Kinder- und Jugenhilfe bei der EVH-Pfalz


Heilpädagogium Schillerhain: Wohngr. Robinson + Verselbständigungsbereich Kompass

 

Heilpädagogische Wohngruppe Robinson


Im Vordergrund stehen bei uns die Stärken unserer acht männlichen Jugendlichen im Alter von 12 bis 16 Jahren. Wir verstärken positives Verhalten und legen Wert auf eine vertrauensvolle Beziehungsgestaltung. Individuelle Unterstützung, Begleitung und Anleitung sowie ein erfahrungserprobtes Gruppenverstärkersystem helfen bei der Alltagsbewältigung und der Veränderung von Verhaltensweisen. Bei uns wird Beteiligung und Eigenverantwortung groß geschrieben!

 

Verselbständigungsbereich Kompass


Drei Jugendliche ab dem Alter von 15 Jahren werden in einer eigenen Wohneinheit nach dem Prinzip „nur noch soviel Hilfestellung wie nötig" von zwei Fachkräften darauf vorbereitet, nach dem Schulabschluss ihren Alltag selbständig zu bewältigen und einen geeigneten Beruf zu finden. Die Jugendlichen versorgen sich selbst, planen ihren Alltag und die Wochenenden und arbeiten mit Unterstützung der Fachkräfte an verschiedenen Lebensthemen.


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Fachinformationen - bitte hier klicken

Heilpädagogische Wohngruppe für Jungen Robinson

Leistungsart: vollstationär

Rechtsgrundlage: SGB VIII § 27 i. V. mit § 34; § 35a

Geschlecht: m/w

Alter: 6 - 16 Jahre

Plätze: 8

Im Rahmen der Hilfen zur Erziehung gemäß § 34 SGB VIII können in der Wohngruppe bis zu neun Jungen durch vier pädagogische Fachkräfte im Zusammenwirken mit dem Psychologisch-Therapeutischen Dienst betreut und gefördert werden.
Begleitende Dienste, wie Leitung, Verwaltung Medizinischer Dienst und technischer Dienst unterstützen die Prozesse.

Die Wohngruppe befindet sich auf dem Gelände der Stammeinrichtung. Die Jungen bewohnen Doppelzimmer, deren Gestaltung an das Modell „Bauen für Geborgenheit" angepasst wurde. Das großzügig angelegte Außengelände bietet viele Spiel- und Freizeitmöglichkeiten. Die Kinder und Jugendlichen können in ortsansässige Sport- und Freizeitverbände eingebunden werden.

Aufgenommen werden Jungen
• im schulpflichtigen Alter
• mit Gewalterfahrung
• mit Auffälligkeiten im emotionalen, psychomotorischen oder psychosomatischen Bereich
• deren Persönlichkeitsentwicklung im sozialen und emotionalen Bereich gefährdet ist
• deren gefühlsmäßiger sozialer Rückhalt in der Familie zerbrochen ist, wobei die Rückführung in die Herkunftsfamilie im Vordergrund steht
• mit Störungen im Lern- und Leistungsverhalten, im Fokus steht hierbei die berufliche Orientierung und die Vorbereitung auf das Berufsleben

Nach der Aufnahme steht der Beziehungsaufbau, die systematische Verhaltensbeobachtung, das Kennenlernen des Gruppenalltags sowie der neuen Umgebung, das Verstärken der Motivation für die notwendig gewordene Jugendhilfemaßnahme sowie die Regelungen und Absprache zwischen Eltern und Einrichtung im Vordergrund.

In Einzel- und Gruppengesprächen sowie bei der Begleitung im Gruppen- wie im schulischen Alltag, erfahren die Jungen Unterstützung und Beratung in sozialen Kontakten, bei der Erarbeitung von Konfliktlösungsstrategien und bei der Anleitung zu einer sinnvollen Freizeitgestaltung. Durch eine Verbindung von Alltagsleben mit pädagogischen und ggf. auch therapeutischen Angeboten werden die Kinder und Jugendlichen entsprechend ihrer individuellen Stärken in ihrer Entwicklung gefördert.

Jeder Junge erhält einen auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmten Erziehungs-, Förder- und Therapieplan. Die Gestaltung der pädagogischen Prozesse erfolgt ressourcen- und lösungsorientiert. Ein strukturierter Tagesablauf und ein gemeinsam vereinbarter Wochenplan geben Orientierung.

Die Kinder und Jugendlichen werden an allen sie betreffenden Angelegenheiten – ihrem Alter und Entwicklungsstand entsprechend – beteiligt. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit den Eltern finden regelmäßig gemeinsame Gespräche und Aktivitäten sowie Hausbesuche statt.

Die Jungen besuchen die Hermann-Nohl Schule, Förderschule mit dem Schwerpunkt sozial-emotionale Entwicklung oder öffentliche Schulen in Kirchheimbolanden und Umgebung.

Der Wohngruppe unmittelbar angegliedert ist der Verselbständigungsbereich „Kompass" (siehe Kurzbeschreibung „Kompass").

 

Verselbständigungsbereich Kompass

Der Verselbständigungsbereich „Kompass" gliedert sich an die Wohngruppe Robinson an. Das kleine Reihenhaus, in dem drei männliche Jugendliche ab 14 - 15 Jahren im Rahmen der Hilfe zur Erziehung gemäß § 34 SGB VIII wohnen, hat einen eigenen Eingang, ist aber auch mit einer Verbindungstür räumlich an die Wohngruppe Robinson angeschlossen.

Aufgenommen werden Jugendliche, die den Strukturen einer vollstationären Wohngruppe entwachsen sind. Sie zeigen mehr Selbständigkeit und mehr Eigenverantwortlichkeit. Individuelle Vorstellungen erfordern hier erweiterte Spielräume, jedoch auch unterstützende Angebote, um neue Anforderungen zu bewältigen. Die zunehmende Verselbständigung aller lebenspraktischen Tätigkeiten sowie die Entwicklung der beruflichen Perspektive stehen im Mittelpunkt des Betreuungsangebotes mit Selbstverantwortung und Erprobungsräumen.

Die selbständige Entscheidung des Jugendlichen für das Leben im „Verselbständigungsbereich" ist maßgeblich. Die Betreuung der Jugendlichen im Verselbständigungsbereich erfolgt gemäß dem heilpädagogischen Konzept. Hier stehen 1,75 VB Stellen zur Betreuung von bis zu drei Betreuten zur Verfügung. Die Betreuungsschwerpunkte liegen in den Nachmittags- und Abendstunden. Bedarfsgerecht können auch flexible Einsatzzeiten angeboten werden.

Begleitende Dienste, wie Leitung, Psychologisch-Therapeutischer Dienst, Verwaltung, Medizinischer und Technischer Dienst unterstützen die Prozesse.

Die Jugendlichen besuchen die Hermann-Nohl-Schule, Förderschule mit dem Schwerpunkt sozial-emotionale Entwicklung oder öffentliche Schulen in Kirchheimbolanden und Umgebung, aber auch weiterführende Schulen, wie Berufsschulen. Eine Überleitung und Begleitung in andere berufsvorbereitende Maßnahmen oder in Ausbildung wird angestrebt.

Eine Rückführung in den elterlichen Haushalt kann vorbereitet oder eine Überleitung in andere selbstbestimmtere Lebensformen oder Angebote der Jugendhilfe begleitet werden.

Dabei werden die Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten – ihrem Alter und Entwicklungsstand entsprechend – beteiligt. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit den Eltern finden regelmäßig Gespräche und Aktivitäten sowie Hausbesuche statt.

 

Ansprechpartner:

Matthias Mainka
Erziehungsleitung
06352/ 408-217

Anschrift

Heilpädagogium Schillerhain
Wohngruppe Robinson
Lärchenweg 8
67292 Kirchheimbolanden

E-Mail: hp-schillerhain(at)evh-pfalz.de

GPS: N49° 39‘ 37.0“; O7° 59‘ 56.3“
So finden Sie uns


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