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Neuigkeiten

 
  • 19.07.2017 Bei Jugendhilfe-WM unter den zwölf Besten

     

    11 WM Team 2017 HomepageDas deutsche Team mit den Spielern Leon D'Alessio und Kevin Ruff sowie Trainer Bruno Dietz aus dem Heilpädagogium Schillerhain hat das Viertelfinale bei der Fußball-WM für Jugendhilfeeinrichtungen knapp verpasst. Bei dem am 15. und 16. Juli in Warschau ausgetragenen Turnier waren Russland und Litauen zu stark für die deutsche Mannschaft, die am Ende den dritten Platz in ihrer Vorrundengruppe belegte.

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    Mit einem 2:2 gegen Kroatien und einem soliden Spiel war das Team ins Turnier gestartet. Trotz spürbarer Nervosität konnte die deutsche Mannschaft, in der Jugendliche von insgesamt sieben Jugendhilfeeinrichtungen aus dem gesamten Bundesgebiet spielten, dabei sogar einen Rückstand aufholen. Titelverteidiger Russland erwies sich im nächsten Spiel dann allerdings als zu starker Gegner. Zwar gelang es den deutschen Jungs in der ersten Halbzeit noch, gut mitzuhalten. Am Ende fiel die Niederlage mit 1:4 dann aber doch recht deutlich aus. Dafür gelang in der dritten Partie gegen Slowenien mit 3:0 ein klarer Sieg. Mit einem sehenswerten Lupfer über zwei Gegenspieler hinweg in den Lauf seines Stürmer-Kollegen bereitete Kevin Ruff dabei den ersten deutschen Treffer vor.

    Bereits vor dem vierten Spiel gegen Litauen stand fest, dass dieses Match über das Weiterkommen ins Viertelfinale entscheiden würde. Bis vier Minuten vor Schluss stand es 0:0. Ein Torwartfehler führte dann aber zur 1:0-Führung für die Spieler aus dem Baltikum. Zwar versuchte das deutsche Team, das Spiel noch mit viel Kampfgeist zu drehen, wurde aber von den cleveren Litauern ausgekontert, kassierte noch das 0:2 und musste alle Hoffnungen auf ein Weiterkommen begraben. Immerhin zeigten die jungen Spieler beim 3:0 in der letzten Partie gegen Palästina noch einmal, welche spielerischen Qualitäten in ihnen steckten.

    „Nach einer Nacht Schlafen und angesichts der extrem hohen Qualität der vier Halbfinalisten waren sowohl wir Trainer als auch die Spieler letztlich mit unserer Leistung zufrieden," fällt das Fazit von Bruno Dietz, der dem vierköpfigen Trainerstab angehörte, letztlich dann doch positiv aus. Auch mit seinen beiden Spielern aus dem Heilpädagogium war der Erzieher insgesamt zufrieden. „Bei Leon hat man in den ersten Spielen schon stark die Nervosität gespürt. In den beiden letzten Partien zeigte er dann aber eine gute Leistung in der Abwehr. Kevin war außerhalb des Platzes das Vorbild der Mannschaft, sehr respektvoll und diszipliniert. Im Spiel konnte er sofort Akzente setzen, sowohl defensiv als auch offensiv." Beide seien außerdem von der Stadt Warschau und dem ganzen drumherum um das Turnier sehr beeindruckt gewesen. „Die Gastfreundschaft, die wir erlebt haben, war schon beachtlich", bestätigt auch Dietz die Eindrücke der beiden Jugendlichen. „Ich würde mich freuen, wenn wir im kommenden Jahr wieder an dem Turnier teilnehmen könnten und dafür auch wieder die insgesamt 26 Stunden im Zug verbringen."

    Den Weltmeistertitel sicherte sich schließlich Spanien mit einem knappen Sieg gegen Titelverteidiger Russland. Mit ihrem schnellen und spielerisch starken Fußball hatten die Spanier zuvor im Halbfinale klar gegen die Niederlande durchgesetzt. In der zweiten Halbfinal-Begegnung schaltete Russland den Gastgeber und Turnierfavoriten Polen aus. Obwohl die Polen alle sechs Spiele zuvor ohne Gegentor gewonnen und dabei 36 Treffer erzielt hatten, konnten sie gegen das sehr diszipliniert verteidigende russische Team nichts ausrichten und verloren mit 0:1. So blieb am Ende für die Gastgeber nur Platz drei, den sie sich durch einen Sieg im Elfmeterschießen gegen die Niederlande erkämpften. Im Finale erlebten die Zuschauer eine spanische Mannschaft, der es mit Herz, Leidenschaft und Kampfgeist gelang, die gut stehende und sehr diszipliniert agierende russische Mannschaft knapp zu schlagen und sich letztlich verdient den Weltmeister-Titel zu sichern.

    Bruno Dietz



     
  • 10.07.2017 Vom Schillerhain in den WM-Kader

    Spieler und Trainer aus dem Heilpädagogium bei Fußball-WM für Jugendhilfeeinrichtungen

    Kevin Ruff und Leon D‘AlessioEinmal bei einer Fußball-WM im Team der deutschen Nationalmannschaft mitspielen: dieser Traum vieler junger Fußballer wird für Leon D'Alessio und Kevin Ruff aus dem Heilpädagogium Schillerhain demnächst Wirklichkeit. Sie gehören zum Kader der deutschen Mannschaft, die am 15. und 16. Juli an der Fußball-Weltmeisterschaft für Jugendhilfeeinrichtungen in Warschau teilnehmen wird. Als Trainer an der Seitenlinie steht mit Bruno Dietz dann noch ein weiterer Schillerhainer. Der Erzieher gehört zum vierköpfigen Trainerstab, der die Jugendhilfe-Nationalmannschaft betreut.

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    Leon D'Alessio und Bruno Dietz sind außerdem frisch gebackene deutsche Fußball-Vizemeister. Bei der im Mai zum zweiten Mal ausgetragenen deutschen Fußballmeisterschaft für Jugendhilfeeinrichtungen wurde ihr Team „Joschis Jungs" – eine Spielgemeinschaft mit befreundeten Jugendhilfeeinrichtungen aus Bad Oldesloe und Berlin – erst im Endspiel knapp mit 1:2 geschlagen. „Hätten wir nicht so viel Verletzungspech gehabt, hätte das Finale durchaus auch anders ausgehen können", ist Bruno Dietz überzeugt. „Aber letztlich überwog bei den drei Jungs aus dem Schillerhain, die dabei waren, dann doch die Freude über die Vizemeisterschaft."

    „Im letzten Jahr ist das Siegerteam der Deutschen Meisterschaft auch als deutsches Team zur WM gefahren", erzählt Dietz weiter. Im Vorfeld der diesjährigen Meisterschaft hätten die Teilnehmer aber untereinander abgesprochen, diesmal mit einer richtigen Nationalmannschaft an der WM teilzunehmen. Dietz selbst wurde dabei zusammen mit drei Kollegen aus anderen Jugendhilfe-Einrichtungen in den Trainerstab berufen, der die Deutsche Meisterschaft dazu nutzte, aus den besten Spielern der einzelnen Teams den WM-Kader zusammenzustellen.

    Mit seinen Leistungen als torgefährlicher Verteidiger hat Leon D'Alessio sich dabei einen Platz in dem zwölfköpfigen Team – die Jugendhilfe-WM wird als Kleinfeldturnier mit Teams zu je fünf Feldspielern und einem Torwart ausgetragen – erspielen können. „Kevin ist als Feldspieler vielseitig einsetzbar, kann außerdem auch als Torwart spielen und verhält sich außerhalb des Platzes absolut professionell," begründet Dietz, wieso auch er für die Nationalelf nominiert wurde, obwohl er bei der Deutschen Meisterschaft nicht dabei sein konnte.

    Ein wenig komisch sei es schon gewesen, als er erfahren habe, dass er mit nach Polen fahren dürfe, erzählt Leon. Nervös, betont er, sei er aber nicht: „Ich habe früher im Verein und auch mit der Schule schon viele Turniere gespielt." Lediglich die lange Anreise, vierzehn Stunden mit dem Zug, sei nicht sein Ding. Vor allem freut sich der Fünfzehnjährige darauf, im großen Stadion von Legia Warschau zu spielen, in dem die Finalrunde der Jugendhilfe-WM ausgetragen wird. „Das müsst ihr euch aber erst mal erarbeiten und die Vorrunde überstehen," mahnt sein Trainer. Die wird am ersten Turniertag vor dem Stadion ausgetragen und hat es, so Dietz, durchaus in sich: „Wir haben da innerhalb von fünf Stunden sechs Spiele von jeweils einer Viertelstunde zu bestreiten." Immerhin haben 26 Teams für das Turnier gemeldet, darunter auch Mannschaften aus Jordanien, Japan, Vietnam und Thailand. Die Vorrundengegner der deutschen Mannschaft werden erst am Vorabend des Turniers ausgelost. Während Leon auf Spanien als Gegner hofft, wünscht Dietz sich Spiele gegen Irland und Frankreich: „Die Iren waren im letzten Jahr total herzlich, und die Franzosen hatten 2016 eine super Mannschaft, unheimlich schnell und kombinationsstark."

    Damit der Traum von der Finalrunde im Legia-Stadion Wirklichkeit werden kann, haben Dietz und seine Trainer-Kollegen bei einem Trainingslager am letzten Juni-Wochenende in Verden mit ihren jungen Spielern nicht nur Spielzüge, Standards und Taktik trainiert. Ihr Augenmerk galt auch einem disziplinierten Verhalten außerhalb des Platzes und dem richtigen Nutzen der Ruhepausen. „Bis zur WM will ich noch an meiner Ausdauer arbeiten," hat Leon sich bis Mitte Juli noch ein Trainingsziel gesetzt. Doch selbst dann, wenn die ganz großen sportlichen Erfolge ausbleiben sollten: die Fahrt zur WM in Polen, davon ist Bruno Dietz überzeugt, wird für alle auf jeden Fall eine unvergessliche Erfahrung: „Allein schon die Begegnung und der Austausch mit den anderen Jugendlichen aus so vielen verschiedenen Ländern, das ist etwas, was unsere Jungs wahrscheinlich so nicht noch einmal erleben werden."

    Hintergrund:
    Mehr Informationen zur Fußball-WM für Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen gibt es (in Englisch) auf www.hopeformundial.pl

     
  • 04.07.2017 Bereits zum sechsten Mal Zertifikats-Übergabe vom Trainingstag „Schule"

    Über 30 Schüler, Eltern, Lehrer und Schulrektoren sowie die Mitarbeiter des Regionalen Familiendienstes (RFD) der Stadt Ludwigshafen und aus dem Evangelischen Jugendhilfezentrum Worms waren dabei, als in der Konzertmuschel des Ludwigshafener Ebertparks die Zertifikate zum Abschluss des aktuellen Trainingstags-Schuljahres überreicht wurden.

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    Der Trainingstag 'Schule' ist ein Kooperationsprojekt, bei dem die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Neustadt an der Weinstraße, der RFD des Stadtjugendamtes Ludwigshafen und das Evangelische Jugendhilfezentrum Worms zusammenwirken. Kinder mit Auffälligkeiten in der Schule besuchen einmal die Woche vormittags mit einem Elternteil den Trainingstag. Dort können die Eltern dem Unterricht folgen, ihre Kinder positiv beeinflussen und motivierend einwirken. Ziel ist es, dass die Kinder in ihrer Schule verbleiben können und wieder Spaß am Lernen haben. Gleichzeitig sollen die Eltern für die schulische Situation sensibilisiert werden, die Möglichkeit haben, sich mit anderen Eltern über ähnliche Situationen auszutauschen (Eltern lernen von Eltern) und Erlerntes auf die familiäre Situation übertragen. Zurzeit gibt es zwei Gruppen mit je fünf Kindern, die jeweils dienstags und donnerstags stattfinden. Betreut werden die Familien von einer Förderschullehrerin und einer pädagogischen Fachkraft des Evangelischen Jugendhilfezentrums Worms. Der Trainingstag hat sich als präventives Projekt sehr bewährt und das Stadtjugendamt Ludwigshafen hat dieses Angebot in sein Jugendhilfeangebot implementiert. In diesem Jahr fand das Angebot bereits zum sechsten Mal statt.

    Am 20. Juni erhielten die Teilnehmer am diesjährigen Trainingstag ihre Trainingstags-Zertifikate. Bereits zum dritten Mal fand die Veranstaltung in der Konzertmuschel im Ebertpark statt. Die musikalische Eröffnung übernahm die Trommelgruppe des Evangelischen Jugendhilfezentrums Worms. Mit einladenden und wertschätzenden Worten überreichten anschließend Hiltrud Gehrlein-Bischoff, Ansprechpartnerin für sonderpädagogische Förderung bei der ADD in Neustadt und Christoph Möhrke als Vertreter des RFD Ludwigshafen die Zertifikate an die teilnehmenden Schüler und Eltern. Zum Schluss gab es noch einmal eine musikalische Einlage der Trommelgruppe. Danach bestand noch genug Gelegenheit, mit allen Beteiligten ins Gespräch zu kommen, was gerne genutzt wurde. Der bereits bewährte Austragungsort im Ebertpark lud die Familien außerdem erneut bei strahlendem Wetter zu einem längeren ein.

    Eva Pletscher
    (Pädagogische Fachkraft, Trainingstag 'Schule')

     
  • 03.07.2017 Kinder lieben Kimba

    Therapiehund-Azubi in der Erziehungsberatungsstelle Frankenthal

    Bei Kindern und Eltern gleichermaßen beliebt


    Um einen vierbeinigen Mitarbeiter hat sich das Team der Erziehungsberatungsstelle Frankenthal erweitert. Seit März dieses Jahres ist dort Kimba, ein sechs Monate alter Bolonka Zwetna, als Therapiehund im Einsatz.


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    Genau genommen ist Kimba derzeit noch ein Therapiehund in Ausbildung. In kurzen, täglichen Trainingseinheiten in der Erziehungsberatungsstelle und in enger medialer Abstimmung mit seiner externen Hundetrainerin lernt er gerade alle Verhaltensweisen, die er für seinen Einsatz als Therapiehund braucht. Weil Kimba eine kognitive Grundausbildung genossen hat, kann er aber schon jetzt in der Arbeit mit den Kindern in der Beratungsstelle eingesetzt werden.


    „Kimba ist etwa 25 cm hoch und sehr ruhig, außerdem stress- und lärmresistent und überhaupt nicht schreckhaft. Die Kinder zeigen keine Angst vor ihm, und Kimba lässt sich gerne von ihnen streicheln und kuscheln" erzählt Fachberaterin Britta Bünder. Die Erfahrungen mit dem neuen Team-Mitglied seien bis jetzt ausschließlich positiv:. „Viele Kinder freuen sich schon, wenn sie kommen, auf ihn. Auch Eltern nehmen ihn teilweise auf den Arm und streicheln ihn während des Gesprächs. In die Gruppen ist er gut integriert und eine echte Bereicherung." Ein Vorteil sei auch, dass die Rasse Bolonka Zwetna so gut wie nicht haare und deswegen auch für Menschen gut geeignet sei, die auf Hundehaare allergisch reagieren.


    Seine erste feste Therapieaufgabe hatte Kimba ebenfalls bereits mit einem Jungen, dem es schwer fiel, seine Kraft einzuschätzen und auf „nein" zu reagieren, der jedoch sehr gerne mit Kimba spielt. „Hier hat sich die Zuneigung des Jungen zu Kimba sehr positiv auf seine Bereitschaft ausgewirkt, die Grenzen von Kimba zu akzeptieren", berichtet Bünder. „Im Wechsel zwischen Spiel und Streicheln konnten wir mit dem Jungen dann gut den Unterschied zwischen wildem aktiven Spiel und ruhigen, sanften Bewegungen thematisieren."


    Die Ausbildungszeit von Kimba wird noch ein bis zwei Jahre dauern. Zum Abschluss muss er dann bei der Akademie für Therapie- und Begleithunde Kropp, mit der seine Trainerin eng zusammenarbeitet, eine Prüfung ablegen. Doch nach den bisherigen Erfahrungen sollte die eigentlich kein Problem für Kimba sein.

     

    Britta Bünder
    Fachberaterin Erziehungsberatungsstelle Frankenthal

     

     
  • 29.06.2017 Schillerhain-Team wird Vizemeister

    Bei der zweiten Deutschen Fußballmeisterschaft für Kinder und Jugendliche in Jugendhilfe hat die Mannschaft des Heilpädagogiums Schillerhain den 2. Platz belegt. Drei Spieler sowie acht Fans aus dem Heilpädagogium Schillerhain verbrachten dabei mit vielen weiteren fußballinteressierten Spielern ein unvergessliches Wochenende in Bad Malente.

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    Zehn Stunden dauerte die lange Reise in den hohen Norden für die elf Jugendlichen und vier Betreuer, bis sie endlich im schönen „Bad Malente" am Kellersee ankamen. Dort trafen sie die anderen Teammitglieder der in Kooperation mit zwei weiteren Einrichtungen aus Berlin und Bad Oldesloe gegründeten Fußballmannschaft, " JoScHis Jungs". Gemeinsam fand noch am ersten Abend eine Begehung des Spielgeländes der zweiten Deutschen Fußballmeisterschaft für Kinder und Jugendliche in Jugendhilfe statt. Mit Staunen und Vorfreude auf den morgigen Tag, betraten die Spieler, Fans und Betreuer den Rasen des „Uwe Seeler Parks". Nach einem gemeinsamen Abendessen, ging es zurück in die Jugendherberge und - mit dem Mythos „Malente macht Meister" in Gedanken - früh ins Bett.


    Gut ausgeschlafen und nach einem leckeren Frühstück machten sich alle am nächsten Morgen auf den Weg zum großen Turnier. Die Teams der Jugendlichen wurden durch Losverfahren in jeweils eine der zwei bestehenden Gruppen verteilt. In einer starken Gruppe mit sieben Teams setzten sich „JoScHis Jungs" mit vier Siegen, zwei Unentschieden und nur drei Gegentreffern als Spitzenreiter durch. Gegner in der Vorrunde waren die „Campus Kicker" aus Nauen, die „Kickers" aus Aschaffenburg, „St. Joseph" aus Gelsenkirchen, die „Mixkids" aus Bad Oldesloe, der „CJD" aus Bad Zwesten, sowie die Mannschaft „Wasabi". Der Einzug ins Halbfinale wurde im letzten Spiel der Vorrunde gesichert. Allerdings verletzte sich einer der besten Torschützen von „JoScHis Jungs" während der Vorrunde so schwer, dass er im Krankenhaus untersucht werden musste. Glücklicherweise konnte er, nun medizinisch versorgt, gegen Ende des Turniers zurückkehren, um seiner Mannschaft seelisch und moralischen Beistand zu leisten.


    Nun ging es im Halbfinale für „JoScHis Jungs" gegen die „Magga Buddies" aus Saarbrücken, die mit einem klaren 3:0 besiegt werden konnten. Leider wurden während des Halbfinales zwei weitere Spieler verletzt. Einer der beiden hatte aus diesem Grund nicht die Möglichkeit, aktiv im Finale mitzuwirken. So traten die Spieler von „JoScHis Jungs" etwas angeschlagen und mit Ersatztorwart in der Startaufstellung das Finale gegen die „Campus Kicker" an. In einem packenden Spiel gingen „JoScHis Jungs" mit einem herrlichen Konter in Führung. Kurz darauf glichen die „Campus Kickers" mit 1:1 aus. Anschließend hatten beide Mannschaften einige Chancen, die jedoch ungenutzt blieben. Leider wurden jedoch gegen Ende des Spieles leichte Konditionsprobleme von „JoScHis Jungs" deutlich. Dadurch, dass einige Spieler verletzt waren, war ein Durchwechsel während des Spieles gegen die „Campus Kickers" nicht in der Form möglich, wie es wünschenswert gewesen wäre. So verloren „Joschis Jungs" das Finale mit 2:1. Der Trainer der „Campus Kickers" formulierte seine Anerkennung für die erbrachte Leistung von „JoScHis Jungs" und gab zu, dass das Spiel, wären nicht so viele Spieler verletzungsbedingt ausgefallen, möglicherweise eine andere Wendung genommen hätte. Die Trauer um das verlorene Finale war jedoch nur von kurzer Dauer, da die Freude um den Vizetitel überwog.


    Nach der Siegerehrung fand die Bekanntgabe der 14 Spieler statt, welche in ein Trainingslager zur Bildung der Deutschen Nationalmannschaft eingeladen wurden, die im Juli bei der WM in Polen antreten wird. Unter den Ausgewählten waren fünf Spieler von „JoScHis Jungs", darunter Leon D'Allessio vom Heilpädagogium Schillerhain. Auch Betreuer Bruno Dietz aus dem Heilpädagogium Schillerhain wurde zum Trainerstab der Nationalmannschaft berufen.


    Mit einem gemeinsamen Pizzaabend ließ die Gruppe aus dem Heilpädagogium den schönen und erfolgreichen Tag ausklingen. Am nächsten Morgen traten sie, gestärkt durch ein gutes Frühstück, die Heimreise an.


    Bruno Dietz, Oona Braun

     

     
  • 28.06.2017 Wo Hühner bei den „Falken" wohnen

    Hühnerhaltung seit Kurzem Teil des pädagogischen Konzepts im Jugenddorf Sickingen

    Seit Kurzem Teil des pädagogischen KonzeptsGefiederte Mitbewohner haben seit ein paar Wochen die Jungen und pädagogischen Mitarbeiter im Jugenddorf Sickingen in Waldfischbach-Burgalben bekommen. Flocke, ein weißes Zwerghuhn, und drei bisher noch namenlose braune Artgenossinnen sind Anfang März in die Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung der Evangelischen Heimstiftung Pfalz eingezogen. Ihr Auftrag: einen Beitrag leisten bei der pädagogischen Arbeit im Jugenddorf, wo 24 Jungen mit intensivpädagogischen Förderbedarf leben. Dass die vier Hühner dabei ausgerechnet in einer Wohngruppe gelandet sind, die den Namen „Falken" trägt, scheint sie wenig zu beeindrucken.

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    Schließlich sind die „Falken" – sieben Jungen im Alter zwischen neun und 15 Jahren – nicht wenig stolz auf „ihre" Hühner. Und inzwischen wissen sie auch schon ganz gut Bescheid darüber, was die vier so alles brauchen. „Morgens bekommen sie von uns Körner und frisches Wasser. Abends geben wir ihnen Essensreste aus der Gruppe," erzählt Oduwa. „Ich pflücke ihnen gerne Gras und Löwenzahn, das futtern sie ganz schnell weg", ergänzt Fabian. „Wir machen auch den Trinknapf sauber und bringen den Mist weg," berichtet Ricardo. Im Moment, erklärt Erzieherin Claudia Weber, sei immer einer der Mitarbeiter mit dabei, wenn die Hühner versorgt würden. Nach und nach könnten die Jungen aber auch die eine oder andere Aufgabe selbst übernehmen. „Wir haben für die Gruppe auch ein Buch über Hühnerhaltung angeschafft, außerdem informieren sich die Jungen natürlich im Internet", erzählt sie weiter.

     

    Die Idee, die Haltung von Tieren in das pädagogische Konzept der Gruppe zu integrieren, habe im Mitarbeiter-Team schon länger existiert, so Weber. „Naturerfahrungen spielen in unserer Wohngruppe ohnehin eine wichtige Rolle. Wir pflanzen zum Beispiel in einem Hochbeet unser eigenes Gemüse und in der Nähe des Hühner-Geheges steht schon der Rahmen für ein großes Insekten-Hotel, das die Gruppe als nächstes Projekt baut." „Ein Kollege hält zu Hause schon viele Jahre Hühner", begründet ihre Kollegin Hannah Janovsky, warum die Wahl dann schließlich auf Hühner fiel.

     

    Bis die dann tatsächlich bei den „Falken" einziehen konnten, waren jedoch erst noch einige Vorarbeiten zu erledigen. Unter Anleitung der Wohngruppen-Mitarbeiter bauten die Jungs ein 15 Quadratmeter großes Hühnergehege samt Hühnerhaus und –leiter. Dabei lernten sie unter anderem, dass es Vorgaben dafür gibt, wie groß die Nester für die Hühner sein müssen und dass so ein Gehege ausreichend Schutz vor Mardern, Füchsen und Raubvögeln bieten muss. Für die Materialkosten gab es eine Spende des Motorradclubs Gold Wing Riders International e.V. Kaiserslautern, der das Jugenddorf Sickingen bereits mehrmals unterstützt hat.

     

    „Schade, dass einer der Jungs, der viel beim Bauen des Geheges mitgeholfen hat, heute nicht dabei sein kann," bedauert Christian Schmidt, ebenfalls Mitarbeiter im „Falken"-Team. Am Hühnergehege hat Luca währenddessen entdeckt, dass zwei Eier in den Nestern im Hühnerhaus liegen. „Die kommen jetzt in den Kühlschrank und dann verwenden wir sie in der Gruppe", berichtet Claudia Weber: „Das war auch einer der Gründe, weswegen wir uns für die Hühner entschieden haben: wir wollten, dass die Kinder eine andere Sicht auf Lebensmittel bekommen und lernen, dass die Eier nicht aus dem Supermarkt kommen." Selbstverständlich seien Flocke und ihre drei Mitbewohnerinnen beim zuständigen Veterinäramt und der Tierseuchenkasse gemeldet und würden alle Hygienevorschriften eingehalten, betont sie.

     

    In der Zwischenzeit hat Antony eines der Hühner hochgehoben um es zu streicheln: „Ich finde es gut, dass die Hühner inzwischen so zutraulich sind", freut er sich. Für Christian Schmidt ist das ein Zeichen dafür, dass die Idee mit den Hühnern erste positive Effekte zeigt: „Über den Umgang mit den Hühnern üben die Jungen, einfühlsam zu sein. Sie haben inzwischen verstanden, dass sie im Gehege langsam gehen und ruhig sein müssen, um die Tiere nicht zu erschrecken. Gleichzeitig lernen sie, sich etwas zuzutrauen und haben Erfolgserlebnisse. So ein Huhn hochzuheben, das kostet ja auch ein Stück Überwindung." Er beobachte, dass die Jungen wirklich interessiert an den Hühnern seien, oft nach ihnen fragen und sich häufig am Gehege aufhalten. „Tiere haben eigentlich immer eine besondere Wirkung auf Kinder und auf die Atmosphäre", sagt er. „Mein Eindruck ist, dass die Hühner das gesamte Klima in der Gruppe positiv beeinflussen. Man könnte fast sagen: mit den Hühnern ist noch mehr Herz in die Gruppe eingezogen."

     
  • 27.06.2017 Jugenddorf-Schüler unterstützen Kaiserslauterer Hilfsprojekt

    Einmal in der Woche wird in der Mennonitenstraße 20 in Kaiserslautern der Hof geöffnet und ein kostenloses Essen für bedürftige Menschen angeboten. Am vergangenen Mittwoch haben erstmals zwei Schüler aus der Herman-Nohl-Schule im Jugenddorf Sickingen gemeinsam mit den Mitarbeitern Dieter Schäfer und Michael Mayer das Essen zubereitet.

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    Organisiert wird das Essens-Angebot durch eine Wohngemeinschaft, die inmitten des sozialen Brennpunktes „Kalkofen" entstanden ist. Die Bewohner der Wohngemeinschaft haben sich zum Ziel gesetzt, aktiv das Leben mit den Nachbarn zu gestalten und zu teilen. 2011 wurde ein gemeinnütziger Verein gegründet, um Spenden für verschiedene soziale Projekte sammeln zu können. Weitere Informationen zum Verein gibt es unter www.k-turn.de.

     

    Von den vier Köchen aus dem Jugenddorf Sickingen wurde eine kräftige mediterrane Gemüsesuppe mit Eieinlage gekocht, außerdem zum Nachtisch Vanille- und Schokoladenpudding. Dazu gab es Brötchen und süßes Backwerk, das von einer örtlichen Großbäckerei gespendet wurde. Ab 18.00 Uhr trafen nach und nach zwölf Gäste ein, die das Angebot regelmäßig wahrnehmen. Nach einem gemeinsamen Gebet wurde die Essensaugabe aufgebaut und das Essen zusammen mit den Schülern serviert.

     

    Für Michael Mayer war der Einsatz eine gute Möglichkeit, um durch persönliche Kontakte Vorurteile abzubauen. „Bei den Gesprächen am Tisch lernen sich alle besser kennen und er-fahren etwas über die verschiedenen Lebenswege und Schicksale." Soziale Kompetenzen könnten außerdem am besten durch soziales Handeln gelernt werden. „Das Kochen für Be-dürftige und das gemeinsame Essen bieten den Schülern die Möglichkeit, anderen Menschen zu helfen und an deren Leben teilzuhaben. Dadurch profitieren beide Seiten," ist der Schulko-ordinator der Herman-Nohl-Schule am Standort Waldfischbach-Burgalben überzeugt. Es sei deshalb geplant, das Projekt im neuen Schuljahr weiter fortzusetzen und auszubauen.

     
  • 23.06.2017 Eltern-Kind-Tage in Bingen

    Die diesjährigen Eltern-Kind-Tage des Heilpädagogium Schillerhain fanden über das verlängerte Wochenende an Christi Himmelfahrt statt. Begleitet von den Psychologinnen Katrin Buhl und Sarah Stucky vom Psychologisch-Therapeutischen Dienst des Heilpädagogiums packten sechs Familien ihre Koffer und reisten gemeinsam zur Jugendherberge in Bingen.

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    Bei sommerlichen Temperaturen und viel Sonnenschein führte ein buntes Programm durch die Eltern-Kind-Tage. Neben einer Stadtrallye durch Bingen, einer Schifffahrt sowie einer Burgbesichtigung standen auch der Besuch eines Schwimmbads und das gemeinsame Grillen auf dem Programm. Das Highlight der diesjährigen Eltern-Kind-Tage war eine Nachtwanderung mit Lagerfeuer, Stockbrot und viel guter Laune.


    Ergänzt wurde das Programm durch verschiedene theoretische Programmpunkte. In Eltern-Kind-Runden und Familiengesprächen wurden Ideen für ein gutes miteinander innerhalb der Familien entwickelt und gemeinsam reflektiert. Zudem standen die Psychologinnen für persönliche Beratungsgespräche zur Verfügung. Durch das Engagement der Familien, den vielfältigen Austausch und die verschiedenen Programpunkte verbrachten wir gemeinsam vier abwechslungsreiche Tage, die durch perfektes Sommerwetter abgerundet wurden.


    Katrin Buhl

     
  • 13.06.2017 „Jugendhof setzt auch in Zukunft auf sozialpädagogische Berufsausbildung als Kernkompetenz"

    Eine von insgesamt zehn AusbildungsmöglichkeitenAm vergangenen Freitag wurden die in dreijähriger Bauzeit sanierten Ausbildungswerkstätten im Jugendhof Haßloch der Fachöffentlichkeit vorgestellt. Im Folgenden finden Sie den Text der Ansprache, die Einrichtungsleiter Dr. Hans-Jörg Bertsch zu diesem Anlass vorbereitet hatte.


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    Sehr geehrte Damen und Herren,

    willkommen im Jugendhof Haßloch zu unserer Eröffnungs- und Einweihungsfeier der Werkstätten!

    Ich habe mich sehr auf diesen Tag heute gefreut, denn endlich, nach fast dreijähriger Bauzeit, sind unsere Umbaumaßnahmen in den Werkstätten abgeschlossen.

    Ein Einweihungsfest wie dieses ist auch immer als ein Übergangsritual zu betrachten, von einer Phase die gekennzeichnet ist durch Baufahrzeuge, Lärm, Staub, Absperrungen und Improvisation und auch Verlockungen für unsere jüngeren Kinder vor Ort, hin zu mehr Stabilität und Struktur. Auch wenn vielleicht noch ein paar Schrauben fehlen, die Baumaßnahme ist abgeschlossen, ein Start, vielleicht ein Neustart kann erfolgen.

    Was genau alles ausgebaut, modernisiert und saniert wurde, wird ihnen im Anschluss detailliert Herr Keller unser Verwaltungsleiter und auch das Architekturbüro AWW, Herr Weickenmeier, schildern. Auch haben wir im Anschluss eine Besichtigung und Präsentation der Gewerke vor Ort vorbereitet. Unsere Ausbilder, aber auch unsere Jugendlichen können ihnen dann direkt berichten, was hier vor Ort passiert. Ich möchte selbst aber nun einleitend die Gelegenheit nutzen ein paar Worte nicht nur zum Umbau, sondern auch zu unserer sozialpädagogischen Ausbildung zu sagen.

    Den Jugendhof gibt es jetzt schon seit 1850. Vorletztes Jahr haben wir unsere 165- Jahr-Feier begangen und uns viel mit den Wurzeln und der Historie unserer Einrichtung beschäftigt. Daher wissen wir, dass der Jugendhof im Laufe seiner Geschichte schon sehr oft umgebaut wurde. Würde man das im Zeitraffer betrachten, könnte man eine enorme Aktivität von 1850 bis jetzt beobachten. Ställe werden abgerissen, Unterkünfte gebaut, Wohnraum geschaffen und wieder abgerissen. Fast wie ein Puzzle das sich immer wieder neu legt und ineinander fügt. um sich den veränderten Bedingungen der Umwelt anzupassen.

    Das ehemalige Evangelische Rettungshaus war von Anfang an ein Haus, das sich selbst versorgen konnte. Umliegende Felder wurden bewirtschaftet und die jungen Menschen mussten lernen, ihren Teil der Arbeit dazu beizutragen. Seit Mitte des letzten Jahrhunderts werden jungen Menschen hier auch ausgebildet, zunächst in den Bereichen Maurerei und Holzverarbeitung. 1960 wurde das Rettungshaus umbenannt in Jugendhof Haßloch und hat zu diesem Zeitpunkt begonnen, seine Ausbildungspalette zu erweitern und auszubauen, so dass wir heute sagen können, dass die Kernkompetenz des Jugendhofs, unsere sozialpädagogisch orientierte Berufsausbildung, schon eine lange Tradition hat.

    Die meisten der jungen Menschen, die hier arbeiten, wohnen in einer unserer Außenwohngruppen oder werden ambulant betreut, so dass wir ein engmaschiges Netzwerk bilden, um unseren Jugendlichen eine optimale Entwicklung und vor allem eine Berufsausbildung zu ermöglichen. Unsere Ausbildungsberufe sind anerkannt und entsprechen den Richtlinien der Handwerkskammer oder auch Landwirtschaftskammer, so dass die jungen Menschen, wenn sie uns verlassen, konkurrenzfähig sind und eine wirklich gute Chance haben, in unserer Gesellschaft Fuß zu fassen und eigenes Geld zu verdienen. Aktuell bieten wir zehn unterschiedliche Ausbildungsfelder an - aber dazu wird Herr Keller ein paar Worte sagen.

    Es ist natürlich klar: berufliche Bildung kann sich nicht allein auf die Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten beschränken, sondern ist gleichzeitig Persönlichkeitsentwicklung im Sinne der Aneignung von Schlüsselqualifikationen, sogenannten Arbeitstugenden, und sozialen Kompetenzen. Es gilt den jungen Menschen Erfolgserlebnisse zu vermitteln, damit sie Zutrauen zu sich entwickeln und Selbstverantwortung tragen lernen. Unsere Azubis benötigen intensive sozialpädagogische Betreuung und betriebliche Unterstützung inklusive Lern- und Lebenshilfen, die in dieser Intensität andere Programme der Arbeitsverwaltung nicht bieten.

    Dies versuchen wir durch zu gewährleisten durch eine hohe Personalpower. So haben wir in den meisten Gewerken zwei Ausbilder, von denen viele auch pädagogische Zusatzqualifikationen erworben haben. Wir haben eine Ausbildungskoordination – unsere Frau Hauck – die nicht nur intern die Förderung der Jugendlichen begleitet, sondern auch stark nach Außen zu den Agenturen und zum freien Arbeitsmarkt vernetzt ist und somit auch über aktuelle Entwicklungen immer auf dem neusten Stand ist. Regelmäßig führen wir Evaluationen im Rahmen der ISO oder AZAV zur Kundenzufriedenheit durch, aber auch zur Erhebung von Vermittlungsquoten.

    Aktuell bieten wir Vollausbildungen, reduzierte Ausbildungen im Sinne des sogenannten Fachwerkers oder im Berufsvorbereitungsjahr oder auch Praktika zur Berufsorientierung. Da unsere sozialpädagogisch orientierte Berufsausbildung eine Hilfe zur Erziehung nach §27KJHG im Sinne des §13 darstellt, wenden sich junge Menschen und oder deren Eltern an die zuständigen Jugendämter. Der Jugendhof wird aktuell bundesweit belegt. Da die genannten Hilfen im Rahmen des SGB VIII nachrangig zu Leistungen zur Eingliederung junger Menschen nach SGB II sind, benötigen wir in der Regel ein Testat von der Berufsberatung der Arbeitsverwaltung, in dem ausgeführt wird, dass der betreffende Jugendliche eine sozialpädagogisch orientierte Berufsausbildung benötigt und ein solches Programm von der Arbeitsverwaltung nicht angeboten wird. Wenn die HZE alle materiellen Tatbestandsvoraussetzungen erfüllt sollte die Finanzierung einer Maßnahme gesichert sein.

    Die Evangelische Heimstiftung Pfalz hat insgesamt 3,6 Millionen Euro investiert! Das zeigt, dass wir weiterhin auf die Kernkompetenz der sozialpädagogischen Ausbildung im Jugendhof setzen und natürlich auch hoffen, dass von Außen gesehen wird, dass wir eine professionelle Hilfe hier anbieten und jungen Menschen nach wie vor - mit langer Tradition – eine Chance bieten, wieder in unserer Gesellschaft Fuß zu fassen.

    Wie schon angedeutet wird jetzt im Anschluss Herr Keller die Umbaumaßnahmen darstellen. Ich danke Ihnen und wünsche Ihnen einen schönen Mittag bei uns.

     
  • 08.06.2017 Faire Spiele und begeisterte Zuschauer

    „Heimpalastpokal" im Heilpädagogium Schillerhain

     

    Viele Zuschauer und tosender Applaus bei allen Spielen, dazu ein Turnier, das sehr fair und friedlich verlief: auch 2017 war der „Heimpalastpokal", das jährliche interne Fußballturnier des Heilpädagogiums Schillerhain, wieder einer der Höhepunkte im Jahresprogramm der Kirchheimbolandener Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung.

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    Insgesamt 13 Teams hatten in diesem Jahr für den kurz „HEPAPO" genannten Wettbewerb gemeldet. In drei entsprechend dem Durchschnittsalter der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen gebildeten Gruppen ermittelten diese die Turniersieger. Unter den fünf Mannschaften der Gruppe U14 setzte sich dabei das Team der Wohngruppe „Drachenfels" durch. In der Gruppe Ü14 war es die Gruppe „Kolumbus", die als Sieger der Vierergruppe hervorging. Bei den Teams Ü17, darunter auch eine Auswahl der Mitarbeitenden, erwies sich die die Mannschaft als stärkstes Team, deren Spieler auch für die Teilnahme an der Deutschen Fußballmeisterschaft der Jugendhilfeeinrichtungen nominiert waren.

    Als Auszeichnung für ihren Erfolg erhielten die drei Sieger-Teams jeweils einen Pokal. Den gilt es dann im kommenden Jahr zu verteidigen, denn der nächste „HEPAPO" ist schon fest eingeplant.


    Bruno Dietz, Oona Braun

     
  • 07.06.2017 Gutes Vorjahresergebnis bestätigt

    Hohe Zufriedenheit der Eltern mit Evangelischem Jugendhilfezentrum Worms

     

    Erneut gute Noten hat das Evangelische Jugendhilfezentrum Worms von den Eltern der in der Einrichtung betreuten Kinder und Jugendlichen erhalten. Bei der jährlich durchgeführten Befragung zur Kundenzufriedenheit konnten die Erziehungsberechtigten anhand einer vierstufigen Werteskala ihre Rückmeldung zu insgesamt zwanzig Themen abgeben und außerdem Wünsche und Anregungen ergänzen. Dabei lagen alle Bewertungen im Bereich zwischen 1 und 1,6.

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    Besonders positiv bewertet wurden die Zuverlässigkeit der Mitarbeitenden, der respektvolle Umgang mit den Kindern und Familien sowie das vorhanden sein eines klaren Ansprechpartners in der Gruppe. „Insgesamt zeigt die Zufriedenheitsbefragungen deutlich, dass die Eltern unsere Arbeit mit ihnen sowie den Kindern und Jugendlichen wertschätzen und als Hilfe wahrnehmen", freut sich Einrichtungsleiterin Birgit Hollerith über das gute Ergebnis. Erfreulich sei auch der hohe Rücklauf bei der Befragung: „Wir schreiben seit einigen Jahren die Eltern gezielt an. Das hat sich bewährt, seitdem nehmen immer mehr als 40 Prozent der Eltern an der Befragung teil." Bei 46% lag die Rücklaufquote der Fragebögen in diesem Jahr.

    Kundenzufriedenheitsbefragungen führt das Evangelische Jugendhilfezentrum Worms regelmäßig in Rahmen seines Qualitätsmanagements nach DIN EN ISO 9001 durch. „Die Eltern haben die Möglichkeit, sich durch die Beteiligung an der Befragung aktiv am Qualitätsmanagement unserer Einrichtung zu beteiligen," sieht Hollerith darin eine wesentliche Maßnahme, das eigene Angebot zu überprüfen und stetig zu verbessern. „Die Ergebnisse der Befragung sind eine wichtige Rückmeldung und werden allen Mitarbeitern nach der Auswertung vorgestellt." So sollen auch künftig in regelmäßigen Abständen Zufriedenheitsbefragungen mit verschiedenen interessierten Parteien durchgeführt werden.

     
  • 01.06.2017 Moderne Ausbildungsplätze und bessere Energiebilanz

    Ausbildungswerkstätten im Jugendhof Haßloch aufwendig saniert

     

    Bietet den Auszubildenden Arbeitsbedingungen wie ein moderner ErwerbsbetriebDie angehenden Gärtner, Maurer und Schreiner, die im Jugendhof Haßloch eine sozialpädagogisch orientierte Berufsausbildung absolvieren, können sich freuen: nach fast drei Jahren Umbau bei laufendem Betrieb ist die Sanierung ihrer Ausbildungswerkstätten jetzt abgeschlossen. Rund 3,6 Millionen Euro hat die Evangelische Heimstiftung Pfalz in die Schaffung moderner Ausbildungsplätze und die energetische Sanierung der Werkstätten investiert. Bei einer Eröffnungsfeier am Freitag, den 9. Juni ab 11 Uhr werden die neuen Werkstatträume der Fachöffentlichkeit vorgestellt.

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    Während eines ersten Bauabschnitts waren zunächst die Werkstätten für die Ausbildungsgänge Garten- und Landschaftsbau sowie Zierpflanzengärtner erneuert worden. Für die angehenden Garten- und Landschaftsbauer wurde eine komplett neue Ausbildungshalle errichtet. „Hier können unsere Auszubildenden unabhängig vom Wetter verschiedene Übungsarbeiten wie zum Beispiel Pflaster- und Steinarbeiten ausführen," erläutert Ausbilder Michael Reinhardt. Die komplette Hallenmitte stehe dafür zur Verfügung und könne immer wieder neu umgestaltet werden.

    Nebenan freut sich sein für die Zierpflanzengärtner zuständiger Kollege Vinzenz Schuler über das moderne, rund 900 m² große Gewächshaus, das den in die Jahre gekommen Vorgängerbau ersetzt. „Die Bewässerung und Düngung der Pflanzen auf den Tischen erfolgt automatisiert. Lüftung, Beschattung und Heizung werden über einen Computer gesteuert," erklärt der Gärtnermeister. „Damit erleben unsere Auszubildenden hier dieselben Arbeitsbedingungen wie in einem modernen Erwerbsbetrieb." Demnächst soll auch der neue Verkaufsraum fertig ausgestattet sein, in dem dann neben den Pflanzen aus der Zierpflanzengärtnerei auch Produkte aus den anderen Ausbildungswerkstätten oder der im Jugendhof seit drei Jahren produzierte Honig erworben werden können.
     

    Im zweiten Bauabschnitt wurde anschließend das Werkstattgebäude für die Maurer und Schreiner saniert. „Wir haben jetzt eine schöne Halle bekommen mit viel Platz", findet Maurer-Ausbilder Stefan Wayand. So sorgt eine neue Dachkonstruktion mit großer Lichtkuppel, viel Holz und mehr Raumhöhe für eine angenehme, helle Atmosphäre. Das alte Dach war nach vierzig Jahren undicht geworden und hatte erneuert werden müssen. Um die Arbeit für die Auszubildenden und ihre Meister effektiv zu gestalten, wurden die Grundrisse der Maurer- und Schreinerwerkstatt optimiert und neue Meisterbüros für Wayand und seine beiden Schreiner-Kollegen Rainer Sliwka und Carsten Frech eingerichtet. Ebenso wurden die Stromleitungen und Sanitärbereiche erneuert, außerdem in der Schreinerei eine neue Absauganalage installiert. Ausbildungskoordinatorin Ursula Hauck, die den Bereich Ausbildung im Jugendhof Haßloch leitende Diplom-Pädagogin, hat ihr Büro jetzt inmitten der Ausbildungsbetriebe und nicht mehr im Verwaltungstrakt der Einrichtung. „Das erleichtert die Kontakte mit den Ausbildern und vor allem mit den Jugendlichen deutlich", so ihre Erfahrung.


    „Mit einem Vollwärmeschutz, Dachdämmung, neuen Fenstern und Außentüren sowie einer neuen Heizungsanlage haben wir das Werkstattgebäude auch energetisch auf den neuesten Stand gebracht," erklärt Verwaltungsleiter Gernot Keller. Als neues Heizsystem wurde ein Blockheizkraftwerk errichtet. Das produziere nicht nur die in den Werkstätten benötigte Wärme, sondern versetze den Jugendhof darüber hinaus in die Lage, den benötigten Strom für große Teile der Einrichtung selbst zu produzieren.


    „Die Mühen und Unannehmlichkeiten, die so ein Umbau bei laufendem Betrieb mit sich bringt, haben sich auf jeden Fall gelohnt," findet Keller. „Wir konnten die Qualität unserer Ausbildungsmöglichkeiten noch einmal deutlich verbessern." Insgesamt bilde der Jugendhof in zehn verschiedenen Berufen aus. „Neben den bereits erwähnten Bereichen kann man hier auch eine Ausbildung in den Bereichen Metallbau, Malerei/Lackiererei, Verwaltung und Hauswirtschaft absolvieren," informiert Keller. Die Ausbildung könnten die Jugendlichen entweder mit der Gesellenprüfung oder mit einem Abschluss als Helfer beziehungsweise Werker abschließen. Für den schulischen Teil kooperiere man mit dem Jugendwerk St. Josef Landau-Queichheim, das eine Außenstelle seiner Berufsschule auf dem Jugendhof-Gelände betreibe.

     
  • 31.05.2017 „Aufklärung über Legal Highs zeigt Wirkung"

    Fachstelle Sucht Neustadt an der Weinstraße stellt Jahresbericht 2016 vor

     

    Weniger junge Konsumenten von illegalen Drogen als im Vorjahr und erstmals in den letzten Jahren ein Rückgang bei den Erstkonsumenten von „Legal Highs", gleichzeitig mehr Klienten mit psychiatrischer Zusatzdiagnose und komplette Familien in der Beratung: diese Trends zeigt der Jahresbericht über die Arbeit der Fachstelle Sucht in Neustadt an der Weinstraße, den die Einrichtung der Evangelischen Heimstiftung Pfalz jetzt vorgelegt hat.

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    „Die umfangreiche Aufklärung und Prävention zum Thema Legal Highs zeigt anscheinend Wirkung", freut sich die Einrichtungsleiterin der Fachstelle Sucht, Meike Gottinger, über den Rückgang der Erstkonsumenten dieser auch als „Kräutermischungen" oder „Badesalze" bekannten psychoaktiven Substanzen unter den Klienten der Beratungsstelle. Auch die Tendenz aus dem Jahr 2015, in dem vermehrt junge Konsumenten von illegalen Drogen in die Beratungsstelle kamen, habe sich 2016 nicht fortgesetzt. Hier habe sich die Entwicklung hin zu jungen Erwachsenen mit Erfahrungen im Konsum von Cannabis und Amphetaminen verschoben.

    Mit 441 Betreuungsfällen insgesamt lag die Zahl der von der Fachstelle Sucht 2016 betreuten Klienten dabei ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres (453 Betreuungsfälle). Den vergleichsweise hohen Anteil von Frauen unter den Ratsuchenden (159) führt Gottinger auf das frauenspezifische Beratungsangebot zurück, das die Fachstelle Sucht in Neustadt mit ihrem Fachdienst „Frauen und Sucht" seit inzwischen zwanzig Jahren vorhält. „Viele Frauen benötigen einen geschützten Rahmen um die Geschichte aufarbeiten zu können, die hinter der Suchterkrankung steht," so die Einrichtungsleiterin.

    Eine besonders umfassende Begleitung sei bei Ratsuchenden notwendig, die neben ihrer Suchtmittelabhängigkeit auch eine psychische Erkrankung mitbrächten. Deren Zahl sei im vergangenen Jahr weiter angestiegen. „Hier ist die Netzwerkarbeit mit Ärzten, Therapeuten, Betreuern und anderen Hilfsangeboten unerlässlich", betont Gottinger. „Verstärkt kommt es auch vor, dass wir komplette Familien beraten, also neben Menschen mit Suchtproblemen auch deren Partner und Kinder," berichtet die Einrichtungsleiterin. Damit die Bedürfnisse der einzelnen Familienmitglieder im Blick bleiben, bekomme jeder einen eigenen Berater. Gemeinsame Familiengespräche seien bei Bedarf selbstverständlich möglich.

    „In unserer Beratungsstelle haben wir auch eine Gruppe für Kinder aus suchtbelasteten Familien," verweist Gottinger auf ein zusätzliches Angebot: „Bei der Finanzierung der zweiten Honorarkraft, die wir für die Gruppe brauchen, sind wir auf Spenden angewiesen." Angeleitete Gruppenangebote gebe es in der Neustadter Suchtberatungsstelle noch für eine ganze Reihe weiterer Zielgruppen, etwa für abstinenzmotivierte Frauen und Männer, Glücksspieler, junge Suchtkranke oder für Angehörige von Menschen mit Suchtproblemen. Gut angenommen werde die offene Sprechstunde jeden Montag von 16 Uhr bis 18 Uhr. „Außerdem gibt es als niedrigschwelliges Angebot einen offenen Treff, wo in zwanglosem Rahmen bei einer Tasse Kaffee oder beim Kicker-Spielen die Möglichkeit zu Gesprächen besteht."

    Als neue Herausforderungen erweist sich laut Gottinger das Thema „Flucht und Sucht": „Fluchterfahrungen sind häufig mit Traumatisierungen verbunden, der Konsum von Alkohol oder andere Suchtformen, wie Glücksspielsucht, sind nicht selten der Versuch, die gemachten Erfahrungen zu bewältigen." Gleichzeitig sei bei vielen Flüchtlingen das Thema Sucht auf Grund ihres kulturellen Hintergrundes sehr schambesetzt, was ihnen den Weg in eine Beratungsstelle erschwere. „Hier müssen wir die richtigen Zugangswege noch finden, um mit unserer Beratungsarbeit ansetzen zu können. Beim ‚Runden Tisch Asyl' haben wir unser Beratungsangebot vor Kurzem vorgestellt."

     
  • 29.05.2017 Schwerpunkt: Rehabilitation, Arbeit und Integration von Menschen mit Behinderung

    Evangelische Heimstiftung Pfalz informiert über aktuelle Angebote und Entwicklungen

     

    Neue Projekte ihrer Fachdienste für Arbeit und Integration, durch die sich die Chancen von Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt verbessern sollen stellt die Evangelische Heimstiftung Pfalz in ihrer aktuellen Ausgabe von „Fokus Mitmensch" vor. Die Beilage zum „Evangelischen Kirchenboten" vom 28. Mai enthält außerdem ein ausführliches Interview mit dem neuen Einrichtungsleiter der Wichern-Werkstätten, Stefan Schreiber.

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    Gleich drei neue Angebote haben die Fachdienste für Arbeit und Integration (FAI) in den letzten Jahren gestartet. Mit ihrem „Projekt Persönliches Budget im Berufsbildungsbereich" unterstützen sie junge Menschen mit Behinderung, die eine berufliche Qualifizierung auf dem ersten Arbeitsmarkt anstatt in einer Werkstatt für behinderte Menschen absolvieren wollen. Menschen mit einer Suchterkrankung beim Weg in ein möglichst normales Leben unterstützen will das Projekt „Ambulante Eingliederungshilfen für Menschen mit einer Suchterkrankung", das die FAI in Ludwigshafen gestartet haben. Mit individuellen, auf den persönlichen Bedarf zugeschnittene Hilfeleistungen in den verschiedensten Bereichen des alltäglichen Lebens , finanziert über Leistungen aus dem Persönlichen Budget, wollen die FAI dazu beitragen, die Teilhabe der Betroffenen am gesellschaftlichen Leben spürbar zu verbessern. Das Projekt Inklusionsberater schließlich bietet Vorbereitungsmaßnahmen zur beruflichen Wiedereingliederung an und richtet sich an Arbeitslose, die wegen gesundheitlicher Probleme die Angebote der Arbeitsagentur schon länger nicht mehr sinnvoll nutzen können. Alle drei Projekte werden im aktuellen „Fokus Mitmensch" vorgestellt.

    Über seine Erfahrungen während der ersten Monate als neuer Einrichtungsleiter der Wichern-Werkstätten berichtet Stefan Schreiber, der diese Position seit 1. Dezember 2016 inne hat, in einem ausführlichen Interview. Darin nimmt er auch Stellung zu den Herausforderungen, denen sich Werkstätten für Menschen mit Behinderung aktuell stellen müssen und zu der Kritik, die Anfang des Jahres in einem Fernsehbeitrag über Werkstätten für Menschen mit Behinderung geäußert wurde.

    Einen anderen Blick auf den Alltag bei den Wichern-Werkstätten bietet ein Artikel auf Seite 4 der „Fokus Mitmensch"-Ausgabe: dort beschreibt ein langjähriger Werkstatt-Beschäftigter, wie er seinen Arbeitstag bei den Wichern-Werkstätten erlebt.

    Schließlich informiert die Ausgabe auch über den Arbeitsbereich Aktenvernichtung der Wichern-Werkstätten sowie über die zahlreichen Baumaßnahmen, die während der letzten sieben Jahre im Ludwigshafener Wichern-Institut durchgeführt wurden und die eine Reihe von Verbesserungen für die Rehabilitanden des Rehabilitationszentrums für psychisch kranke Menschen mit sich gebracht haben.

    „Fokus Mitmensch" erscheint in der Regel zweimal jährlich, meistens im Frühjahr und im Herbst, als Beilage zum „Evangelischen Kirchenboten". Sie finden die aktuelle Ausgabe, „Fokus Mitmensch 21", auch im Download-Bereich rechts auf dieser Seite. Mehr zum „Evangelischen Kirchenboten" erfahren Sie unter www.evangelischer-kirchenbote.de.

     
  • 16.05.2017 Mitarbeitende in helfenden Berufen vor Problemtrancen schützen

    Fachtag zum 60-jährigen Bestehen des Evangelischen Jugendhilfezentrums Kaiserslautern

     

    „Gerade Mitarbeitende in helfenden Berufen laufen immer wieder Gefahr, in eine sogenannte Problemtrance zu geraten," so die Erfahrung der Diplom-Psychologin Astrid Keweloh. „Weil sie in ihrem Alltag viel mit Menschen in Problemsituationen zu tun haben, können sie dadurch selbst leicht in eine Situation geraten, wo sie festhängen in Grübeleien, Ängsten oder depressiven Gedanken." Wie es gelingen kann, aus solchen Problemtrancen wieder herauszufinden, darüber informiert Keweloh, die seit fast zwanzig Jahren als Psychotherapeutin und Coach tätig ist, bei einem Fachtag für Mitarbeitende aus sozialen Berufen am Freitag, den 19. Mai ab 9.30 Uhr in der „Alten Eintracht" in Kaiserslautern. Eingeladen zu der Veranstaltung hat das Evangelische Jugendhilfezentrum Kaiserslautern, das den Fachtag anlässlich seines 60-jährigen Bestehens durchführt.

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    Problemtrancen, so Astrid Keweloh, seien ein Phänomen, das grundsätzlich alle Menschen betreffe: „Situationen, in denen etwas schiefgegangen ist, wir überlastet sind oder in Stress kommen und sich dann die negativen Gedanken von selbst so verstärken, dass man alleine nicht mehr da raus kommt, das kennen sicher nicht wenige." Bei Mitarbeitenden in helfenden Berufen komme jedoch verstärkend hinzu, dass sie durch ihren Beruf verstärkt mit Menschen zu tun hätten, die sich bereits in einer Problemtrance befänden. „Empathie mit diesen Menschen und das Bemühen, sich in ihre Welt hineinzuversetzen, das ist dann einerseits sehr wichtig, um helfen zu können. Andererseits nehme ich dabei aber auch über die Spiegelneuronen meines Gehirns die Gefühlzustände meines Gegenübers in mir auf. Dadurch kann ich dann selbst Gefahr laufen, ins Ungleichgewicht zu kommen und selbst in eine Problemtrance zu geraten."

    Für Elke Lambert, die Einrichtungsleiterin des Evangelischen Jugendhilfezentrums Kaiserslautern, ist der Fachtag deshalb auch ein Beitrag zur Burnout-Prävention. Situationen, wie Keweloh sie beschreibt, kennt sie aus dem Alltag in der Kinder- und Jugendhilfe nur zu gut. „Wir haben immer wieder mit Familien zu tun, deren Probleme so massiv und vielfältig sind, dass man an einen Punkt kommt, wo man dann selbst keinen Lösungsansatz mehr sieht und irgendwann mit unter der grauen Decke sitzt." Auch wenn Mitarbeitende in einer Familie mit einem Thema konfrontiert würden, das an eigene biografische Erfahrungen andocke, könne das ein Auslöser für negative Stimmungen sein. „Und manchmal ist man auch einfach so mit Arbeit voll, dass man das Naheliegende nicht mehr sehen kann." Bewusst, so die Einrichtungsleiterin, habe man sich deshalb bei der Planung für die Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen des Kinder- und Jugendhilfezentrums dafür entschieden, eine der Veranstaltungen speziell den Mitarbeitenden zu widmen. „Für unsere Mitarbeitenden stehen die von ihnen betreuten Kinder immer an erster Stelle. Aber wenn sie ihre Arbeit gut machen wollen, müssen sie auch auf sich selbst achten." Deshalb habe man beschlossen, anstatt zu einem klassischen Festakt zu einem Fachtag einzuladen. Rund 100 Mitarbeitende aus dem Bereich der Kinder- und Jugendhilfe sowie aus anderen sozialen Einrichtungen haben ihre Teilnahme bereits zugesagt.

    Ihnen will Astrid Keweloh bei dem Fachtag Methoden nahe bringen, mit deren Hilfe der Weg von einer Problemtrance hin zu einer wieder positiven Haltung gelingen kann. Keweloh setzt dabei insbesondere auf Techniken, die dazu beitragen, das Gefühl von Selbstwirksamkeit zu erhöhen und eine achtsame, selbstfürsorgliche Haltung einzunehmen. Eine Ressourcentrance sowie Atemtechniken und leichte Körperübungen aus dem Yoga, außerdem Elemente der Energetischen Therapie wie Klopftechniken, all das werden die Teilnehmer beim Fachtag auch selbst ausprobieren können. „Die vorgestellten Selbsthilfetechniken können für die eigene Psychohygiene und Selbstfürsorge, zur Stressreduktion und Entspannung oder auch als eine Art erste Hilfe bei eigenen Krisen eingesetzt werden", so die Diplom-Psychologin. Ebenso seien sie in Beratung und Therapie bei Jugendlichen und Erwachsenen vielseitig einsetzbar. „Ziel ist es, die Problemtrancen in Lösungswelten zu verwandeln, also wieder ein Gefühl von Selbstwirksamkeit zu bekommen und einen entspannten, klaren und ruhigen Geist, der es ermöglicht, die Dinge positiv und hoffnungsvoll zu sehen."

     

     

     
  • 09.05.2017 Azubi auf vier Pfoten

     

    Regelmäßiger Besucher in der Tagesgruppe in Ludwigshafen-Maudach

     

    „Bis morgen, Pumbaa." „Tschüss, Pumbaa." „Mach's gut, Pumbii! Diese Abschiedsgrüße ertönen täglich in der Tagesgruppe des Evangelischen Jugendhilfezentrums Worms in Ludwigshafen-Maudach. Sie gelten einem ganz speziellen Mitarbeiter: dem Therapiehund-Azubi Pumbaa.

     

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    Pumbaa ist ein dunkelbrauner Labrador-Retriever-Rüde und wird am 8. Juni ein Jahr alt. Seit Pumbaa bei seinem Frauchen, Diplom-Sozialpädagogin Michaela Jung, im August 2016 eingezogen ist, begleitet er sie täglich zur Arbeit in die Tagesgruppe. Und dort ist er inzwischen auch nicht mehr wegzudenken.

     

    Mit großer Freude begrüßen sich Kinder und Hund, wenn die Schule endlich zu Ende ist und der Tagesgruppen-Bus in Maudach ankommt. Dann wird erst einmal eine Runde geschmust und gestreichelt, bevor es an die Hausaufgaben geht. Pumbaa gesellt sich dabei gerne zu den arbeitenden Kindern oder wartet gelassen im Wohnungsflur, bis die ersten Kinder fertig sind. Denn er weiß, dass sich das Warten lohnt: bevor die Gruppe zusammen kommt, um gemeinsam zu Mittag zu essen, darf erst einmal der Junghund reinhauen. Doch ganz so einfach ist das nicht. Um an sein Futter zu kommen, muss er erst einmal den Futterbeutel finden, den die Kinder abwechselnd in den Grupperäumen verstecken. Ein Klacks für einen super Schnüffler wie ihn.

     

    Von Anfang an haben Pumbaa und sein Frauchen zusammen in der Hundeschule DOGS Ludwigshafen/Bad Dürkheim trainiert, um so eine stabile Basis für die Therapiehundeteam-Ausbildung zu schaffen. Sitz, Platz und Bleib sind dabei nur der Anfang. Im April 2017 fand das erste Therapiehundeteam-Ausbildungswochenende in Mögglingen bei Aalen statt. Durchgeführt wird die Ausbildung von dem Team von t.t.m. – therapie.tier.mensch., das aus Therapeuten unterschiedlicher Richtungen und Hundetrainern besteht. Wenn alles nach Plan läuft, dürfen Pumbaa und Michaela Jung sich Anfang nächsten Jahres t.t.m.-Team nennen.

     

    Doch bis es so weit ist, verbringen Pumbaa und die Kinder der Gruppe ihre gemeinsame Zeit mit vielen Spieleinheiten und Ausflügen in die Natur. Gerne fährt die Gruppe geschlossen zum Maudacher Bruch und nutzt die vielen, großen Wiesen zum Toben, Verstecken und Erkunden. Auch die gemeinsame Ruhezeit vor den Hausaufgaben, bei der sich im großen Toberaum zum Dösen ausgebreitet werden kann, genießen sowohl Kinder als auch Hund sehr.

     

    Pumbaa ist für die Kinder zum Freund und Spielgefährten, Mutmacher und Seelentröster geworden. Er regt die Kinder zu einer aufmerksameren Wahrnehmung ihrer selbst und der Umgebung an, weckt das Verantwortungsbewusstsein und motiviert vor allem bei Aufgaben, die nicht gerne erledigt werden, wie etwa die. Hausaufgaben. Die Stimmung in der Gruppe ist durch ihn stets positiv und rücksichtsvoll, so dass der Tagesgruppenaufenthalt für die meisten Kinder zum Erlebnis wird. Und dafür sind alle sehr dankbar.

     

    Michaela Jung
    Tagesgruppe Ludwigshafen-Maudach /Ev. Jugendhilfezentrum Worms

     
  • 02.05.2017 „Kein Alkohol unterwegs!"

    Fachstelle Sucht und Blaues Kreuz Landau warnen vor Gefahren von Alkohol im Verkehr

     

    Auf die Gefahren von Alkohol im Straßenverkehr wollen die Fachstelle Sucht Landau und das Blaue Kreuz Landau am Dienstag, den 16. Mai 2017 mit einem Stand auf dem Landauer Rathausplatz vor der Adler-Apotheke hinweisen. Zwischen 8 und 13 Uhr besteht die Möglichkeit, sich an dem Stand über die Gefahren von Alkohol und anderen Suchtmitteln zu informieren und über Aktionen deren Auswirkungen auf die eigene Verkehrstüchtigkeit ausprobieren.

     

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     „Wir bieten unseren Standbesuchern an, mit einer Rauschbrille, die den Effekt von 1,3 - 1,5 Promille Alkohol simuliert, einen Parcours zu absolvieren. Das zeigt sehr eindrücklich, wie stark Alkoholgenuss das Seh- und Reaktionsvermögen einschränkt", informiert Christiane Lehr, verantwortlich für den Fachdienst Prävention in der Fachstelle Sucht Landau. „Wer es genau wissen möchte, kann außerdem durch Pusten in ein Atemalkoholgerät, wie es in derselben Form auch von der Polizei benutzt wird, seine derzeitige Fahrtüchtigkeit testen." Bereits bei geringem Alkoholeinfluss steige das Unfallrisiko nicht nur für Autofahrende, sondern auch für Menschen, die mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs seien.

    Das Blaue Kreuz wird mit seiner „Blauen Huddel" vor Ort sein. Mit ihrem auffälligen blauen Piaggio-Kleintransporter stehen die ehrenamtlichen Aktiven der Landauer Selbsthilfegruppe für Suchtkranke und deren Angehörige seit zwei Jahren regelmäßig auf Festen in Landau und im Kreis Südliche Weinstraße, um auf die Gefahren von übermäßigem Alkoholgenuss und illegalen Drogen aufmerksam zu machen. „Neben Info–Materialien über Alkohol und andere Suchtmittel bieten wir auch Informationen über die Vorbereitung auf eine bevorstehende Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU), landläufig auch als „Idiotentest" bezeichnet, zur Wiedererlangung des Führerscheins," so Rainer Hehl vom Blauen Kreuz Landau.

    Mit ihrer Aktion beteiligen sich die Fachstelle Sucht und das Blaue Kreuz Landau an der bundesweit vom 13. bis 21. Mai laufenden Aktionswoche der Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Unter dem Motto „Kein Alkohol unterwegs!" fordert die Präventionskampagne dazu auf, im Straßen-, Bahn- und Luftverkehr auf Alkohol zu verzichten. Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, ist Schirmherrin der Aktionswoche Alkohol. Bei einer Vielzahl von Veranstaltungen sollen alle, die Alkohol trinken – also 90 Prozent der Bevölkerung – angeregt werden, über den eigenen Alkoholkonsum nachzudenken.

    Kontakt:

    Fachstelle Sucht Landau
    Reiterstr. 19
    76726 Landau
    Telefon: 06341 / 995267-0
    E-Mail: fachstellesucht-ld@evh-pfalz.de

     

    Blaues Kreuz – Freundeskreis Landau
    Herr Rainer Hehl
    Telefon: 0160 320 4838
    E-Mail: rainer.hehl@web.de