihr Mutter-Kind-Angebot nun um zwei Plätze erweitern. „Vor allem können wir den jungen Müttern mit ihren Kindern jetzt auch bessere Rahmenbedingungen bieten. In dem neuen Haus haben sie deutlich mehr Platz und auch mehr Ruhe als bisher", freut sich Einrichtungsleiter Jürgen Freund.

    Knapp anderthalb Jahre haben die umfassenden Umbauarbeiten an dem aus den 1970er Jahren stammenden Einfamilienhaus gedauert. Dabei erhielt das Gebäude ein komplett neues Dach – wegen der längeren Haltbarkeit aus Zinkblech. Alle Versorgungsleitungen wurden erneuert, außerdem die umfangreichen Vorgaben von Brandschutz und Arbeitssicherheit umgesetzt. Im Innern wurde das gut 260 Quadratmeter große Haus komplett entkernt und der Grundriss der Zimmer auf die Bedürfnisse eines Mutter-Kind-Hauses angepasst. Im bisher ungenutzten Dachgeschoss entstanden Räumlichkeiten für drei Mütter und ihre Kinder. Ihnen stehen dort jeweils zwei helle, freundliche Zimmer zur Verfügung. Das Bad wird von allen gemeinsam genutzt. Küche, Wohn- und Esszimmer sowie Büro und Nachtdienstzimmer für die betreuenden Mitarbeiterinnen wurden im Erdgeschoss eingerichtet, ebenso eine weitere Mutter-Kind-Einheit, gedacht insbesondere für Mütter, die in besonderer Weise die Nähe zu den Mitarbeiterinnen brauchen. Im Souterrain entstanden zwei Verselbständigungsappartements mit jeweils eigener Küche und Bad. Junge Mütter, deren Auszug aus der Einrichtung bald bevorsteht, können dort das Leben auf eigenen Füßen trainieren.

    Rund 850.000 Euro hat die Evangelische Heimstiftung Pfalz als Träger des Evangelischen Kinder- und Jugendheims Stauf für den Kauf und den Umbau des Mutter-Kind-Hauses investiert. Dazu kommen noch die Kosten für die Neugestaltung des Außengeländes. „Den alten Garten mussten wir komplett roden, dort standen zu viele Pflanzen, die für die kleinen Kinder gefährlich gewesen wären," berichtet Freund. Sobald es das Wetter zulässt soll jedoch auch dieser Bereich mit neuen Spielgeräten und einer passenden Bepflanzung kindgerecht gestaltet werden.

    In den ehemaligen Räumen der Mutter-Kind-Gruppe im Stammhaus werden laut Freund demnächst Büros und Sozialräume für Mitarbeitende eingerichtet werden. Außerdem steht voraussichtlich im kommenden Jahr eine umfangreiche energetische Sanierung des Stammhauses an.

     
  • 16.03.2017 Angebot Übergang-Schule Beruf stößt auf bundesweites Interesse

     

    Fachdienste-Mitarbeiterin Lisa Mathis beim Workshop-VortragWie funktioniert das rheinland-pfälzische System der Integrationsfachdienste, insbesondere das Angebot Übergang Schule-Beruf? Und wie können Schüler mit Exklusionsrisiko bei der Berufsorientierung sinnvoll unterstützt werden? Lisa Mathis, Fachberaterin im Bereich Übergang Schule-Beruf der Fachdienste für Arbeit und Integration in Bad Kreuznach, hat als Referentin beim jüngsten Fachtag des Bundesverbandes evangelischer Behindertenhilfe (BeB) e.V. die Teilnehmer in zwei Workshops über diese Fragestellungen informiert.

     

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    In ihrem ersten Workshop über das rheinland-pfälzische System der Integrationsfachdienste und das dort verankerte Angebot Übergang Schule-Beruf stellte Mathis insbesondere die Kompetenz- und Potenzialanalyse (KPA) für Schüler mit Förderbedarf sowie die Berufswegekonferenz vor. Die KPA soll Jugendliche mit Förderbedarf dabei unterstützen, sich schrittweise ihrer eigenen Fähigkeiten und Berufswünsche bewusst zu werden. Die Ergebnisse der KPA fließen dann während der weiteren ÜSB-Beratung bei der Berufsorientierung mit ein. In der abschließenden Berufswegekonferenz beraten schließlich Vertreter der Arbeitsagentur und der Schule mit den Schülern und deren Eltern, welche beruflichen Möglichkeiten für die Schüler umsetzbar sind und welche Unterstützung dafür notwendig ist. Vielen Teilnehmern aus anderen Bundesländern war dieses Angebot fremd, so dass viel Interesse an den Erfahrungen aus Rheinland-Pfalz bestand.

    Der zweite Workshop befasste sich dann mit der Frage, wie Schüler mit Exklusionsrisiko so angesprochen werden können, dass sie auf dem Weg der Berufsorientierung nicht verloren gehen. Neben einem Fallbeispiel waren hier vor allem auch die Teilnehmer aufgerufen, ihre Praxiserfahrungen einzubringen, sodass ein reger Austausch entstand.

    Der Fachtag des Bundesverband evangelischer Behindertenhilfe (BeB) e.V. fand in diesem Jahr vom 6. – 8. März in Erfurt statt. Rund 80 Teilnehmer aus ganz Deutschland informierten sich dabei in Fachvorträgen und Workshops rund um das Leitthema „Jugendliche auf dem Weg nach sinnstiftender Tätigkeit und erfüllter Lebensgestaltung" und diskutierten, wie Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen im wichtigen Lebensabschnitt der Berufsorientierung begleitet werden können.

    Die Fachdienste für Arbeit und Integration arbeiten als Integrationsfachdienst im Auftrag des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung Rheinland-Pfalz. Das Angebot Übergang Schule-Beruf richtet sich an Förderschüler aus den Bereichen ganzheitliche Entwicklung und Lernen. Seit 2009 sind die Fachdienste für Schulen in Ludwigshafen und dem Rhein-Pfalz-Kreis zuständig, seit 2014 auch für Schulen in der Region Bad Kreuznach und Idar-Oberstein.

     
  • 07.03.2017 Erstes Badminton-Turnier im Jugendhof Haßloch

     

     

    Badmintontournier im Jugendhof HaßlochZum ersten Mal, aber wohl kaum zum letzten Mal, haben Jugendliche und Mitarbeiter der vier Wohngruppen auf dem Gelände des Jugendhofs Haßloch den besten Badminton-Spieler aus ihren Reihen ermittelt.

     

     

     

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    Viereinhalb Stunden dauerte es, bis schließlich der Sieger aus den 16 Teilnehmern, darunter der Mitarbeiter, ermittelt war. in einer Gruppenphase mit vier Gruppen zu je vier Spielern spielte zunächst jeder gegen jeden. Die beiden Erstplatzierten der Gruppen qualifizierten sich für die anschließende KO-Runde, bei der in Viertelfinale, Halbfinale und Endspiel der Sieger ermittelt wurde. Dabei waren die Partien durchweg geprägt von viel Spiellust und sportlichem Ehrgeiz, ohne dass der faire Umgang miteinander darunter litt. Am Ende erhielt jeder Teilnehmer eine Urkunde „Für erfolgreiche Teilnahme", für die drei Bestplatzierten gab es zusätzlich je einen Pokal.

    Geht es nach dem Willen der Jugendlichen, dann kommt es schon bald zu einer Neuauflage des Turniers, dann auch mit Teilnehmern aus den Außenwohngruppen des Jugendhofs. Ein Tischtennis-Turnier wurde von einigen Jugendlichen ebenfalls ins Gespräch gebracht. Und so mancher hat sich nach dem Turnier auch vorgenommen, wieder mehr Sport zu treiben.

     

     
  • 23.02.2017 Dank Inklusionsberater wieder vermittelbar auf dem Arbeitsmarkt

    Neues Angebot der Fachdienste für Arbeit und Integration für Langzeitarbeitslose mit gesundheitlichen Problemen


    Einrichtungsleiterin der Fachdienste für Arbeit und IntegrationDie Chancen von Menschen mit gesundheitlichen Problemen auf dem Arbeitsmarkt verbessern – das ist die Aufgabe des Inklusionsberaters. Die Fachdienste für Arbeit und Integration bieten diese neue Beratung für die Stadt Ludwigshafen, den Rhein-Pfalz-Kreis, die Stadt Kirchheimbolanden und den Donnersbergkreis an. „Das Projekt Inklusionsberater bietet Vorbereitungsmaßnahmen für arbeitslose Menschen mit gesundheitlichen Problemen zur beruflichen Wiedereingliederung an", erklärt Meike Gottinger, Einrichtungsleiterin der Fachdienste für Arbeit und Integration. „Das Angebot richtet sich gezielt an arbeitslose Menschen, die wegen ihrer Krankheit die Angebote der Arbeitsagentur schon lange nicht mehr sinnvoll nutzen können."


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    Um das Angebot der Inklusionsberatung in Anspruch nehmen zu können, sind keinerlei besondere Nachweise erforderlich. Einzige Voraussetzung ist, dass der Hilfesuchende seinen Wohnsitz in Ludwigshafen, dem Rhein-Pfalz-Kreis oder dem Donnersbergkreis hat. Auch hinsichtlich der Kosten gibt es keine Hürden für Ratsuchende, denn die Beratung kostenfrei.

    „Zu uns kommen zum Beispiel Menschen, die psychisch krank sind oder ein Suchtproblem haben," berichtet Gottinger. Wenn sich Personen an den Inklusionsberater wenden, analysiert dieser im Erstgespräch zunächst die Situation des jeweiligen: Welche gesundheitlichen Probleme liegen genau vor? Welche persönlichen Interessen und Fähigkeiten bringt der Ratsuchende mit? Welche realistischen beruflichen Perspektiven erlaubt die aktuelle, gesundheitliche Situation?

    „Dann kann ein genaues Profil der Hilfe zum Barriereabbau erstellt werden", erläutert die Leiterin der Fachdienste den weiteren Ablauf. Dazu gehört die Unterstützung bei der Überwindung von gesundheitlichen Problemen, etwa indem der Inklusionsberater bei der Kontaktaufnahme zu Ärzten oder Therapeuten hilft. Neben gesundheitlichen Problemen können aber auch Herausforderungen im persönlichen Umfeld des Hilfesuchenden eine Rolle spielen. „In diesem Fall unterstützen wir bei Bedarf die Person beim Gespräch mit der Familie oder stellen auch den Kontakt zur Schuldnerberatung her", erklärt Gottinger. „Wir vermitteln beispielsweise auch in Praktika, damit die betreffende Person ihre Belastbarkeit testen kann", erzählt die Einrichtungsleiterin weiter. Durch die langjährige Arbeit der Fachdienste bei der Begleitung von Menschen mit Handicap im Arbeitsleben haben die Fachdienste-Mitarbeiter bereits gute Kontakte zu Firmen unterschiedlicher Branchen aufgebaut.

    Dabei wird der Inklusionsberater nur in dem Umfang aktiv, in dem der Ratsuchende es möchte. Die Dauer der Unterstützung richtet sich dabei nach dem Bedarf des Klienten. Da die Leistung auf freiwilliger Basis erfolgt, kann der Klient die Hilfe jederzeit beenden.

    Die Idee zur Inklusionsberatung stammt vom Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung Rheinland-Pfalz. Ziel ist es, so genannte „Leistungsketten" zu bilden. An die Arbeit des Inklusionsberaters soll sich die Arbeitsvermittlung durch die Arbeitsagentur oder das Jobcenter als nächste Leistung anschließen.

    Daher endet das Aufgabengebiet des Inklusionsberaters bei der Praktikumsvermittlung und -Betreuung. „Wir bereiten diese Menschen auf die Arbeitsvermittlung vor, vermitteln sie aber nicht", betont die Leiterin der Fachdienste. Die Klienten können dann bei Bedarf im Anschluss das Angebot unseres Fachvermittlungsdienstes in Anspruch nehmen.

    Finanziert wird das Angebot zu großen Teilen vom Land Rheinland-Pfalz. Außerdem leistet die Evangelische Heimstiftung Pfalz als Träger der Fachdienste für Arbeit und Integration einen Eigenanteil.

     

    Kontaktdaten:
    Fachdienste für Arbeit und Integration
    Wredestr. 19
    67059 Ludwigshafen
    Telefon: 0621 / 510011
    E-Mail: fai.lu@evh-pfalz.de
    Sprechzeiten Mo-Fr 9.00 - 15.00 Uhr und nach Vereinbarung

    Fachdienste für Arbeit und Integration
    Gasstr. 13 (Ärztehaus)
    67292 Kirchheimbolanden
    Telefon: 06352 / 6483
    E-Mail: fai.lu@evh-pfalz.de
    Sprechzeiten nach Vereinbarung


    Margarete Galvas

     

     

     
  • 23.02.2017 Schulhund Nero in Waldfischbach

     Tiergestützte Pädagogik an der Herman-Nohl-Schule

    Begleitet die Schüler durch den AlltagMein Name ist Nero...

    ich komme von der Organisation „Sonnenhunde" aus Spanien und bin mittlerweile 5 Jahre alt. In meiner Familie lebe ich seit Januar 2015 und zu meinem Rudel gehören noch zwei weitere Hunde.In meiner Hundeschule „Animira" bilde ich mich in regelmäßigen Abständen fort. Ich habe eine freundliche Art und ein ruhiges Gemüt. Durch diese Eigenschaften kann ich meine Aufgaben als „Seelentröster", „Motivator", „Mutmacher", „Wut- und Stressabbauer", „Schmusebär", „Lehrer" und „Spielgefährte" gewissenhaft durchführen!

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    Begleitung im UnterrichtMischlingshund Nero „arbeitet" seit 2016 als „Co-Lehrer" in der Außenstelle der Herman-Nohl-Schule im Jugenddorf Sickingen in Waldfischbach. Zu seinen Aufgaben gehören trösten, Mut machen, zum Lernen anspornen, Stress und Wut verrauchen lassen, schmusen und spielen. Und das jeden Tag immer wieder freundlich und gerne! Aus diesen Gründen, steht Nero häufig im Mittelpunkt des Schultages und ist daraus nicht mehr wegzudenken!

    Nicht mehr aus der Klasse wegzudenkenWährend des Unterrichts bewegt sich Nero frei im Klassenraum und lässt sich auch gerne von den Schülern streicheln. „Müde Kinder" stupst er hin und wieder sachte mit der Schnauze an und holt sie so zum Unterrichtsgeschehen zurück. Im Rahmen einer „Schulhund-AG" erhalten die Kinder der anderen Klassen die Möglichkeit, sich mit Nero zu beschäftigen.


    In der Klasse übernimmt ein Kind eine Woche lang den „Hundedienst", d. h. der Schüler geht in der Pause mit Nero auf die große Wiese neben der Schule, damit er alles Nötige erledigen kann. Dort kann der Schüler dann auch mit Nero spielen (z.B. Stöcke werfen). Außerdem ist das Kind dafür zuständig, Nero täglich frisches Wasser hinzustellen, das Futter abzuwiegen, Fellpflege zu betreiben und seinen Platz sauber zu halten. Die Kinder übernehmen mit diesem Dienst eine große Verantwortung und lernen den richtigen Umgang mit dem Hund!

    Auszeit muss auch sein

     

    Nach der Schule ist Nero dann recht müde und genießt dann seinen wohlverdienten Feierabend bei einem ausgiebigen Spaziergang mit seinem Rudel.


    Tanja Bußer

     
  • 20.02.2017 „Mit System zum Erfolg"

    Neuer Einrichtungsleiter der Wichern-Werkstätten Stefan Schreiber setzt auf Teilhabe, Kommunikation und neue Tätigkeitsfelder

     

    „Mit System zum Erfolg“„Es hat sich aus meiner Perspektive einiges geändert. Kollegen, mit denen ich vorher auf einer Hierarchieebene zusammen gearbeitet habe, erhalten jetzt Anweisungen von mir. Der Umbruch in den gesetzlichen Rahmenbedingungen erforderte viel Einarbeitungszeit für mich", fasst Stefan Schreiber seine ersten Monate als neuer Einrichtungsleiter der Wichern-Werkstätten zusammen. Seit dem 01. Dezember 2016 trägt der 40-Jährige die Verantwortung für die sechs Zweigstellen der anerkannten Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) in Haßloch, Ludwigshafen, Speyer, Landau und Bellheim. Rund 500 Beschäftigten, die aufgrund ihrer psychischen Behinderung derzeit nicht in der Lage sind, einer Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt nachzugehen, bieten die Wichern-Werkstätten die Möglichkeit zur Teilhabe am Arbeitsleben.


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    Als Einrichtungsleiter ist Schreiber außerdem Vorgesetzter für die 116 Mitarbeiter, die zum Beispiel als Gruppenleiter, im begleitenden Dienst oder in der Werkstattverwaltung tätig sind. Zuvor war Schreiber drei Jahre lang technischer Leiter der Wichern-Werkstätten. „Ich bin Quer-Einsteiger, habe Bauingenieurwesen studiert", erzählt der Familienvater über den Anfang seiner beruflichen Laufbahn. Danach hat er 12 Jahre in einem Ingenieurbüro gearbeitet. Der Südpfälzer erklärt, dass sein früherer Beruf sich zwar inhaltlich von der Arbeit der Wichern-Werkstätten stark unterscheide, betont jedoch gleichzeitig, dass er in seinem damaligen Ingenieurbüro auch mit organisatorischen Aufgaben vertraut war. Ein besonderer Punkt hierbei war das Qualitätsmanagement – organisatorische Maßnahmen, die die Prozessqualität verbessern.


    Diese gesammelten Erfahrungen kamen Schreiber bei seiner ersten Position als technischer Leiter der WfbM sehr zugute, denn auch hier spielt die Organisation eine wichtige Rolle: „In dieser Funktion war ich für die Beschaffung von Produktionsaufträgen und deren Abwicklung zuständig". Dazu gehörte auch die Korrespondenz mit Kunden, die mit ihren Aufträgen für die Wichern-Werkstätten die sinnvolle Beschäftigung der Menschen mit psychischer Behinderung sichern. Zusätzliche Einblicke in die Organisations-Struktur der Wichern-Werkstätten erhielt der Südpfälzer dadurch, dass er im Leitungsteam vertreten war.


    All seine vorherigen Aufgaben als technischer Leiter halfen Schreiber bei seiner Position als Einrichtungsleiter. Gegenüber vorherigen Tätigkeiten sind jetzt neue, übergeordnete Aufgaben wie das Aufnahmeverfahren, der Berufsbildungsbereich und der Arbeitsbereich der Werkstatt im Fokus. Auch mit Personalangelegenheiten und der Auswirkung von gesetzlichen Vorschriften auf den Werkstatt-Alltag muss er sich verstärkt auseinander setzen.


    Besonderen Wert legt der neue Einrichtungsleiter darauf, für seine Mitarbeiter nah und greifbar zu sein sowie aktiv an der Arbeit in den verschiedenen Werkstattgremien teilzunehmen. Was ihn an seiner neuen Tätigkeit als Einrichtungsleiter sehr am Herzen liegt, ist der Bereich „Kommunikation als Führungskraft". „Das ist spannend und gleichzeitig knifflig", freut sich Schreiber angesichts der neuen Herausforderung. Darüber hinaus legt er großen Wert auf den Gesamtprozess der Teilhabe im Sinne des Leitbildes der Evangelischen Heimstiftung Pfalz. „Systematisches Vorgehen, das Ordnen und Einordnen von Sachverhalten macht mir Freude. Ein gut funktionierendes Qualitätsmanagementsystem halte ich dabei für ein nützliches Werkzeug", erklärt der Südpfälzer.


    Für die Zukunft hat der 40-Jährige vor, die vielen bereits gut laufenden Prozesse in den Zweigstellen der Wichern-Werkstätten zu fördern und weitere Tätigkeitsfelder zu erschließen. Dabei ist er sich einiger Herausforderungen durchaus bewusst:"Die Digitalisierung wird sicherlich Auswirkungen auch auf unsere Arbeitsbereiche haben. Ich bin mir aber sicher, dass der Bedarf an Werkstatt-Arbeitsplätzen für Menschen mit psychischer Behinderung weiter steigen wird und die Wichern-Werkstätten auch in den nächsten Jahren einen wichtigen Beitrag für deren Teilhabe am Arbeitsleben leisten können."

    Margarete Galvas

     
  • 26.01.2017 Neujahrsempfang des Berufsbegleitenden Dienstes Kirchheimbolanden

     

    Corinna Besand und Meike Gottinger beim VortragUnter dem Titel „Dann geh' doch mal in Reha ..." hat der Berufsbegleitende Dienst Kirchheimbolanden am 18. Januar 2017 seine Klienten zu einem thematischen Neujahrsempfang in den Ratssaal der Kreisverwaltung eingeladen. Dabei konnten sich diese bei einem Vortrag über Voraussetzungen, Inhalte und Antragsverfahren zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation informieren.

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    „Fragen zu diesen Themengebieten werden uns täglich in den Beratungsgesprächen gestellt", so die zuständige Fachberaterin im Donnersbergkreis, Corinna Besand. ,„Deshalb kamen wir auf die Idee, dieses Thema in einem größeren Vortrag aufzugreifen." Wie Meike Gottinger, Einrichtungsleitung der Fachdienste für Arbeit und Integration, berichtet, hätten die vielen Rückfragen außerdem deutlich gemacht, dass die Klienten bereits unterschiedliche Erfahrungen zu dem Thema gesammelt hätten. „Durch die Veranstaltung konnten wir alle auf einen gleichen Informationsstand bringen, was dann auch Einfluss auf die weitere Beratung haben wird." Die Fragerunde habe darüber hinaus gezeigt, dass weitere Themengebiete, wie etwa Krankengeld, gebe, zu denen sich die Klienten einen Austausch und Information wünschten. Daher seien weitere Veranstaltungen denkbar.

    Der Berufsbegleitende Dienst Kirchheimbolanden ist Teil der Fachdienste für Arbeit und Integration der Evangelischen. Heimstiftung Pfalz und begleitet im Auftrag des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung Rheinland-Pfalz Menschen mit gesundheitlichen Problemen im Arbeitsleben. Beratungstermine sind nach vorheriger Vereinbarung sowohl in Kirchheimbolanden als auch in Rockenhausen und Eisenberg möglich.


    Kontaktdaten:

    Fachdienste für Arbeit und Integration
    Gasstraße 13
    67292 Kirchheimbolanden
    Tel.: 06352/ 6483
    Link zur Seite des Berufsbegleitenden Dienstes Kirchheimbolanden

     

     
  • 11.01.2017 Erzieher und Lehrer für Situation von Kindern mit suchtkranken Eltern sensibilisieren

     

    Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte an Grundschulen für den Umgang mit Kindern aus suchtbelasteten Familien sensibilisieren möchten die Fachstelle Sucht der Evangelischen Heimstiftung Pfalz in Frankenthal und die Fachstelle Suchtprävention im Haus der Diakonie Ludwigshafen. Unter dem Titel „Kind s/Sucht Familie" bieten sie deshalb am 16. und 17. Februar eine Fortbildung im Pfalzinstitut für Hören und Kommunikation in Frankenthal (Meergartenweg 24) an.

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    Laut Anja Grey, Präventionskraft in der Fachstelle Sucht Frankenthal, und Annette Schilling von der Fachstelle Suchtprävention der Diakonie in Ludwigshafen, erhalten die Teilnehmer der Fortbildung neben Basisinformationen zum Thema Sucht vor allem Einblicke in die Situation von suchtkranken Eltern und von Kindern in suchtbelasteten Familien. Außerdem sollen sie sich mit der Rolle der Fachkraft in einem suchtbelasteten System auseinandersetzen. Am zweiten Fortbildungstag wird außerdem Viola Luther, Mitarbeiterin beim Kinderschutzdienst und beim Caritas-Zentrum Ludwigshafen über die rechtliche Situation, insbesondere den Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung, referieren.

    Studien belegten, dass deutschlandweit rund 2,65 Millionen Kinder unter 18 Jahren mit mindestens einem alkoholkranken Elternteil leben, so Grey und Schilling. Hinzu kämen etwa 40.000 bis 60.000 Kinder mit drogenabhängigen Eltern. Die Zahl von Kindern aus Familien mit stoffgebundenen Süchten oder Medikamentenabhängigkeit seien kaum bekannt. Kinder aus suchtbelasteten Familien hätten ein hohes Risiko, selbst süchtig zu werden oder Ängste, Depressionen und andere psychische Störungen auszubilden. Sie seien deshalb eine wichtige Zielgruppe der Suchtprävention.

    Neben Erziehrinnen, Erziehern und Grundschullehrkräften können nach Absprache auch andere Personen, die beruflich mit Kindern aus suchtbelasteten Familien tätig sind, an der Veranstaltung teilnehmen. Die Fortbildung ist als Modul B für die Grundausbildung Suchtprävention RLP anerkannt. Darüber hinaus wurde ein PL Aktenzeichen beim Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz beantragt und wird nachgereicht.

    Den Flyer mit Anmeldeformular und dem kompletten Ausschreibungstext der Fortbildung finden Sie zum Download unten am Ende des Textes. Ihre Anmeldung schicken Sie bitte bis zum 27. Januar 2017 an:

    Fachstelle Sucht Frankenthal

    z. Hd. Frau Anja Grey
    Bahnhofstr. 38
    67227 Frankenthal
    E-Mail: a.grey(at)evh-pfalz.de
    Fax: 06233/ 9001

     

    Fortbildung "Kind s/Sucht Familie"

     

     
  • 22.12.2016 Bundestagskandidatin informiert sich über Wichern-Werkstätten

     

    Außerdem auf dem Foto (v.l.n.r.): Verwaltungsleiter Bastian Schwalb, Zweigstellenleiterin Kirsten Zepperitz und Thomas Geis (Mitarbeiter von Isabel Mackensen)

     

    Über die Arbeit der Wichern-Werkstätten in Haßloch hat sich die Bundestagskandidatin der SPD für den Wahlkreis Neustadt-Speyer, Isabel Mackensen, informiert. Mackensen besucht derzeit verschiedene soziale Einrichtungen in ihrem Wahlkreis, um deren Arbeit näher kennenzulernen.

     

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    „Die Wichern-Werkstätten bieten derzeit an ihren Standorten in Haßloch, Ludwigshafen, Landau, Speyer und Bellheim rund 500 Menschen mit psychischer Behinderung die Möglichkeit zur Teilhabe am Arbeitsleben", berichtete Verwaltungsleiter Bastian Schwalb. Aufgrund der steigenden Zahl von Menschen mit psychischer Behinderung sei auch der Bedarf an Werkstattarbeitsplätzen in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen. Um diesem Bedarf gerecht zu werden, hätten die Wichern-Werkstätten im November 2015 das neue Werkstattgebäude in Betrieb genommen, nachdem sie vorher bereits drei Jahre in angemieteten Räumen in Haßloch tätig waren.

    Beim Rundgang durch das Werkstattgebäude zeigte sich Mackensen beeindruckt von der Vielfalt der Bereiche, in denen die derzeit rund 60 Beschäftigten dort arbeiten können. Sie erfuhr, dass in Haßloch Verpackungsarbeiten ausgeführt und Spezialpaletten produziert werden und außerdem die Möglichkeit besteht, in den Bereichen Aktenvernichtung, Hauswirtschaft, Elektroprüfservice oder Wäscherei zu arbeiten. „Im Ort selbst betreiben wir noch eine Bügelannahmestelle und seit Frühjahr auch den Kiosk im Hannah-Arendt-Gymnasium", berichtete Zweigstellenleiterin Kirsten Zepperitz. Weitere Projekte wie die Eröffnung einer Hundetagesstätte seien derzeit in Planung. „Wo ihre persönlichen Fähigkeiten liegen, können die Beschäftigten während der Zeit im Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich herausfinden, die alle während der ersten 27 Monate durchlaufen", so Zepperitz. „Neben der beruflichen Qualifikation und Orientierung bildet dabei die Vermittlung von lebenspraktischen Techniken einen Schwerpunkt."

    Auf die Frage von Mackensen, welche Rolle das Thema Inklusion bei der Arbeit der Wichern-Werkstätten spiele, verwies Schwalb auf die beiden Integrationsassistenten der Wichern-Werkstätten: „Sie sind eigens dazu da, um den Beschäftigten durch Vermittlung in Praktika oder auf Außenarbeitsplätze den Übergang auf den ersten Arbeitsmarkt zu erleichtern." Berücksichtigt werden müsse dabei aber immer, dass der erste Arbeitsmarkt mit seinen verdichteten Arbeitsprozessen für viele Beschäftigte eine hohe Hürde darstelle. „Wenn wir unseren Beschäftigten eine Arbeit bieten können, die ihnen Sinnhaftigkeit und Wertschätzung vermittelt, dann leisten wir damit einen wichtigen Beitrag zur Teilhabe am Leben", so die Einschätzung von Kirsten Zepperitz. „Der Teilhabegedanke beschränkt sich für uns aber nicht nur auf das Arbeitsleben. Wir nehmen den ganzen Menschen in den Blick. Deshalb gehören zu unserem Angebot regelmäßig auch freizeitbegleitende Maßnahmen oder Bildungsangebote für die Beschäftigten."

    Welche Auswirkungen das neue Bundesteilhabegesetz auf die Werkstätten und ihre finanzielle Ausstattung haben werde, muss sich nach Auffassung von Schwalb noch zeigen. „Die Wichern-Werkstätten haben in den über dreißig Jahren ihres Bestehens schon viele Veränderungen miterlebt. Wir werden uns auch dieser Herausforderung stellen."

     
  • 08.12.2016 Goldenes Kronenkreuz für drei langjährige Mitarbeiter der Wichern-Werkstätten

     

    Drei langjährige Mitarbeiter der Wichern-Werkstätten erhalten am 16. Dezember das Goldene Kronenkreuz der Diakonie. Holger Paul, Leiter der beiden Zweigstellen in Speyer, Norbert Robotta, Leiter der Zweigstelle Bellheim, sowie Silvia Braun, Reinigungskraft in der Zweigstelle Ludwigshafen der Werkstätten für Menschen mit psychischer Behinderung, werden im Rahmen der Weihnachtsfeier der Wichern-Werkstätten in Ludwigshafen die Ehrung aus den Händen von Landesdiakoniepfarrer Albrecht Bähr in Empfang nehmen. Mit dem Goldenen Kronenkreuz würdigt das Diakonische Werk eine langjährige Tätigkeit im Bereich der Diakonie.

     

     

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    Holger Paul hat sich gleich nach Ende seines Studiums für die Arbeit mit Menschen mit Behinderung entschieden. Im Jahr 1990 begann er als Gruppenleiter in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung der Diakonie Bad Kreuznach. Nach einem kurzen Abstecher in die Werkstatt des Diakonissenhauses Berlin-Teltow kam er 1995 ins Ludwigshafener Wichern-Institut, wo er im Bereich Gärtnerei als Ausbilder für die psychisch kranken Rehabilitanden arbeitete. Zwei Jahre später wechselte er in die Zweigstelle der Wichern-Werkstätten nach Speyer und baute dort eine Gärtner-Gruppe auf. Als die Wichern-Werkstätten 1998 in Bellheim eine neue Zweigstelle eröffneten, wurde Paul deren Betriebsstättenleiter bevor er 2001 nach Speyer zurückkehrte. Seit 2010 leitet Paul die beiden Speyerer Zweigstellen der Wichern-Werkstätten im Sankt-Klara-Kloster-Weg und in der Draisstraße. „Ich möchte für die bei uns beschäftigten Menschen mit Behinderung etwas erreichen und ihnen einen Platz zu bieten, an dem sie sich wohlfühlen und einen sinnvollen Tag verbringen können," beschreibt der 53-jährige, was ihm bei seiner Arbeit wichtig ist. Langweilig wird die ihm auch nach über 25 Jahren nicht: „Die Arbeit mit Menschen, das gemeinsame Suchen nach Lösungen und auch die Mitarbeit im Leitungsteam der Wichern-Werkstätten sorgen dafür, dass mein Alltag abwechslungsreich bleibt."

    Norbert Robotta leitet seit 2010 die Zweigstelle in Bellheim und war davor bereits 17 Jahre lang Leiter der Zweigstelle in der Speyerer Draisstraße. „Den Aufbau der Zweigstelle dort mit zu verantworten und zu gestalten hat mir sehr viel Spaß gemacht" erzählt der 57-jäjrige im Rückblick. Nach einer Ausbildung zum Werkzeugmacher und mehr als zehn Jahren Tätigkeit in der Industrie war Robotta im März 1991 zu den Wichern-Werkstätten nach Ludwigshafen gewechselt und dort zunächst als Gruppenleiter in verschiedenen Arbeitsbereichen für die Betreuung und arbeitstechnische Anleitung der psychisch behinderten Beschäftigten zuständig. Die Arbeit für und mit Menschen habe ihm schon immer am Herzen gelegen und bei den Wichern-Werkstätten habe er die Möglichkeit bekommen, sein technisches Interesse mit sozialem Engagement zu verbinden, begründet Robotta seine damalige Entscheidung. Die Chance, Menschen in ihrer Persönlichkeit und ihrer Entwicklung unterstützen zu können sieht Robotta nach wie vor als großes Plus in seinem Beruf. Zugleich sieht er sich als Zweigstellenleiter aber auch in der Verantwortung für den betriebswirtschaftlichen Erfolg. Dem langjährigen Qualitätsbeauftragten der Wichern-Werkstätten liegt es deshalb ein Anliegen, die Qualität der Arbeit auf einem hohen Level zu halten und kontinuierlich zu verbessern. „Dabei", so betont er, „steht jedoch der Mensch immer Mittelpunkt unseres Handelns."

    Seit 25 Jahren kümmert sich Silvia Braun als Reinigungskraft um die Sauberkeit in der Ludwigshafener Zweigstelle der Wichern-Werkstätten. Als Braun dort 1991 anfing, waren die Werkstätten noch Teil des benachbarten Wichern-Instituts. „Eine Freundin, die wusste, dass ich gerade eine neue Stelle suche, hat mir damals erzählt, dass da jemand gesucht wird", erzählt die gebürtige Ludwigshafenerin. Als Elternzeitvertretung habe sie damals angefangen, so Braun, dann eine Festanstellung bekommen, anfangs auch noch in der Hauswirtschaft des Wichern-Instituts gearbeitet, bevor sie dann endgültig in die Werkstatt in der Schillerstraße gewechselt sei. „Ich bin in gewisser Weise Mädchen für alles", versteht die 54-jährige ihre Tätigkeit nicht auf die bloßen Reinigungsarbeiten begrenzt. Geblieben ist sie all die Jahre auch deshalb, weil ihr der Kontakt mit den Werkstattbeschäftigten viel Freude bereitet. „Es ist schön, wenn die Leute zu einem kommen und wir dann einen Spaß miteinander machen können. Und in der Werkstatt lernt man immer wieder viele neue Leute kennen."