Kinder- und Jugenhilfe bei der EVH-Pfalz


Heilpädagogium Schillerhain: Multisystemische Therapie

 

Multisystemische Therapie

In der Schule hat ihre Tochter/ ihr Sohn immer wieder heftigen Streit mit Mitschülern oder Lehrern? Ihr Sohn oder ihre Tochter schwänzt häufig den Unterricht, die Schule hat vielleicht sogar schon mit einem Schulverweis gedroht? Wegen Drogenmissbrauch, Gewalt oder anderer Straftaten hatte Ihre Tochter/ Ihr Sohn bereits Ärger mit der Polizei?

Für Familien in Mainz und Umgebung, denen diese oder ähnliche Probleme zu schaffen machen, ist unser Angebot Multisystemische Therapie (MST) gedacht. Bei der Multisystemischen Therapie kommt mehrmals in der Woche einer unserer Mitarbeiter zu Ihnen nach Hause. Gemeinsam mit Ihnen arbeiten wir dann daran, die bestehenden Probleme in den Griff zu bekommen. Welche Ziele genau erreicht werden sollen, legen wir im Gespräch mit Ihnen fest.

Eine Multisystemische Therapie dauert längstens ein halbes Jahr. Damit die Multisystemische Therapie gelingen kann, müssen Sie dazu bereit sein, eng mit unserem Mitarbeiter zusammenzuarbeiten.

Multisystemische Therapie ist geeignet für Familien mit Kindern im Alter zwischen 12 und 17 Jahren. Um das Angebot nutzen zu können ist die Einwilligung des Jugendamts und ein Vorgespräch mit dem Verantwortlichen des MST-Teams erforderlich.

Wenn Sie Fragen haben, können Sie sich jederzeit gerne an die Teamkoordinatorin Frau Barbara Weil wenden.

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Fachinformationen - bitte hier  klicken

Die Multisystemische Therapie (MST) ist eine hoch effektive, im heimischen Umfeld stattfindende, lizensierte Interventionsform für Familien, die in ihrem Alltag durch das auffällige Sozialverhalten ihrer jugendlichen Kinder stark beeinträchtigt sind. In der Regel sind die 12 bis 17 jährigen Jugendlichen durch aggressives Verhalten, Drogenkonsum, delinquentes Verhalten oder Schulverweigerung in Gefahr, aus ihrer Familie herausgenommen, psychiatrisch untergebracht oder inhaftiert zu werden.

Die MST ist eine stringent durchgeführte Intensivhilfe, welche für maximal sechs Monate hochfrequent von einem professionellen therapeutischen Team aus Psychologen und Sozialpädagogen durchgeführt wird. Die Maßnahme findet hauptsächlich bei den Familien zu hause, unter Einbeziehung aller wichtigen Bezugssysteme des Jugendlichen (Schule/Lehrbetrieb, Peers, Nachbarschaft), statt. Über eine Rufbereitschaft ist rund um die Uhr der zuständige Mitarbeiter oder ein Mitglied des MST-Teams erreichbar.

Die MST beinhaltet neben der Arbeit auf der Elternebene auch Arbeit auf der Paarebene. Es kommen verhaltenstherapeutische aber auch systemische und andere anerkannte therapeutische Ansätze zum Einsatz.

Ziele
■ Vermeidung und Reduktion von psychiatrischen Klinikaufenthalten, Reduktion an Fremdplatzierungen, Reduktion von Ausschulungen und reduzierte Rate an Delikten

■ Steigerung der Sozialkompetenz des betroffenen Jugendlichen: Weniger negative Kontakte zu Gleichaltrigen, verstärkte Kontakte zu prosozialen Gleichaltrigen, Zunahme an positiven Freizeitaktivitäten

■ Verbesserte Leistungsbereitschaft in Schule/Ausbildung

■ Verbesserung der elterlichen Erziehungskompetenz; nach Beendigung der Maßnahme sollen die Eltern befähigt sein, zukünftig Probleme selbst zu lösen

■ Stärkung des Netzwerkes um die Familie (Verwandte, Nachbarn, Freunde) zur Unterstützung der Eltern in ihrer erzieherischen Rolle

Zuweisungskriterien
Beim Vorliegen folgender Kriterien eignet sich das Angebot der MST:

■ Störung des Sozialverhaltens oder Verhaltensweisen, die einer solchen Störung ähneln, z.B. Delinquenz, aggressives oppositionelles Verhalten, Schulverweigerung, Substanzmissbrauch

■ Alter zwischen 12 bis 17 Jahre

■ Familiäres Bezugssystem, das für die Mitarbeit und Entwicklung offen ist

■ Im Raum Mainz lebend (Radius ca 40 Km)

 

Ausschlusskriterien
■ Der Jugendliche besitzt kein verfügbares familiäres Bezugssystem.

■ Dem Verhalten des Jugendlichen liegen schwerwiegende psychiatrische Störungen, wie eine akute Psychose zugrunde oder es liegt eine akute Suizidalität oder Fremdgefährdung (in schwerer Form) vor.

■ Der Jugendliche zeigt massiv sexuell übergriffiges Verhalten ohne weiteres delinquentes oder dissoziales Verhalten.

■ Der Jugendliche hat eine tiefgreifende Entwicklungsstörung (z.B. Autismus).

■ Der Jugendliche leidet an einer schweren Drogenabhängigkeit (hier muss erst ein Entzug durchgeführt werden)

 

 Ansprechpartner:

Barbara Weil
Supervisorin, Teamkoordinatorin
0151/ 186 936 64
Sarah Stucky
Leitung Psychologisch-Therapeutischer Dienst
06352/ 408-241