Kinder- und Jugenhilfe bei der EVH-Pfalz


Jugenddorf Sickingen: Wohngruppe Jonathan

 

Herzlich Willkommen in der Wohngruppe „Jonathan"


Unsere Wohngruppe befindet sich in einem neu renovierten, kindgerecht und gemütlich eingerichteten Einfamilienhaus auf dem Gelände des Jugenddorfs Sickingen. Normalerweise leben in unserer Wohngruppe bis zu sieben Jungen im Alter von 5 bis 11 Jahren. Für jeden steht ein eigenes Zimmer zur Verfügung. In der Regel besuchen die Jungen unserer Wohngruppe die Förderschule auf dem Gelände des Jugenddorfs.

Jedes Kind hat eine Bezugsbetreuerin oder einen Bezugsbetreuer, die oder der sich speziell um seine persönlichen Belange kümmert und dabei von einem Mitarbeiter unseres heilpädagogisch-psychologischen Fachdienstes unterstützt wird. Unser Wunsch ist es, den Jungen, die zu uns kommen, eine Zeit ihres Lebens zu begleiten und ihnen ein zuverlässiges Zuhause zu bieten, in dem sie sich wohlfühlen, lernen und sich entwickeln können.

Zur Startseite der Einrichtung

 

Fachinformationen - bitte hier klicken

Die Intensivpädagogische Wohngruppe Jonathan ist ein Angebot des Jugenddorfes Sickingen und befindet sich in einem neu renovierten, kindgerecht und gemütlich eingerichteten Haus auf dem Gelände des Jugenddorfes. Sie nimmt bis zu 7 Jungen zwischen 5 und 11 Jahren auf, die eine Alternative zu ihrem bisherigen Lebensraum brauchen. Die Unterbringung der Kinder erfolgt nach § 27 ff (Hilfe zur Erziehung), nach § 34 KJHG (Heimerziehung, sonstige betreute Wohnformen), § 35 KJHG (Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung) oder § 35 a KJHG (Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche).

Zur Zielgruppe zählen also Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten und psychischen Störungs-bildern, aus häufig überlasteten Familiensituationen, die mittelfristig, in der Regel nach zwei bis drei Jahre, wieder in ihre Herkunftsfamilien zurückgeführt oder in Regeleinrichtungen, ggf. auch Pflegefamilien reintegriert werden können oder in die Verselbständigung begleitet werden.

Bei den sozialen und emotionalen Störungen handelt es sich häufig um folgende Auffälligkeiten:

• Hyperkinetische Störungen
• Störungen des Sozialverhaltens
• Kinder und Jugendliche mit traumatischen Erfahrungen
• Entwicklungsstörungen
• Teilleistungsstörungen
• Emotionale Störungen
• Lern- und Leistungsstörungen

In der Wohngruppe Jonathan streben wir die positive Identitätsbildung der Kinder- und Jugendlichen sowie eine Rückführung in die Herkunftsfamilie bzw. eine Verselbständigung der Jugendlichen an. Zur Erreichung der Ziele ist es dabei notwendig, unsere Aufgabe als unter-stützende und begleitende Hilfe in einem verhaltenstherapeutisch orientierten, klar struktu-rierten Betreuungsrahmen mit unterschiedlichen, auf die Individualität der Kinder, Jugendlichen und deren Familien ausgerichtete Maßnahmen zu verstehen. Hierbei beziehen wir uns auf das Leitbild unseres Trägers, der Ev. Heimstiftung Pfalz. Die Gestaltung sozial förderlicher Bedingungen ermöglicht den Kindern und Jugendlichen das Erlernen von selbstverantwortlichem Handeln und schafft die Voraussetzung, ihre Anliegen sozial angemessen zu realisieren.

Der klar strukturierte Tagesablauf und die bestehenden Gruppenregeln dienen als tragfähiges Gerüst für eine so weit wie möglich lebensweltorientierte Pädagogik. So bestehen feste Zeiten für die gemeinsam eingenommenen Mahlzeiten, für Hausaufgaben, Gruppengespräche und Ausgänge. Es gibt klare Vorgaben im Hinblick auf die Bildschirmaktivitäten und das Zubettgehen.

Wesentliche Schwerpunkte liegen in der schulischen und lebenspraktischen Förderung. Regelmäßig wiederkehrende Pflichten der einzelnen Gruppenmitglieder, wie Tischdienste, Wäschedienste, Reinigungsdienste usw. sind fester Bestandteil einer Wohngruppenwoche. In der festinstallierten Hausaufgabenzeit erhalten sie einen gezielten, auf die individuelle Problematik abgestimmten Förderrahmen. Bestimmte Lern- und Leistungsstörungsbilder werden dabei in enger Kooperation mit der einrichtungsinternen Hermann-Nohl-Schule Sonderschule für sozial-emotionale Entwicklung bearbeitet.

Ein gruppenspezifisches Regelwerk bildet den Rahmen des Zusammenlebens. In Gruppengesprächen wird ein Teil dieser Regularien mit den Kindern und Jugendlichen gemeinsam erarbeitet. Jeder Einzelne erhält hier die Möglichkeit, sich auszuprobieren, seine Anliegen und Bedürfnisse angemessen vorzutragen und sich in der Findung von Kompromissen zu üben.

Die Schaffung individueller Betreuungsarrangements unter Einbeziehung der bisherigen Lebenserfahrungen der Kinder und deren Familien und unter Berücksichtigung systemisch-, lösungs- und ressourcenorientierten Zielformulierungen, stellen die Basis unserer pädagogischen Arbeit dar. Den Kindern und Jugendlichen unter Berücksichtigung ihrer einzigartigen Persönlichkeit, ihrer Fähigkeiten und besonderen Lebenslagen, ein sicheres Zuhause auf Zeit zu bieten und diese verlässlich zu begleiten, damit sie sich wohlfühlen, lernen und entwickeln können, ist unser Anliegen.

Die Beziehungsgestaltung ist im Alltag der Wohngruppe Jonathan ist von entscheidender Bedeutung. Sie dient als Fundament zur Entwicklung einer verlässlichen sozialen Bindungs-fähigkeit, die wiederum die Basis für ein positives Selbstkonzept und den Aufbau lebenswerter Perspektiven ist. Die Grundvoraussetzung ist das Annehmen jedes einzelnen Kindes und Jugendlichen mit all seinen Stärken und Defiziten. Hierbei bieten wir ein hohes Maß an individuellem Umgang und eine große Stabilität der Lebensverhältnisse. Darüber hinaus bieten wir die Möglichkeit in einem relativ geschützten Rahmen Erfahrungen zu machen, die sich mit den bisherigen Lebenserfahrungen zu einem neuen Lebenskonzept entwickeln können.

Wir versuchen, den Kindern und Jugendlichen Raum und Mut für die Verwirklichung eigener, kreativer Ressourcen im Hinblick auf die persönliche Wirksamkeit und Bedeutung zu geben. Das konkrete Handeln in den Wohngruppen orientiert sich an verhaltenstherapeutischen und systemischen Ansätzen. Somit ist auch die Arbeit mit den Familien ein zweiter wesentlicher Bestandteil unserer pädagogisch-therapeutischen Arbeit. Zusammen mit den Eltern wird die Intensität der Arbeit festgelegt. Die Zusammenarbeit mit dem Familientherapie- und Famili-enberatung durchführenden Fachdienst der Einrichtung ist diesbezüglich von besonderer Bedeutung.

In den Gesprächen werden individuelle Klärungsprozesse erarbeitet, die sich an den Ressourcen der jeweiligen Familie orientieren, auf eine Erweiterung der Erziehungskompetenz der Eltern zielen, Handlungsalternativen aufzeigen und auf die Rückführung bzw. Verselb-ständigung des Kinder- und Jugendlichen vorbereiten.

Im Vorfeld wird gemeinsam mit den Eltern und dem Jugendamt eine Auftragsklärung vorge-nommen, bei der Inhalte und Ziele festgehalten werden. In der Erziehungsplanung werden die Intervalle der Heimfahrten, in der Regel 14-tägig, festgelegt. Die Heimfahrtaufenthalte bieten allen Familienmitgliedern die Möglichkeit, sich neu auszuprobieren. Unterstützend haben die Eltern die Sicherheit, dass ein Mitarbeiter der Wohngruppen jederzeit telefonisch erreichbar ist. Es findet mit den Eltern eine Nachbereitung der Heimfahrten statt und auch sonst wird eine große Transparenz zwischen Elternhaus und Wohngruppe geboten und gefordert, um den Kindern und Jugendlichen Klarheit und Sicherheit zu bieten.

Es ist uns ein großes Anliegen, Kinder in das öffentliche Leben zu integrieren. Zunächst geschieht dies durch Aktivitäten außerhalb des Jugenddorfes in der Gruppe. Mit zunehmendem Grad der Verselbstständigung ist es möglich, Kinder in ortansässige Vereine einzugliedern und so den Weg für die Teilhabe an der Gesellschaft zu ebnen. Wir stehen im direkten Kontakt zu den Eltern, dem sozialen Umfeld und dem Jugendamt, um gemeinsam Lösungen und Ziele zu erarbeiten, die immer wieder an die momentane Situation angepasst werden.

Für die schulische Förderung steht uns unsere einrichtungsinterne Schule, die Herman-Nohl-Schule zur Verfügung. Diese ist eine staatlich anerkannte Ersatzschule mit dem Förder-schwerpunkt sozialemotionale Entwicklung. Zwischen den Wohngruppen und der Schule besteht eine enge Kooperation. Durch gemeinsame Fallbesprechungen werden individuelle schulische Ziele unter Berücksichtigung der aktuellen Lage des Kindes erarbeitet.

Team

Das Team der Wohngruppe Jonathan besteht aus zwei Sozialpädagoginnen, zwei Erzieherinnen, einem Erzieher und einer Sozialassistentin sowie einer Hauswirtschafterin.

Die in der Wohngruppe tätigen Angestellten bilden sich stetig in verschiedenen für ihre Arbeit relevanten Bereichen fort.

 


Ansprechpartner:

Eileen Reis
Teamkoordination
06333 / 9209-24

Anschrift

Jugenddorf Sickingen
Wohngruppe Jonathan
Im Rohwald
67714 Waldfischbach-Burgalben

GPS: N49° 17' 15.1"; O7° 38' 44.8"
So finden Sie uns

 

Downloads

Flyer Intensivpädagogische Wohngruppen